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Porn Wars

So ist das also. Arcor hat drei Sexseiten für die eigenen Kunden gesperrt. Grund dafür war die Aufforderung einer deutschen Erotikfirma, die ebenfalls ein Videoportal im Netz betreibt. Der feine Unterschied dabei: Die deutsche Firma hält sich an die deutsche Gesetzgebung. Demnach muss man sich per PostIdent-Verfahren für den Dienst freischalten lassen und seine Volljährigkeit nachweisen. Bei den gesperrten amerikanischen Seiten reicht ein einfacher Mausklick, um an das heiße Material zu kommen.

Machen wir uns nichts vor. Das was Arcor da tut ist sicherlich keine Zensur. Nach deutschem Recht sind die Angebote von z.B. YouPorn klar illegal. Neben diversen Urheberrechtsverstößen halten sich diese Angebote auch nicht an den Jugendmedienschutzstaatsvertrag. Und ich kann natürlich auch die deutsche Sexfirma verstehen, die aufgrund der Einhaltung der deutschen Gesetze finanzielle Nachteile hat und deutlich an Reichweite verliert.

Was ich ein bisschen komisch finde ist die Bereitwilligkeit, mit der Arcor dieser Sperrung der amerikanischen Seiten zugestimmt hat. Die Telekom z.B. hat dies nämlich nicht getan und wartet auf eine behördliche Anordnung. Ob Arcor das Ganze vielleicht ein ganz klein wenig gelegen kam? Schließlich bietet Arcor ebenfalls Sexfilme gegen Bargeld an. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

4 Kommentare zu “Porn Wars

  1. Hmm, eine sehr zwiespältige Sache. Als Kunde zahle ich ja für den Zugang zum Web, zum ganzen Web. Da möchte ich eigentlich nicht das der Provider eine Vorauswahl für mich trifft. In diesem Fall war es zwar eine hierzulande nicht ganz legale Seite aber was kommt dann? Als nächstes darf man dann nur noch Online Shops besuchen die einen Sponsorvertrag mit dem jeweiligen Provider damit beide etwas verdienen. Nein, als zahlender Kunde sollte man selber entscheiden können.

  2. Äh Hallo, das soll keine Zensur sein? Was denn bitte dann? Ich habe das Recht mir jede Internetseite anzusehen, die ich will! Und Youporn gehörte bisher auch dazu.
    Ich bin mir sicher, dass ist nur der erste Schritt! Willkommen in China!

  3. […]Kann ein Unternehmen es sich denn leisten seine Kunden zu bevormunden und denen Seiten nicht zugänglich zu machen? Na ich weiß ja nicht wie da noch das Grundgesetz gültig ist. […]

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