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Das Spiel der Macht (All the King’s Men)

Das Spiel der Macht (All the King's Men)

Inhalt:

Der charismatische Südstaatenpolitiker Willie Stark klettert unaufhörlich die Karriereleiter empor und tritt somit immer mehr ins Rampenlicht. Dabei bekommt er Hilfe vom inzwischen verbitterten Reporter Jack Burden. Doch je höher Willie kommt, desto mehr muss er erkennen, dass in diesen hohen Kreisen Korruption und Verrat herrschen. Mit der Zeit verliert er immer mehr von seiner Unschuld und passt sich seinem neuen Umfeld an. Nach einem beispielhaften Aufstieg folgt ein Fall, der brutaler kaum sein könnte.

Kritik:

Das Spiel der Macht erzählt eine Geschichte über einen idealistischen Politiker, der einen rasanten Aufstieg hat. Je weiter er die Leiter der Macht empor steigt, desto mehr verschwinden seine Ideale und desto mehr nutzt er die selben Machenschaften, die er zunächst anprangert. Niemand geringerer als Sean Penn könnte diese Figur besser darstellen. Penn schafft dies brillant, neigt zuweilen aber zu Overacting. Die großen Gesten bei seinen Reden waren damals vielleicht so üblich, es wirkt teils aber zu übertrieben.

Es handelt sich bei dem Remake des gleichnamigen Oscar-prämierten Streifen. In dieser Neuauflage wird die Geschichte jedoch aus den Augen des Journalisten Jack erzählt, der sehr eng mit Willie Stark zusammen gearbeitet hat. Es ist faszinierend zu sehen, wie er zunächst bewundernd zu Willie aufschaut, schnell jedoch erkennen muss, dass er ein Politiker wie jeder andere auch ist, der vor nichts zurück schreckt und letztlich mit seiner Macht nur auf seinen persönlichen Vorteil aus ist. Der Journalist Jack wird unaufgeregt von Jude Law gespielt.

Auch der Rest des Casts kann sich sehen lassen: Kate Winslet, Sir Anthony Hopkins, Mark Ruffalo und James Gandolfini geben sich die Ehre. Der Film fängt sehr schön die Zeit der 40er Jahre ein. Die Szenen sind großteils ziemlich verraucht und einige Einstellungen haben den Charakters eines Gemäldes. Interessant macht den Film zudem die Tatsache, dass es durchaus Parallelen zu aktuell agierenden Personen gibt. Man kann Das Spiel der Macht als universelle Kritik an der Politik verstehen.Leider sind die 132 Minuten trotz zahlreicher positiver Elemente zeitweise ziemlich zäh, was den Film recht anstrengend macht.

Ein Flop, wie er in den USA geworden ist, ist Das Spiel der Macht mit Sicherheit nicht. Seine rechtskritische Grundaussage ließ das Publikum eher verschmähen. Schade drum.

Infos:

Originaltitel: Das Spiel der Macht / All the King’s Men
Herkunftsland/Jahr: USA/Deutschland, 2006
Länge: 128 Minuten
Kinostart: 04. Januar 2007
Regie: Steven Zaillian
Drehbuch: Steven Zaillian, Robert Penn Warren
Darsteller: Sean Penn, Jude Law, Anthony Hopkins, Kate Winslet, Mark Ruffalo, Patricia Clarkson, James Gandolfini
Genre: Drama
Für Freunde von: Bobby, All the King’s Men, Citizen Kane, The Aviator
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★☆☆☆☆

2 Kommentare zu “Das Spiel der Macht (All the King’s Men)

  1. Pingback: Filmkritiken der Woche - 33. KW at Nerdtalk

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