Skip to main content

Terminplanung 2.0

Ich kenn das noch. Meine Eltern hatten früher einen Kalendar in der Küche hängen, den es jedes Jahr von der örtlichen Lotto-Annahmestelle gab. Das war ein sehr schmaler, dafür umso längerer Kalender. Es durfte auch nur dieser Kalender sein, denn jeder andere hätte die typische und sehr deutliche Verfärbung der Tapete verraten. Dort standen dann die Geburtstage von sämtlichen Tanten und ähnlich wichtigen Verwandten. Außerdem natürlich die Mitgliedeversammlung der örtlichen Volksbank, die nur wegen des kostenlosen Essens interessant war, den Rest der Veranstaltung (dummerweise vor dem Essen) ertrug man hungernd. Das Erscheinen direkt zum Essen wurde immer als „nicht statthaft“ angesehen. Peinlich war es damals, als die Lottoannahmestelle diesen Kalender nicht mehr hatte. Es gab keine gute Erklägung für diesen langen, hellen Streifen auf der Tapete. So war das früher.

Heute ist das anders. Da sagt man dann „Hey Schatz, sharst du mal deinen Google-Calendar mit mir?“. Da dragt man sich gegenseitig Termine in die Planung und optimiert das Zeitmanagement. Terminplanung 2.0. So ist das heute.

3 Kommentare zu “Terminplanung 2.0

  1. Das Ding heißt übrigens KelendEr, wenn ich mich richtig erinnere 😉
    Und ich hab noch nen ganz altmodischen aus Papier.

  2. @Sharbe: Sehe das in vielen Bereichen auch eher problematisch. Gerade Google Checkout z.B. ist etwas was mir ein wenig Sorgen macht.

    @Yvonne: Stimmt natürlich, kommt davon, wenn man so viel englisch schreibt. Ich habe auch einen aus Papier, genauso wie ich einen ganz normalen Notizblog habe. Aber mal angenommen wir beide müssten Termine planen, dann hilft ein Buch aus Papier eben nichts. Ich kann deine Termine von hier nicht sehen und dir auch keine Anmerkungen ranheften, oder?

Kommentar verfassen