Skip to main content

Snakes on a Plane

Snakes on a Plane

Inhalt:

Als einziger Augenzeuge eines brutalen Mordes soll ein Kronzeuge von Hawaii per Linienmaschine nach Los Angeles geflogen werden, um gegen den Superverbrecher auszusagen und ihn hinter Gitter zu bringen. Während des Fluges beschützen soll ihn FBI-Agent Flynn (Jackson). Das ist auch bitter nötig, denn das Killer-Kommando hat einen Plan: Hunderte giftiger Schlangen befinden sich an Bord und werden während des Fluges frei gesetzt. Pheromone in den berühmten Blumenketten machen die Schlangen aggressiv und ziehen sie magisch an. Panik bricht unter den Passagieren aus, nur Flynn hält cool die Fäden in der Hand und räumt auf.

Kritik:

Ich war mir felsenfest sicher, dass Snakes on a Plane ganz großer Trash ist. Und nachdem ich den Film nun gesehen habe muss ich sagen: Snakes on a Plane ist ganz großer Trash, dennoch habe ich mich super unterhalten. Das liegt daran, dass der Film so ehrlich doof ist, kein Klischee auslässt und von vorne bis hinten diese berühmtem B-Movie-Charme versprüht, wies sie in den 80ern noch in Hülle und Fülle gab.

Snakes on a Plane bietet alles, was man von einem Film erwartet, der mit der saudummen Idee daher kommt, Schlangen als Mordwaffe in einem Flugzeug auszusetzen. Und freundlicher Weise wird uns dann eine lange Einführung auch erspart und es geht vom Start weg mit einem temperamentvollen Start. Und dann bleibt wirklich kein Auge trocken. Ein Paar wird beim Sex auf der Toilette erwischt, ein Mann beim Urinieren. Bisse in die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale werden mit großem Jubel vom Publikum quittiert. Kein Wunder, bekommt das Publikum doch genau das, was es selbst wollte. Die Macher ordneten Nachdrehs an, um dem Internet-Hype gerecht zu werden und entsprechend gewünschte Szenen noch einzubauen.

Natürlich darf man nicht mit Logik an das Thema gehen. Alles, was halbwegs nach gefährlicher Schlange aussieht ist im Film zu finden. Dabei ist es egal, ob die in der Realität giftig sind oder nicht. Und neben den Schlangen ist da vor allem einer: Der saucoole Samuel L. Jackson mit seinen markigen Sprüchen. Neben ihn dürfen ein paar Nebendarsteller einen bunten Mix an Nebenfiguren spielen. Da ist dann auch alles dabei, was in so einem Film benötigt wird: Ein naives Dummchen, ein mutiger Kickboxer, ein Computerfreak, ein arroganter Rap-Star und der normale Passagier mit notorischer Flugangst. Auch hier wird kein Klischee ausgelassen.

Snakes on a Plane spielt mit allen erdenklischen Genre-Klischees, das gipfelt im Tod des Piloten, der von einem Passagier ersetzt wird, der Flugerfahrung auf der PlayStation sammeln konnte. Im letzten Drittel rücken die Schlangen leider etwas in den Hintergrund und der Film wechselt seinen Focus auf die normalen Zutaten eines Katastrophenfilms. Wirklich schade, denn gerade am Anfang, als die Schlangen erstmals zuschlagen, hat der Film seine beste Phase und ist dann Party pur.

Snakes on a Plane funktioniert überraschend gut und hat etwas von einer turbulenten Trash-Achterbahnfahrt. Und ich bin überrascht, wie gut das funktioniert hat, die richtige Erwartungshaltung vorausgesetzt.

Infos:

Titel/Originaltitel: Snakes on a Plane
Herkunftsland/Jahr: USA, 2006
Länge: 105 Minuten
Kinostart: 07. September 2006
Regie: David R. Ellis
Drehbuch: John Heffeman, Sebastian Gutierrez
Original Sprecher: Samuel L. Jackson, Nathan Phillips, Rachel Blanchard, Julianna Margulies
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★★★☆☆

Kommentar verfassen