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Mr. Brooks

Mr. BrooksInhalt:

Earl Brooks wurde gerade zum Mann des Jahres gewähl. Alle schätzen ihn als erfolgreichen Geschäftsmann und treusorgenden Familienvater. Doch hinter dieser Fassade steckt das dunkle Geheimnis des Mr. Brooks. Angetrieben von seinem Alter Ego Marshall zieht er nachts los, um Menschen aus reiner Leidenschaft zu ermorden. Dabei geht er clever vor, die Polizei tappt im Dunkeln. Doch dann wird er von einem Fotografen beobachtet. Dieser geht jedoch nicht zur Polizei sondern möchte beim nächsten Mord live dabei sein.

Kritik:

Mr. Brooks war eine der großen Überraschungen des Fantasy Filmfestes 2007. Kein Wunder, denn dem Film gelingt ein kleines Kunststück. Hollywood präsentiert einen Serienkiller, der einem irgendwie sympathisch ist. Der von Kevin Costner gespielte Earl Brooks ist ein liebevoller Ehemann und Familienvater, ein erfolgreicher Geschäftsmannn Kunstliebhaber und wichtiges Mitglied der Gesellschaft. Aber wie viele Menschen hat er eine dunkle Seite, die er weitestgehend kontrollieren kann, aber eben nicht vollständig. Er tötet Menschen und zwar aus Passion.

Der besondere Kniff des Films ist sein inszenatorischer Kniff, den inneren Zwist zwischen Gewissen und Passion. Seine Passion wird dargestellt als Person, die nur Earl sehen kann. Die Person heißt Marshall und wird von William Hurt überzeugend gespielt. Die Dispute zwischen Earl und Marshall sind voll schwarzem Humor und extrem gelungen. So diskutieren die beiden ausschweifend darüber, ob eine bestimmte Person nun getötet werden sollte, oder vielleicht besser doch nicht.

Das Script ist ziemlich intelligent, einzig der Subplot um die Eheprobleme von Brooks verfolgender Polizistin ist wirklich unnötig. Durch einen Fehler gerät Earl in die Zwickmühle eines voyeuristischen Erpressers und die Teenie-Tochter von Earl macht dem Ehepaar extreme Probleme. All dies wird von überzeugenden Darstellern, sogar inklusive Demi Moore, transportiert. Kevin Costner spielt wunderbar unaufgeregt den kühl handelnden Earl Brooks, eine wirklich gelungenes Comeback.

Es hat mich gewundert, dass ein Film mit einem eigentlich so düsteren Thema so erfrischend unterhaltsam sein kann.

Infos:

Originaltitel: Mr. Brookds
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 120 Minuten
Kinostart: 29. November 2007
Regie: Bruce A. Evans
Drehbuch: Bruce A. Evans, Raynold Gideon
Darsteller: Kevin Costner, Demi Moore, William Hurt, Marg Helgenberger
Genre: Drama/Thriller
Für Freunde von: Collateral, Marathon Man
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★★☆☆☆

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