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World Trade Center

World Trade Center

Inhalt:

Es ist der 11. September 2001, wir befinden uns in New York. Die obersten Etagen des World Trade Center stehen in Flammen. Gerüchte besagen, dass dort ein Flugzeug eingeschlagen sein soll. Nichts genaues weiß man. Seargant McLoughlin (Cage) und seine Truppe vom Police Department werden in den ersten Turm befehligt, um die Lage zu checken. McLoughlin blickt auf 21 Dienstjahre zurück und verfügt über reichhaltige Erfahrungen für Terroreinsätze und war beim Anschlag 1993 dabei. Im Turm ist das Chaos ausgebrochen, die Männer verspüren eine Druckwelle. Das Gebäude stürzt zusammen. Einzig McLoughlin und sein Kollege Jimeno (Pena) überleben verschüttet. Gemeinsam warten sie unter Bergen von Trümmern auf die Rettung. Die Zeit scheint still zu stehen.

Kritik:

Nach dem glänzenden Flug 93 ist World Trade Center der zweite Hollywood-Spielfilm zum Terroranschlag vom 11. September 2001 und dieser wird sich mit dem undankbaren zweiten Platz zufrieden geben müssen. Viel wurde im Vorfeld darüber spekuliert, dass ausgerechnet der einst so kontroverse Oliver Stone sich diesem Stoff widmet. Wenn aber selbst der rechte Flügel Stone mit Liebesbekundungen überhäuft angesichts der filmischen Aufarbeitung der jüngsten amerikanischen Schicksalsstunde, dann ahnt man schon, wie viel Stone von seinem einstigen Biss verloren hat.

Stone verkündete ja vorab schon vehement, dass World Trade Center kein politischer Film sein sollte. Er hätte ergänzen sollen, dass World Trade Center dafür ein über weite Strecken sehr langweiliger Film geworden ist. Es ist ein Film über Glauben und Hoffnung, der die immer gleichen amerikanischen Werte vermittelt. In Großaufnahmen sehen wir die Gesichte der Verschütteten, die sich so tapfer geopfert haben und sich nun gegenseitig Mut zusprechen. World Trade Center hat auch richtig gute Momente, als das Polizeiteam zum Beispiel zum Einsatzort kommt und völlig überfordert ist mit dem, was es dort sieht.

Fast schon lächerlich wird es dann beim Auftritt des Ex-Marine, der sich zunächst einen Bürstenhaarschnitt verpassen lässt und zu Gott betet, bevor er freiwillig nach New York eilt, um Hilfe zu leisten. Technisch kann sich World Trade Center durchaus sehen lassen, inhaltlich bietet er einfach zu viel heiße Luft und zu viel Leerlauf.

Infos:

Titel/Originaltitel: World Trade Center
Herkunftsland/Jahr: USA, 2006
Länge: 125 Minuten
Kinostart: 28. September 2006
Regie: Oliver Stone
Drehbuch: Andrea Berloff
Darsteller: Nicolas Cage, Michael Pena, Maria Bello, Maggie Gyllenhaal
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★☆☆☆☆☆

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