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Pushing Daisies

Pushing Daisies Ein Grund, warum ich immer weniger ins Kino gehe sind sicherlich die immer besser werdenden Serienproduktionen aus den USA. Neue, innovative Konzepte, die häufig viel vom Zuschauer aufgrund ihrer komplexen Erzählungen und Charakteren, sprechen mich deutlich mehr an als Hoolywood-Produktionen, deren einzige Neuheit eine immer größere Nummer am Ende des Titels ist.

Im Herbst kommt in den USA beim Sender ABC die Serie Pushing Daisies ins Programm, die genau diesen Nerv trifft. Sie stammt aus der Feder von Bryan Fuller, der zuvor Dead Like Me machte. Dabei kann er sich vom morbiden Thema nicht so richtig trennen. Die Hauptfigur heißt Ned und hat eine besondere Gabe, die er schon als Kind entdeckt. Durch eine einfache Berührung mit dem Finger kann er Tote zurück ins Leben holen. Eine weitere Berührung schickt den Wiederbelebten für immer zurück ins Nirvana.

Als wäre dies nicht schon schlimm genug, kommt noch ein Zeitfaktor ins Spiel. Bleibt der Wiederbelebte länger als eine Minute in unserer Welt, muss jemand anderes in der unmittelbaren Nähe für ihn ins Reich der Toten gehen. Zusätzlich zu toten Personen kann er auch totes Gewebe wieder zurück ins Leben holen. Da er als Kind sehr schlechte Erfahrungen mit seiner Gabe gemacht hat, zieht er sich als Kuchenbäcker zurück. Doch dann bekommt er die Gelegenheit, aus seiner Gabe Kapital zu schlagen. Zusammen mit einem Partner löst er ungeklärte Mordfälle. Er erweckt die Mordopfer zurück, befragt sie kurz nach dem Mörder und schickt sie zurück ins Jenseits. Die ausgesetzte Belohnung teilen die beiden untereinander auf. Schwierig wird es jedoch, als seine alte Jugendliebe ermordet wird. Denn hier weigert sich Ned, sie zurück ins Jenseits zu schicken.

Pushing Daisies ist einfach eine großartige Mischung. Der Humor erinnert an Lemony Snicket, die Optik an einen Mix aus Big Fish und Charly und die Schokoladenfabrik. Das Ganze könnte ebenso gut von Tim Burton stammen, nachdem er einen exzessiven LSD-Trip hinter sich hat. Das Geschehen wird ständig von einem Sprecher aus dem Off erzählt. Das mag ein sehr altes Stilmittel sein, ist hier aber extrem erfrischend eingesetzt. Ich bin jetzt nur riesig gespannt, wie nach dem gelungenen Pilot diese Erzählweise in Serienformat funktionieren wird. Die Serie hat auf jeden Fall das Potenzial eine der großen Sieger im Herbst zu werden oder aber auch völig beim Publikum durchzufallen. Ich bin gespannt.

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3 Kommentare zu “Pushing Daisies

  1. Das Thema kam hier (TV Shows: Ultimately better than movies?) schon mal auf.

    Nur mit Deiner Beschreibung fühle ich mich entfernt an Dead Like Me erinnert. Falls Du nicht kennst, würde ich mal einen Blick riskieren.

  2. Ja, kenne ich. Ist ja wie gesagt auch vom gleichen Macher, merkt man auch ziemlich gut. Besser als bei Dead Like Me gefällt mir die fast schon an einen Cartoon erinnernde Optik.

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