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Rocky Balboa

Rocky Balboa

Inhalt:

Box-Legende Rocky Balboa, mehrfacher Weltmeister im Schwergewicht, ist in die Jahre gekommen. Seine geliebte Frau Adrian ist verstorben und er verdient sich nun seinen Lebensunterhalt mit einem kleinen Restaurant. Er will sich mit kleinen Boxkämpfen etwas Geld verdienen und obwohl es erst Widerstand gibt, bekommt Rocky seine Box-Lizenz. Und dann steht Rocky wieder vor einer schweren Entscheidung. Er bekommt einen Kampf gegen den amtierenden Schwergewichts-Champ Mason Dixon angeboten. Hat Rocky nochmals die Kraft, es sich selbst und allen zu zeigen?

Kritik:

Rocky ist die klassische Underdog-Geschichte. Über 50 15 Jahre ist es her, dass Sylvester Stallone zuletzt die Rolle spielte, die ihn zum großen Star gemacht hatte und eine Oscar-Nominierung bescherte. Im Gegensatz zum miserablen fünften Teil ist Rocky Balboa ein sehr guter Abschluss für die Serie. Er passt von der Stimmung her perfekt und knüpft an die beiden ersten Teile mit ihrem “Mann von der Straße”-Setting an. Rocky ist wieder ganz unten, wird von allen unterschätzt und stellt sich einer überirdisch großen Herausforderung.

Es ist teilweise eine Qual, den mittlerweile über 60jährigen Stallone zu sehen, wir es sich auf der Leinwand zu seinem Comeback schindet. Aber Rocky Balboa ist nicht nur eine klassische Box-Geschichte. Der Film hat viele ruhige Momente und Dialoge, die Stallone gut in Szene gesetzt hat. Machen wir uns nichts vor, Rocky ist eigentlich eine tote Figur gewesen. Aber Stallone hat es irgendwie geschafft, dass er dieser Figur wieder Leben einhaucht. Über die Laufzeit des Filmes entwickelt man so etwas wie Sympathie für die Figur und fiebert letztlich auch mit.

Und irgendwie muss man auch den Hut ziehen vor Stallone selbst. Gegen den Willen vieler Studiobosse zog er sein Ding durch, obwohl er für die Rolle wirklich zu alt ist. Und davor sollte man zumindest etwas Respekt haben. Rocky Balboa erfindet das Box-Genre nicht neu, ist aber ein guter Abschluss für eine große Serie, mit der ich viel Spaß hatte. Den fünften Teil lassen wir dabei besser unter den Tisch fallen.

Infos:

Titel/Originaltitel: Rocky Balboa
Herkunftsland/Jahr: USA, 2006
Länge: 120 Minuten
Kinostart: 08. Februar 2007
Regie: Sylvester Stallone
Drehbuch: Sylvester Stallone
Darsteller: Sylvester Stallone, Antonio Tarver, Burt Young
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★★☆☆☆

5 Kommentare zu “Rocky Balboa

  1. Ich werde nie verstehen, dass man den 5. Teil so schlechtreden kann. Nur weil es am Ende keinen großen Ringkampf gab? Rocky 5 zeigt eindrucksvoll den Fall zu den Wurzeln und schiebt das sozialkritische vor das kämpferische: sei es nun der Kampf um die eigene Familie oder aber der Kampf gegen die klar abgebildete Boxlandschaft der damaligen und heutigen Zeit, in der Geld alles war – der Film hat alles, was ein guter Film braucht. Und vor allen Dingen, was ein guter Rocky-Film braucht. Auch wenn Stallone selber der Film nicht gefallen hatte – ich mag ihn sehr und hätte ihn eher als Teil 6 als Abschluss genommen.

    Meine Meinung zum sechsten Teil:

    Es fehlt ein wenig der richtige Drive in der Story, irgendwie werden die Eckpunkte der Handlung simpel nacheinander abgewickelt, um am Ende dann zum Kampf der beiden Kontrahenten anzulangen. Charakterentwicklungen sind zu abrupt (Robert, Pauly nach der Entlassung) bzw. überrollen einen fast (das Verhältnis Little Marie – Rocky). In meinen Augen fast brutal überschnell werden die Trainingssequenzen abgewickelt, auch wird Rockys Rolle als Samariter (Marie, Steps) fast schon überzogen.

    Der Kampf am Ende erinnert an Teil 4 – eigentlich ist es unmöglich, sich so zu halten – vor allen Dingen wenn der Gegner dann ernst machen will und sowohl die Geschwindigkeit als auch die Schlagreichweite – abgesehen von der Kondition – auf seiner Seite hat.

    Aber wer will denn Rocky schon unter reinen wissenschaftlichen Aspekten sehen? Die Vorzüge des Films, das reizvolle, das, was wir allen an der Rocky-Filmen geliebt haben, das liegt im Detail verborgen.

    Es sind teilweise die Dialoge, die uns allen die Rocky-Mentalität wieder ins Gedächtnis rufen – ganz starke Szene: das Gespräch zwischen Rocky und Robert, als dieser sich beschwert, durch das Comeback seines Vaters noch weniger Chancen zur Entfaltung zu bekommen. Genauso gut: Maries Appell an Rocky, das zu tun, was er tuen will – „Fighters fight“.

    Es sind die Filmdetails, die die Stimmungen und Änderungen charakterisieren, wie die letzte Szene im Grab, als man im Hintergrund im Baum erkennen kann, dass der Klappstuhl verschwunden ist (nein, den haben nicht die Schoschonen vergraben… ) – das Zeichen, dass man auch im Alter noch die Hoffnung auf die Zukunft haben kann.

    Es ist auch der Rückfall in alte Sitten wie dem Vermöbeln von herumhängenden Fleisch, dem alkoholtrinkenden Pauly, der scheinbar keine Gefühle zeigen kann (was sich kurz vor dem Kampf ändert) und – Gott sei Dank – des begleitenden Soundtracks, der von „Take you back“ über das bekannte Main-Theme viele Bekanntheiten wieder hervorbringt.

    Also nur ein Rückfall in alte Zeiten?

    Nein, denn der Hauptinhalt von „Rocky Balboa“ muss genau in diese Zeit und genauso angesiedelt werden: es ist der Kampf um die innere Bestimmung, der Kampf gegen die Konventionen, der Kampf gegen den Spott der Umgebung.

    Es ist ein Mutmachfilm unter dem Deckmantel einer alten Persönlichkeit, und diese Aufgabe kann der Streifen auch erfüllen. Er ist unterhaltsam, bringt nicht nur Nostalgiker wieder zum schwärmen und bedeutet für die Kinofigur Rocky einen trotz allem würdigen Abschluss – auch wenn man erst ein bißchen an der Oberfläche kratzen muss, bevor man dies erkennen kann.

  2. gestern hab ich endlich rocky balboa gesehen. als großer rocky fan bin ich mit gemischten gefühlen ins kino gegangen. die angst dass der film so schlecht sein muss, dass er selbst mir nicht gefällt und die rocky reihe keinen guten abschluß findet verlor ich aber innerhalb der ersten sekunden als der film anfing.

    rocky danke für die zeit in der du mich begleitet hast !

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