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Wieder Online

Das ging ja dann doch relativ schnell und problemlos. Seit gestern läuft dieses Weblog und die von mir gehosteten bei All-Inkl. 30 Euro im Monat sparen konnte ich mir dann doch nicht entgehen lassen. Würde mich nur interessieren, ob es von der Performance irgendwelche Änderungen zu beobachten gibt.

Miami Vice

Miami Vice

Inhalt

Großes Drama für die Polizei von Miami und das FBI. Bei einem Großeinsatz kommen nicht nur drei Bundesagenten sondern auch der Informant der Polizei Miami samt Familie ums Leben. Es gibt eine undichte Stelle. Die beiden Detectives Sonny Crockett (Farrell) und Tubbs (Foxx) werden undercover in die Organisation von Drogenbaron Jesus Montoya eingeschleust und erledigen Transportaufträge für ihn, um sein Vertrauen zu bekommen. Nur Montoyas Sicherheitschef misstraut den beiden Fahndern. Als Crockett dann noch eine Affäre mit Montoyas Frau Isabella (Gong Li) eingeht, drohen die beiden aufzufliegen.

Kritik

Über weite Strecken ist Miami Vice ein echter Michael Mann. Mann trennte sich vom einstigen Pastellfarbenlook der alten Serie und macht das, womit er berühmt wurde. Ohne Vorspann startet er sofort mit der Story mit dem ihm eigenen Look. Hektische Handycam-Aufnahmen mit dem gewohnt düster-dreckigen Look. Wie üblich spielen die meisten Passagen bei Nacht, Mann liebt das Spiel mit dem Licht. Dabei ist Miami Vice dem letztjährigen Collateral gar nicht unähnlich.

Die Story ist leider der große Schwachpunkt von Miami Vice. Von Anfang an ist das Ende relativ leicht vorherzusehen, bis dahin gibt es die gewohnten Krimi-Klischees. Dies kann man halbwegs verschmerzen, da das Ganze mit einer enormen Portion Coolness serviert wird. „Männlicher“ kann ein Film kaum sein: Schnell Autos und Boote, die richtige Portion nackte Haut, zwei „ganz lockere“ Hauptdarsteller und spektakulär inszenierte Action-Sequenzen. Die Sex-Szenen hätte Mann sich übrigens schenken können. Sie versprüchen weder Erotik noch das gewisse Knistern.

Insgesamt ist Miami Vice jedoch ein ziemlich guter Thriller, von dem ich persönlich mir noch mehr erwartet hatte. Collateral macht es da eine ganze Spur besser. Wenigstens adaptierte Mann die TV-Serie nicht einfach für die Leinwand sondern verpasste dem Kult von einst eine wahre Evolution.

Infos

Titel/Originaltitel: Miami Vice
Herkunftsland/Jahr: USA, 2006
Länge: 134 Minuten
Kinostart: 24. August 2006
Regie: Michael Mann
Drehbuch: Michael Mann
Darsteller: Jamie Foxx, Colin Farrell, Gong Li
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★★☆☆☆

Trennung mit Hindernissen (The Break-Up)

Trennung mit Hindernissen (The Break-Up)

Inhalt:

Brooke (Aniston) und Gary (Vaughn) lernen sich bei einem Baseballspiel kennen und verlieben sich prompt. Sie ziehen zusammen und leben zunächst glücklich miteinander. Aber mit der Zeit kommen sich die beiden so unterschiedlichen Typen in die Haare. Es sind die kleinen Dinge, die beide so auseinander dividiert. Viele Missverständnisse und das Unvermögen, miteinander offen zu reden. Die beiden trennen sich und können sich nicht darüber einigen, wer die schöne Wohnung behalten darf. Er zieht ins Wohnzimmer, sie ins Schlafzimmer. Ein unerbitterlicher Rosenkrieg bricht aus, obwohl beide doch eigentlich das Gleiche wollen.

Kritik:

Aus der Geschichte hätte man eigentlich etwas brauchbares machen können. Umso trauriger, dass dies völlig verschenkt wurde. Für eine Komödie ist der Film einfach nicht witzig genug, für ein Drama fehlt der Tiefgang. Es werden nur die gängigen Klischees zwischen Männern und Frauen abgefeiert. Die beiden Hauptdarsteller machen ihren Job, leider machen sie ihn nicht besonders gut. Die Chemie zwischen beiden stimmt zu keiner Zeit, beide wirken von Anfang nicht wie ein Paar, dem man auf Dauer Glück wünschen würde.

