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Ratatouille

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Inhalt:

Die putzige Ratte Remy hat die Nase voll davon zusammen mit dem Familienclan den Müll nach Essensresten zu durchforsten. Denn Remy hat nicht nur einen extrem ausgeprägten Geruchssinn sondern träumt davon, ein berühmter Chefkoch zu werden. Bei dem Versuch, ein exquisites Mahl im Hause einer alten Dame zuzubereiten verschlägt es Remy nach Paris.

Auf der Suche nach Nahrung landet er ausgerechnet im Restaurant seines Idols Auguste Gusteau. Dort wird die Küchenhilfe Linguini auf Remy aufmerksam. Remys Talent und Linguinis Körper sind die richtige Mischung, um sich an die Spitze der Haute Cuisine zu katapultieren. Unter der Kochmütze bedient Remy Linguini wie eine Marionette und lässt ihn am Herd die tollsten Dinge verrichten.

Kritik:

Meine Vorfreude auf Ratatouille war riesengroß, die Erwartungen waren in kaum noch messbare Höhen gestiegen. Ich bin seit jeher ein sehr großer Fan von Pixarfilmen. Und auch wenn manch einer den Hype schon nicht mehr ertragen konnte: Für mich hat Ratatouille sämtliche Erwartungen mit einem leichten Sprung noch übertroffen.

Remy ist eine der liebenswertesten Charaktere der Filmgeschichte. Shrek und Co mögen eine höhere „Gag pro Minute Ratio“ haben, in Sachen Charisma und Atmosphäre spielen sie allenfalls die zweite Geige. Dabei kommt es dem Film außerordentlich zugute, dass nach Cars wieder echte Lebewesen die Hauptrolle spielen.

Technisch gibt es eigentlich nichts mehr zu verbessern. Paris kommt teilweise so real rüber, dass man zeitweise vermisst, in einem Animationsfilm zu sitzen. Das Fell der Ratten, sonst das letzte große Problemkind der CGI-Experten, sieht äußerst lebensecht aus. Die Animationen sind ohne Ausnahmen bis ins kleinste Detail perfekt.

Brad Bird zeigt mit Ratatouille wieder einmal, dass er zu einem der besten Geschichtenerzähler im Genre gehört. Dabei kommt er nicht ganz an die Quaöitätn eines „Der eiserne Gigant“ heran. Die Geschichte des talentierten Aussenseiters, der seinen Platz mutig in einer fremden Welt findet. Daneben geht es natürlich wieder darum, wie wichtige eine gute familiäre Bindung ist. Das Ganze ist für Kinder verständlich eingepackt, ohne dabei Erwachsene zu nerven.

Trotz einer für dieses Genre hohen Lauflänge von über 110 Minuten kommt eigentlich nie Langeweile auf, den vielen Nebenplots sei dank. Die Probleme des aktuellen Restaurants und auch die Liebesgeschichte zwischen dem Küchenjungen und der einzigen Frau im Restaurant sind nett gemacht. Highlight des Films sind aber ganz klar die Szenen von Remy und Linguine in der Kücke, wo sie mit Zutaten jonglieren. In diesen Momenten bekam ich selbst Appetit auf die vielen Köstlichkeiten.

Vor dem Hauptfilm gibt es übrigens – typisch für Pixar – einen Kurzfilm namens Lifted. Eine sehr amüsante Geschichte um eine Entführung durch Aliens. Eine gelungene Einstimmung auf den Film, der ganz klar zu den großen Kino-Highlights des Jahres gehört. Und das gilt sicher nächstes Jahr für den nächsten Pixarstreifen Wall-E.

Infos:

Originaltitel: Ratatouille
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 110 Minuten
Kinostart: 03. Oktober 2007
Regie: Brad Bird
Drehbuch: Brad Bird
Deutsche Sprecher: Axel Malzacher, Stefan Günther, Tim Mälzer, Gudo Hoegel, Donald Arthur
Genre: Animation
Für Freunde von: Cars, Die Unglaublichen
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★★★★☆

3 Kommentare zu “Ratatouille

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