Skip to main content

Der Start ins neue TV-Zeitalter

Das haben sich die Telekomiker sicher anders vorgestellt. Für satte 50 Millionen Euro hat die Telekom die Internet-Übertragungsrechte der Fußball Bundesliga eingekauft. Für das Produkt IPTV, das am Wochenende auf Sendung gehen wird, haben sich laut Süddeutscher Zeitung satte 43 Kunden eingefunden. Damit sind mit der Produktion der Sendung auf Seiten von Premiere wohl mehr Leute beschäftigt als später überhaupt zuschauen. Offiziell will die Telekom keine Kundenzahlen bekannt geben. Verständlich wie ich finde.

Bandidas

Bandidas

Inhalt:

Ende des 19. Jahrhunderts soll eine Eisenbahnstrecke quer durch Mexiko verlegt werden. Der ruchlose Jackson (Yoakam) wird eingesetzt von einer New Yorker Bank, um sicherzustellen, dass das entsprechende Land auch Farmfrei ist. Darunter leiden auch die Familien von Maria (Cruz) und Sara (Hayek), weshalb die beiden sich verbünden und zur Rache schreiten. Den beiden helfen der abgehalfterte Cowboy Buck (Shepard) sowie der Kriminologe Quetin (Zahn). Fortan ist keine Bank mehr vor den Bandidas sicher.

Kritik:

Bandidas ist höchst anspruchsloses Popcorn-Kino, das auf den schnellen Erfolg getrimmt ist und sich dabei einfachster Mittel bedient. Für die Herren gibt es ebenso knappe wie prall gefüllte Dekolletés, die Damen freuen sich über Tritte in männliche Weichteile. Ansonsten gibt es zwei hübsche Ladies, die sich vom Tollpatsch zum Profi-Zorro wandeln. Das kann man gut finden, muss man aber ganz sicher nicht.

Die dramatischen Schlüsselszenen, die die beiden überhaupt erst auf die Vendetta schicken, werden kurz abgehandelt und wirken auch eher lächerlich als wirklich mitreißend. Wirklich überzeugend ist nur Sam Shepard, dessen Potenzial hier total verschenkt wird. Denn die beiden Hauptdarstellerinnen beschränken sich einzig und allein aufs gut aussehen. Schade drum. Da ändert dann auch der Mexiko-Hitmix nichts, der den Film ständig begleitet. Der passende Film für ein DVD-Debüt.

Infos:

Titel/Originaltitel: Bandidas
Herkunftsland/Jahr: Frankreich, 2006
Länge: 93 Minuten
Kinostart: 31. August 2006
Regie: Joachim Roenning, Espen Sandberg
Drehbuch: Luc Besson, Robert Mark Kamen
Darsteller: Penélope Cruz, Salma Hayek, Steve Zahn, Sam Shepard
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★☆☆☆☆☆

Hui Buh

Hui Buh - Das Schlossgespenst

Inhalt:

Beim Kartenbetrug im Jahre 1399 wird Ritter Balduin (Herbig) vom Blitz getroffen, bevor ihn seine Mitspieler lynchen können. Seit dem spukt er als einzig behördlich zugelassener Geist namens Hui Buh durch Schloss Burgeck. Etwa 500 Jahre später taucht König Julius auf und es ist Schluss mit lustig. Julius will die eklige Grafin zu Etepetete (Makatsch) ehelichen. Der Geist ist Fehl am Platz und soll entsorgt werden. Außerdem hat sich die Zofe Konstanzia (González) in König Julius verliebt.

Kritik:

Eine Warnung gleich vorweg. Hui Buh ist ein Film mit Bully Herbig, kein Film von Bully Herbig. Wer eine ähnliche dichte Witzdecke wie im Schuh des Manitu und Traumschiff Surprise erwartet, wird bitter enttäuscht werden. Wer seine Erwartungen vorab entsprechend runterschraubt bekommt ein nettes Gespenster-Filmchen, das vor allem Kinder begeistern wird. Die Story ist auch entsprechend überschaubar und geradlinig.

