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Shadowboxer

Shadowboxer

Inhalt:

Mikey ist gleichzeitig Lehrling und Lover von Rose. Zusammen erledigen die beiden für die verschiedensten Auftraggeber die dreckige Arbeit. Sie töten unerwünschte Menschen. Rose ist jedoch an Krebs erkrankt und daher will sie sich nach dem letzten Job zur Ruhe setzen. Doch beim letzten Job geht etwas schief. Ein Gangster will seine Freundin tot sehen, dass er sich nicht sicher ist, ob das Kind wirklich von ihm ist. Als Rose jedoch vor der schwangeren Frau steht, kommt ihr lange verlorenes Gewissen inklusive Mutterinstinkt zum Vorschein. Sie verschont Frau und Kind und nimmt beide in ihre Obhut auf. Die kleine „Familie“ zieht sich aufs Land zurück. Als Rose ein Jahr später verstirbt, kriegt der Gangster Wind davon, dass seine Ex-Freundin wohl doch nicht das Zeitliche gesegnet hat.

Kritik:

Shadowboxer wäre vermutlich relativ schnell wieder vergessen, wenn er nicht die provokativen Sexszenen zwischen Cuba Gooding Jr. und seiner filmischen Ziemutter Hellen Mirren hätte. Abseits davon ist die Geschichte um das Auftragsmörderpärchen ziemlich surreal, wenn nicht gar total unrealistisch. Hellen Mirren steht im Film mit einem Bein bereits im Grab und entwickelt mit ihren Gedanken an Tod und Gott auf einmal ein Gewissen, das sie dazu bringt, Gnade walten zu lassen und das letzte Opfer nicht nur zu verschonen sondern quasi zu adoptieren.

Die Beziehung zwischen Hellen Mirren und Cuba Gooding Jr. im Film ist ebenso sonderbar wie grotesk. Das einst adoptierte Kind wird zum Liebhaber, sobald es alt genug für Sex ist. Strange. Der Rest des Films ist dann ziemlich schnell vorhersehbar. Natürlich kommt der Auftraggeber dahinter, dass der Job nicht erledigt wurde und schäumt natürlich vor Wut. Ein Wettlauf beginnt, dessen Zieleinlauf schon beim Start feststeht.

Auch wenn der Film insgesamt sehr schön aussieht und auch ganz gut erzählt ist, eine alte Regel bleibt bestehen. Filme mit Stephen Dorff können einfach nicht gut sein. So leider auch nicht Shadowboxer, der sich über die gesamte Laufzeit schon sehr quält. Vanessa Ferlito blickt jedoch einer erfreunlichen Zukunft entgegen und wird vermutlich nun immer dann gebucht, wenn Angelina Jolie keine Zeit hat oder schlicht zu teuer ist. Die beiden sehen sich verdammt ähnlich.

Infos:

Originaltitel: Shadowboxer
Herkunftsland/Jahr: USA, 2005
Länge: 93 Minuten
Kinostart: tba (Fantasy Filmfest)
Regie: Lee Daniels
Drehbuch: William Lipz
Darsteller: Hellen Mirren, Cuba Gooding Jr., Macy Gray, Vanessa Ferlito, Stephen Dorff
Genre: Drama
Für Freunde von: Point of no Return, Leon der Profi
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★☆☆☆☆☆

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