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Leipzig wie es singt und lacht. Oder: Ich bin zu alt für diese Scheiße

Games Convention 2006

Am Samstag kam ich ziemlich KO aus Leipzig von der Games Convention 2006 zurück. Ich muss mir für das nächste Jahr merken, dass es definitiv der Sache nicht zuträglich ist, am Abend vor einem beruflichen Messebesuch auf ein Open-Air-Konzert zu gehen und sich stundenlang die Beine in den Bauch zu stehen. Keine gute Ausgangslage. Mein Terminkalender war Donnerstag und Freitag relativ voll, am Mittwoch hatte ich dank Fachbesuchertag noch genug Zeit, mir alle Stände in Ruhe ohne die ganzen Abgreif-Kids anzusehen.

Ein Highlight für mich war das Eröffnungskonzert im Gewandhaus am Mittwoch. Da wurden diverse Spielesoundtrack vom FILMharmonic Orchestra Praque nebst Chor gespielt. Persönlich freute ich mich besonders auf Revenge of the Shinobi von Komponist-Legende Yuzo Koshiru. Aber auch Zelda, Shadow of the Colossus und das fantastische Dreamfall-Arrangement gefielen mir sehr gut. Definitiv ein guter Start in die Games Convention. Zu dumm, dass es für mich das erste Mal war, obwohl ich bisher bei jeder Games Convention anwesend war.

2006 waren über 183.000 Besucher vor Ort. Dazu kommen 2.600 Journalisten aus 38 Ländern bei knapp 400 Ausstellern. Alle waren zufrieden nur ich nicht. Mist! Keine PlayStation 3. Kein Nintendo Wii am Stand. Ich habe Nintendos Schmuckstück dennoch ausprobieren können. Und damit haben wir auch einen ersten persönlichen Spiele-Höhepunkt der GC 2006. Der Nintendo Wii. Es gab nicht viel zu sehen, aber das bisschen überzeugte mich schon. Nicht aufgrund der technischen Qualität, sondern einzig und allein aufgrund der innovativen Steuerung. Das muss man einfach selbst probieren. Ansonsten gab es wie immer viele Fortsetzungen. Alles bekommt eine höhere Nummer und bessere Grafik. Zu den wenigen Sachen, die mich dann doch erstaunten gehörten Crysis und Bioshock. Ersteres setzt optisch neue Maßstäbe, letzteres hoffentlich spielerisch.

Ansonsten war ich froh, dass ich an den Besuchertagen nur sehr wenig in den normalen Hallen zu tun hatte. Im Business Center ist der Service besser, das Geschrei nicht vorhanden und die Luft fast wie in einem Luftkurort. Ich bin definitiv zu alt für schreiende Kids, die sich um Schlüsselbänder schlagen. Was noch sehr schön war: Ich konnte viele Bekannte wieder treffen. Auch wenn die fast alle größer waren als ich. Der Joschi war auch da, hat aber kein Weblog. Und die Pia war auch da, aber gar nicht schüchtern sondern nur gut erzogen. Und nächstes Jahr? Werde ich wieder da sein und über qualmende Füße maulen. Bis dann.

Achja, wer noch mehr über die Spiele vor Ort lesen möchte, hier ist mein Bericht für meinen Arbeitgeber. Da habe ich auch mal ganz dreist das Logo geklaut. Schön gemacht, Tina! Fotos folgen demnächst bei Flickr.

Ein Kommentar zu “Leipzig wie es singt und lacht. Oder: Ich bin zu alt für diese Scheiße

  1. Ich war 2002 vor Ort, da war die Welt noch in Ordnung. Neue Spiele normale „Menschen“ und alles war gut.

    2005 war für mich die reinste Belastung. 1000 Kiddies die in FATBOY-Kissen rumgammeln und spielen. Die Messe ist eigentlich nichts anders als ein großes Karstadt wo Kiddys für 10 Euro Eintritt vor den Konsolen spielen dürfen.

    Wenn man nicht nach neuen Spielen sucht, kann man sich vor die Stände stellen und zusehen wie die Massen versuchen Schlüsselanhänger, Flyer oder sogar nur leere Tüten von den Promotern zu bekommen. Erinnert ein bisschen an Kölle Alaf:

    Wollt Ihr ein Bändchen ? – JAAAAAAAAAAA
    Ich kann Euch nicht hören ! – JAAAAAAAAAAA
    Ihr seit so leise ! – JAAAAAAAAAAA
    Da hab Ihr eins ?. JAAAAAAAAAAAA

    Ne ne …. da bin ich echt langsam zu alt 😀

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