Für Erwachsene ist das zu wenig. Es fehlen Überraschungen, Ecken und Kanten. Und das ist eigentlich schade, wenn man sich die durchaus gute Besetzung anschaut. So blödelt sich Bully dem unweigerlichen Happy End entgegen, was nur mäßig lustig ist, sofern man das Kindesalter hinter sich hat. Für Grundschüler ist Hui Buh ein großer Spaß und auch nicht zu gruselig.

Infos:

Titel/Originaltitel: Hui Buh – Das Schlossgespenst
Herkunftsland/Jahr: Deutschland, 2006
Länge: 102 Minuten
Kinostart: 20. Juli 2006
Regie: Sebastian Niemann
Drehbuch: Dirk Ahner, Sebastian Niemann
Darsteller: Michael Herbig, Christoph Maria Herbst, Heike Makatsch, Rick Kavanian, Hans Clarin
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★☆☆☆☆☆☆

Sneak Preview: Mac OS X Leopard

Apple Mac OS X 10.5 Leopard

Auf der WWDC stellte Steve Jobs auch sehr viele Neuerungen zum Thema Mac OS X 10.5 aka Leopard vor. Das Ganze habe ich auch mit großem Interesse verfolgt und einige Details davon finde ich richtig klasse. Insofern ist schon jetzt die Vorfreude auf Leopard ziemlich groß.

Mit Time Machine bekommt OS X endlich eine integrierte Backup-Lösung. Dort lässt sich das komplette System inklusive Anwendungen sichern oder nur ausgewählte Teile. Die Zeit lässt sich ebenso einstellen, wie das Speichermedium. Schön ist natürlich, dass nur die jeweiligen Änderungen seit dem letzten Backup gesichert werden. Mit Time Machine wird auch die Wiederherstellung des Systems zu einem früheren Zeitpunkt möglich sein. Das ging bisher auch alles bei Mac OS X, aber nur mit Third-Party-Tools.

Apple Mail bekommt auch zahlreiche Neuerungen. Nach einem kurzen Intermezzo mit Entourage, nutze ich inzwischen wieder Apple Mail. Was Apple geritten hat, „schicke“ HTML-Templates zu integrieren wird wohl ein Geheimnis bleiben. Braucht meiner Meinung nach kein Mensch wirklich. Interessant sind dann schon eher Todos, Notizen und der eingebaute Feedreader. Diese Features ließen sich bisher nur via Third-Party-Tools einbauen. Irgendwo meine ich auch gelesen zu haben, dass Mail in Leopard eine Widescreen-Option bekommen soll mit einem dreifach gesplitteten Fenster, wie es in Entourage auch vorhanden ist.

Inzwischen nutze ich auch wieder iCal, nachdem ich mit Entourage nicht richtig glücklich wurde. Im nächsten iCal wird es sehr viele Gruppenfunktionen geben. Prinzipiell sehr schön, aber der Großteil meines Freundeskreises nutzt Windows-PCs. Insgesamt scheint sich das aber alles sehr in Richtung Exchange zu verändern. Zumal auch ein iCal-Server angekündigt ist.

iChat bekommt zahlreiche Änderungen, die mich vermutlich nicht von AdiumX weg bekommen werden. Neu sind dann noch Spaces, welches virtuelle Desktops hinzufügt (ging bisher nur über Hacks) sowie neue Features für Dashboard wie z.B. Dashcode, mit dem sich sehr schnell eigene Widgets entwerfen lassen. Entwickler freuen sich über Core Animation, mit dem sich eigene Anwendungen optisch aufpeppen lassen. Freuen wir uns schon auf Texteditoren mit sich drehenden Buchstaben.

Da einige Features noch geheim sind wird Leopard also wieder ein richtig rundes Paket werden. Und da ist es dann schon berechtigt von Vista 2.0 zu sprechen. Nicht umsonst äußern sich die Vista-Betatester etwas enttäuscht und fragen sich, was Microsoft da so lange eigentlich getan hat.