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Stirb Langsam 4.0

Stirb Langsam 4.0

Inhalt:

Nationalfeiertag in Amerika,das Land feiert, bis auf John McClane. Nach einer Auseinandersetzung mit seiner Tochter Lucy bekommt er von seinem Chef den Auftrag, den Hacker Matt Farrell zu einem Verhör zum FBI zu eskortieren. Dieser wird jedoch von Terroristen verfolgt, für die er Prorgrammroutinen für einen Fire Sale geschrieben hat. Damit soll das Land einem virtuellen Terroranschlag unterzogen werden. Damit ist John wieder mal zur falschen Zeit am falschen Ort.

Kritik:

Fangen wir mit ein paar bösen Worten an. Als Cyberthriller ist Stirb Langsam 4.0 ein echter Rohrkrepierer. Kein Klischee wird ausgelassen. Gehackte Computer flimmern nervös vor sich hin, damit auch der letzte Laie versteht „Hier stimmt etwas nicht“. Natürlich kann sich der Superhacker im Film mit seinem kleinen Handy nicht nur überall anschließen sondern auch alles damit bedienen. Hier kann man eigentlich nur abwegig mit dem Kopf schütteln.

Und wenn wir schon beim Meckern sind, dann hätte ich mir auch gerne einen charismatischen Gegner für John McClane gewünscht. Wo früher Leute wie Alan Rickman oder Jeremy Irons beeindruckten, darf sich nun das Schurkenabziehbild Timothy Olyphant bemühen. Und nein, der wirkt alles andere als bedrohlich. Schade eigentlich. Aber nun genug gemeckert.

Abseits dieser Schwächen ist Stirb Langsam 4.0 ein gewaltiges Stück Actionkino und die Rückkehr der Oldschool-Action. Kein übermäßiger Einsatz von CGI-Effekten, statt dessen echte Stunt-Leute und viel Handarbeit. Das ist insofern bemerkenswert, da Len Wiseman die Regie führte, der zuvor in den beiden Underworld-Streifen enorm auf Computereffekte setzte.

Bruce Willis sieht man seine 52 Jahre kaum an. Es wirkt über weite Strecken so, als hätte der Figur John McClane nie den Rücken gekehrt. Justin Long als Hacker an seiner Seite ist ein weiterer Gewinn für den Cast. Die beiden spielen sich ironisch-bissig die Bälle zu und sorgen für viel Unterhaltung. Genau die richtige Abwechslung nach den hektischen Actionszenen.

Aber keine Frage, Highlight des Films sind die perfekt choerographierten Actionszenen. Dabei wurde es zum Teil schon ein Stück weit übertrieben, wie bei der langen Sequenz mit dem Jet. Aber selbst diese Szenen sind so druckvoll, dass es einem nahezu in den Kinosessel presst. Der Film wirkt deutlich kürzer als es die 129 Minuten zum Ausdruck bringen. Für mich die Actionüberraschung des Jahres und eine der wenigen absolut gelungenen Fortsetzungen.

Infos:

Titel/Originaltitel: Stirb Langsam 4.0 / Live Free Or Die Hard


Herkunftsland/Jahr: USA, 2007


Länge: 129 Minuten


Kinostart: 27. Juni 2007


Regie: Len Wiseman


Drehbuch: Mark Bomback


Darsteller: Bruce Willis, Justin Long, Timothy Olyphant, Maggie Q


Offizielle Webseite
IMDB
Trailer


Rating:

★★★★★★★★☆☆

4 Kommentare zu “Stirb Langsam 4.0

  1. Kann Dir voll und ganz zustimmen.
    Bei diesem Film darf man, vor allem als Informatiker oder Technik-Freak, einfach nicht auf die Logik schauen:

    500TB per USB runterladen,
    „Offene Festplatten“ – Weils cool ausschaut,
    Überall immer der selbe und passende Anschluss für das Gummi-Keyboard oder Handy,
    Mit allem immer sofort und ohne Probleme kommunizieren, kurz die Einsatzbefehle eines Kampfjets ändern, etc

    Hirn abschalten und die grandiose Action geniessen.

  2. Als Frau halte ich die Negativpunkte zwar für wesentlich essentieller, aber ich will der Männerwelt mal nicht ihr Spielzeug entziehen ;). Und höchst passabel im Vergleich mit dem ganzen anderen Fortsetzungsschrott geht er immerhin weg.

  3. Pingback: Mental Savage

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