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Enttarnt – Verrat auf höchster Ebene (Breach)

Breach

Inhalt:

Der hoch-motivierte FBI-Neuling Eric ist nicht sonderlich glücklich über seinen ersten Auftrag als Agent. Er fängt als persönlicher Assistent von Sowjet- und IT-Experten Robert Hanssen an. Doch seine Tätigkeit ist nur Schein, um den Hanssen zu beschafften und auszuspionieren. Hanssen wird verdächtig, für den KGB zu arbeiten und Geheimunterlagen an die Sowjet zu liefern. Durch diese Übermittlungen sollen bereits mehrere US-Agenten ums Leben gekommen sein.

Kritik:

Wenn ich an Breach denke, drängt sich unweigerlich ein Vergleich zu Tony Scotts Spy Game auf. Breach ist dabei der deutlich realistischere Film, was nicht zuletzt daran liegt, dass er auf einer wahren Begebenheit beruht. Er bezieht seine besondere Faszination aus zwei glänzenden Schauspieler, die sich auf Augenhöhe begegnen und beide versuchen auszuloten, was der andere im Schilde führt. Dabei ist Chris Cooper gegenüber Ryan Phillippe der Charakter, der ein wenig die Überhand behält. Aber dies ist auch kein Wunder. Cooper spielt einen erfahrenen Agenten, der den gesamten US-Spionage-Apparat über Jahre an der Nase herum geführt hat.

Teilweise hätte ich mir gewünscht, dass der Film ein bisschen mehr Thrill hätte oder etwas mehr Fahrt aufnimmt. Aber Breach bleibt bei seiner ruhigen, realistischen Erzählweise und legt lieber Wert darauf, dass eine Hauptfiguren vielschichtig gezeichnet werden. Schade ist jedoch, dass verborgen bleibt, wie Hanssen genau mit den Soviets kommuniziert und was genau er eigentlich verraten hat. Das hätte die Spannung durchaus in noch größere Dimensionen abheben können. Ansonsten wirkt der Film über weite Strecken beinahe unterkühlt.

Wenn man sich darauf einlässt, dass man eher eine Charakterstudie als einen Thriller bekommt, dann wird man mehr als nur auf seine Kosten kommen. Chris Cooper, ohnehin ein glänzender Schauspieler, zeigt eine seiner besten Leistungen seiner Karriere. Er spielt kautzig, verschroben und man weiß nie, was als nächstes von ihm kommt. Er spielt bravourös einen verbitterten Charakter, der tief religiös ist und unzufrieden mit seinem Rolle beim FBI. Phillippe entwickelt sich mit jeder großen Rolle weiter. Er spielt einen nervösen Emporkömmling, der seine große Chance bekommt. Dazwischen agiert Laura Linney als harte Chefin.

Wenn man sich nur halbwegs für eine gut erzählte Spionage-Geschichte begeistern kann, die viel Wert auf gute Charaktere legt, der sollte sich unbedingt Breach vormerken.

Infos:

Originaltitel: Breach
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 110 Minuten
Kinostart: 18. Oktober 2007
Regie: Billy Ray
Drehbuch: Adam Mazer, William Rotko
Darsteller: Chris Cooper, Ryan Phillippe, Laura Linney, Dennis Haysbert
Genre: Drama/Thriller
Für Freunde von: xxx
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★★★☆☆

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