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Cars

Cars

Inhalt:

Den gefeierten Helden der Rennpiste Lightning McQueen verschlägt es in das verschlafene Wüsten-Nest Radiator Springs. Bei seiner Durchfahrt zerstört er die Hauptstraße und wird dazu verurteilt, diese wieder zu reparieren. Dadurch droht er das große Rennen zu verpassen. Der arrogante Lightning sieht sich vor eine viel zu große Aufgabe gestellt. Doch dann findet er einen ersten Freund: Den rostigen Abschleppwagen Hook. Und zu allem Überfluss verguckt sich Lightning noch in den feschen Porsche Sally. Als er dann noch herausfindet, dass der strenge Richter Doc Hudson ein einst gefeierter Rennwagen war, überdenkt er seine sture Sichtweise und erkennt, dass es mehr im Leben gibt als nur Rennen fahren.

Kritik:

Zunächst war ich nicht sicher, ob der neue Pixar-Film, der nur Autos als Protagonisten aufzuweisen hat, ein Erfolg werden kann. Aber Pixar hat es wieder einmal geschafft. Auch wenn viele Cars als etwas schwächer empfinden, ich empfand ihn ein ganzes Stück besser als Die Unglaublichen und einen kleinen Deut schlechter als Findet Nemo. Das liegt vermutlich daran, dass Cars ein eigentlich ur-amerikanisches Phänomen zum Thema hat. Das ganze Thema Route 66 erschließt sich der deutschen Bevölkerung eher weniger. Auch die relativ banale Story, die ein wenig an Doc Hollywood erinnert, gewinnt nicht gerade einen Innovationspreis.

Was Cars dann aber wieder herausragend macht ist die technische Perfektion. In Sachen Animationstechnik legt Cars die Messlatte wieder ein Stück höher. Kein anderer Film verfügt über eine so hohe Qualität, insbesondere in den tollen Panormabildern kommt dies zum Tragen. Da ist die komplette Konkurrenz chancenlos und selbst die eigenen Werke müssen sich hier hinten anstellen. Gerade zum Ende hin trumpft der Film in dem Punkt voll auf. Auch mit dem Dilemma, das sämtliche Actionsequenzen auf der Straße stattfinden müssen, meistern die Pixar Studios sehr gut. Die Rennen sprühen vor Action und die Abwechslung kommt nicht zu kurz. Ein besonderes Highlight ist das nächtliche Traktor-Erschrecken von Lightning und Hook.

Fast noch wichtiger als sonst sind die liebevollen Figuren im Film. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie gut es Pixar gelingt, menschliche Emotionen in die eigenen Figuren zu bringen. Die gesamte Bevölkerung des verschlafenen Örtchen Radiator Springs setzt auf alte Klischees auf, absolut gelungen. Der latein-amerikanische Tuning-Macho, der nahe am Wasser gebaute Feuerwagen oder der Hippy-Bulli, der im Dauert-Streit mit dem Militär-Jeep Sarge liegt. Gerade aus diesen Figuren bezieht Cars ein Großteil seines Humors. Es gibt immer mal wieder einige Passagen, die ein wenig zu lang sind, aber das lässt sich aufgrund der sonstigen Stärken verschmerzen.

Cars ist ein richtig toller Animationsfilm, der technisch im Moment das Maß der Dinge ist. Man spürt in jeder Sekunde, wie viel Herzblut das Team in den Film gesteckt hat. Wenn man nur einen Animationsfilm in 2006 schauen möchte, dann führt kein Weg an Cars vorbei.

Infos:

Titel/Originaltitel: Cars
Herkunftsland/Jahr: USA, 2006
Länge: 116 Minuten
Kinostart: 07. September 2006
Regie: John Lasseter, Joe Ranft
Drehbuch: John Lasseter, Joe Ranft, Jorgen Klubien, Dan Fogelman
Deutsche Sprecher: Daniel Brühl, Bettina Zimmermann, Rick Kavanian, Christian Tramitz, Reinhard Brock
Offizielle WebseiteIMDBTrailer
Rating:

★★★★★★★★☆☆

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