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DSDS vs. American Idol

Es ist für mich immer noch erstaunlich, wie unterschiedlich die eigentlich gleiche Sendung in den verschiedenen Ländern aufgenommen wird. Bei DSDS muss man sich schon schämen, wenn man davon eine Folge sieht. Für meinen Geschmack ist da auch eine Spur zu viel Dieter-Bohlen-BILD-Flavour im Spiel. Wer die Show gewinnt ist bestenfalls die Lachnummer der Nation. Wirkliche Stars hat die Show keine hervor gebracht, nach einer kommerziell erfolgreichen Single werden die Gewinner durch sämtliche RTL-Shows gereicht, bevor sie wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Alternativ gibt es Gnaden-Auftritte in den unterschiedlichsten Unterhaltungsformaten des Senders, quasi Hartz-IV-TV wie es der Spiegel in der aktuellen Ausgabe bezeichnet.

In den Staaten ist dies komplett anders. Mit Kelly Clarkson brachte die Show einen Weltstar hervor, den ich selbst zwar nicht besonders mag, deren Erfolg ich aber zumindest anerkenne. Jennifer Hudson gewann kürzlich einen Oscar für ihre Gesangsrolle in Dreamgirls und auch die anderen Gewinner sind mehr oder minder erfolgreich unterwegs. Im Gegensatz zu DSDS wird American Idol nicht nur von der Bevölkerung unterstützt sondern auch von zahlreichen namhaften Stars wie z.B. Bono, Gwen Stefani oder Bon Jovi. Xavier Naidoo oder Herbert Grönemeyer würden sich vermutlich lieber auspeitschen lassen als bei DSDS als Vocal-Coach anzuheuern.

Für das US-Original spricht auf jeden Fall die deutlich bessere Qualität. Selbst mittelprächtige Mitläufer sind noch deutlich besser als deutsche Gewinner. Bei der deutschen Version hat man auch deutlich mehr den Eindruck, dass die Teilnehmer vom Sender verheizt werden. Die aktuelle Staffel, die ich im Gegensatz zu meiner Freundin nicht so verfolgt habe, hat auch einen ziemlich faden Beigeschmack. Wenn schon im Vorfeld ein Jurymitglied als Produzent eines Teilnehmers feststeht, dann darf schon an der Neutralität gezweifelt werden.

Ein Kommentar zu “DSDS vs. American Idol

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