Skip to main content

Thumbsucker

Thumbsucker

Inhalt:

Teenager Justin (Pucci) lutscht am Daumen. Was für seine Mutter (Swinton), die in einer Promi-Suchtklinik arbeitet kein Problem ist, ist für seinen strengen Vater (D’Onofrio) das Ende des Abendlanders. Justins Zahnarzt auf Esoterik-Trip (Reeves) verpasst dem Teenie eine Hypnose-Therapie. Das Ganze hilft nicht und so nimmt Justin seine Zukunft selbst in die Hand. In der Schule wird er als hyperaktiv eingestuft und bekommt entsprechende Psychopharmaka. Dadurch kommt er zwar vom Daumenlutschen los, seine Persönlichkeit verändert sich aber zusehends. Der einst introvertierte Justin wird der König des Debattier-Clubs und verliebt sich in die rebellische Rebecca (Garner). Er sammetl seine ersten sexuellen Erfahrungen und probiert Drogen aus.

Kritik:

Fast schon typisch für einen Indiefilm liefert Thumsucker eine schon oft gesehene „Coming of Age“-Geschichte. Zugegeben, die Inszenierung von Mike Mills, der seine Wurzeln in der Werrbung hat, ist erfrischend und die Besetzung ist sowieso über jeden Zweifel erhaben. Selbst in den Nebenrollen stecken nur gute Schauspieler. Mein persönliches Highlight war Keanu Reeves in der Nebenrolle als esoterisch angehauchter Zahnarzt. Aber ich konnte mir nicht helfen, zwischen den richtig coolen Szenen, die auch viel Wortwitz versprühen, war mir einfach zu viel Langeweile.

Thumbsucker war mir zu gewollt anders. Der Film schrie mir 96 Minuten „Ich bin anders, hab mich lieb“ entgegen. Und was mich letztlich gestört hat ist die nicht klar formulierte Botschaft des Filmes. Nachdem Justin sein Retalin absetzt raucht er Crack. Und nun? Führt die Einnahme legaler Medikamente zu Drogenkonsum? Machen Drogen – egal ob legal oder illegal – bessere Menschen? Oder sollte es doch eher eine Kritik am leichten Umgang mit solchen Medikamenten sein. Was immer es auch sein sollte, etwas mehr Klarheit wäre wünschenswert gewesen. Immerhin, der Soundtrack ist ziemlich gut.

Titel/Originaltitel: Thumbsucker
Herkunftsland/Jahr: USA, 2005
Länge: 96 Minuten
Kinostart: 05. Oktober 2006
Regie: Mike Mills
Drehbuch: Mike Mills
Darsteller: Lou Taylor Pucci, Tilda Swinton, Vicent D’Onofrio, Keanu Reeves, Vince Vaughn, Kelli Garner
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★☆☆☆☆☆

4 Kommentare zu “Thumbsucker

  1. Ich habe den Film auch gesehen und muss gestehen, dass ich dem Autor vollkommen zustimme. Meiner Meinung nach, ist die Botschaft der Geschichte entweder sehr gut verborgen oder fehlt komplett (was ich eher behaupten würde).

  2. Der Kritik kann ich eigentlich ganz gut zustimmen.
    Aber sag mal: warum gibt’s bei Dir jetzt ein Bewertungssystem von 0 bis 10 und nicht mehr die Schulnoten?!

  3. Weil Schulnoten eigentlich total untypisch sind. Ich kenne es eigentlich nur aus dem Cinemaxx-Forum und da kann ich die bei Bedarf ja ergänzen. Neuerdings vote ich ja auch in der IMDB mit und da ist auch Zehner-System gefragt.

Kommentar verfassen