Wie man es deutlich besser macht zeigt eigentlich jede Folge von King of Queens oder der ultimative Klassiker zum Thema: Der Rosenkrieg. Merken wir uns doch einfach für die Zukunft: Wo die Namen Jennifer Aniston oder Vince Vaughn drauf stehen, ist selten etwas Gutes drin. Selten passte das besser als auf Trennung mit Hindernissen. Zugegeben, das Ende hat mich dann doch etwas überrascht. Nicht gerade typisch für Hollywood und stimmt mich dann letztlich auch gnädig.

Infos:

Titel/Originaltitel: Trennung mit Hindernissen/The Break-Up
Herkunftsland/Jahr: USA, 2006
Länge: 105 Minuten
Kinostart: 10. August 2006
Regie: Peyton Reed
Drehbuch: Jay Lavender, Jeremy Garelick
Darsteller: Jennifer Aniston, Vince Vaughn
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★☆☆☆☆☆☆

Leipzig wie es singt und lacht. Oder: Ich bin zu alt für diese Scheiße

Games Convention 2006

Am Samstag kam ich ziemlich KO aus Leipzig von der Games Convention 2006 zurück. Ich muss mir für das nächste Jahr merken, dass es definitiv der Sache nicht zuträglich ist, am Abend vor einem beruflichen Messebesuch auf ein Open-Air-Konzert zu gehen und sich stundenlang die Beine in den Bauch zu stehen. Keine gute Ausgangslage. Mein Terminkalender war Donnerstag und Freitag relativ voll, am Mittwoch hatte ich dank Fachbesuchertag noch genug Zeit, mir alle Stände in Ruhe ohne die ganzen Abgreif-Kids anzusehen.

Ein Highlight für mich war das Eröffnungskonzert im Gewandhaus am Mittwoch. Da wurden diverse Spielesoundtrack vom FILMharmonic Orchestra Praque nebst Chor gespielt. Persönlich freute ich mich besonders auf Revenge of the Shinobi von Komponist-Legende Yuzo Koshiru. Aber auch Zelda, Shadow of the Colossus und das fantastische Dreamfall-Arrangement gefielen mir sehr gut. Definitiv ein guter Start in die Games Convention. Zu dumm, dass es für mich das erste Mal war, obwohl ich bisher bei jeder Games Convention anwesend war.

2006 waren über 183.000 Besucher vor Ort. Dazu kommen 2.600 Journalisten aus 38 Ländern bei knapp 400 Ausstellern. Alle waren zufrieden nur ich nicht. Mist! Keine PlayStation 3. Kein Nintendo Wii am Stand. Ich habe Nintendos Schmuckstück dennoch ausprobieren können. Und damit haben wir auch einen ersten persönlichen Spiele-Höhepunkt der GC 2006. Der Nintendo Wii. Es gab nicht viel zu sehen, aber das bisschen überzeugte mich schon. Nicht aufgrund der technischen Qualität, sondern einzig und allein aufgrund der innovativen Steuerung. Das muss man einfach selbst probieren. Ansonsten gab es wie immer viele Fortsetzungen. Alles bekommt eine höhere Nummer und bessere Grafik. Zu den wenigen Sachen, die mich dann doch erstaunten gehörten Crysis und Bioshock. Ersteres setzt optisch neue Maßstäbe, letzteres hoffentlich spielerisch.

Ansonsten war ich froh, dass ich an den Besuchertagen nur sehr wenig in den normalen Hallen zu tun hatte. Im Business Center ist der Service besser, das Geschrei nicht vorhanden und die Luft fast wie in einem Luftkurort. Ich bin definitiv zu alt für schreiende Kids, die sich um Schlüsselbänder schlagen. Was noch sehr schön war: Ich konnte viele Bekannte wieder treffen. Auch wenn die fast alle größer waren als ich. Der Joschi war auch da, hat aber kein Weblog. Und die Pia war auch da, aber gar nicht schüchtern sondern nur gut erzogen. Und nächstes Jahr? Werde ich wieder da sein und über qualmende Füße maulen. Bis dann.

Achja, wer noch mehr über die Spiele vor Ort lesen möchte, hier ist mein Bericht für meinen Arbeitgeber. Da habe ich auch mal ganz dreist das Logo geklaut. Schön gemacht, Tina! Fotos folgen demnächst bei Flickr.