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Das Omen – 666

Das Omen � 666

Zugegeben, man darf sich durchaus darüber streiten, ob eine Neuverfilmung von Das Omen wirklich sein muss. Machen wir uns jedoch nichts vor, der Film ist von 1976 und für die heutige Generation aus optischen Gründen schon uninteressant. Da ist es durchaus in Ordnung eine zeitgemäße Neufassung ins Kino zu bringen, vor allem wenn sie so dicht am Original ist.

US-Politiker Robert Thorn (Liev Schreiber) und seine Frau Katherine (Julia Stiles) freuen sich auf ihren Nachwuchs. Doch bei der Geburt in einem römischen Krankenhaus kommt das Kind tot zur Welt. Robert nimmt das Angebot eines Priesters an und so nimmt ein neugeborenes Waisenkind die Stelle des toten Babies ein. Seiner Frau Katherine erzählt er aus Rücksicht nichts davon. Damien (Seamus Davey-Fitzpatrick) wächst heran und mysteriöse Unfälle ereignen sich. An seinem fünften Geburtstag zum Beispiel nimmt sich sein Kindermädchen spektakulär das Leben. An ihre Stelle rutscht das merkwürdige Kindermädchen Ms. Baylock (Mia Farrow). Robert bekommt indes Besuch von Priester Brennan (Pete Postlethwaite), der ihm das erste Mal die Geschichte erzählt, dass Damien der Sohn des Teufels ist. Und so komisch es klingt, diese Geschichte scheint sich zu bewahrheiten.

Die Neuverfilmung von Das Omen hat mich positiv überrascht. Und das obwohl es nichts gibt, was die Originalversion nicht auch schon hatte. Regisseur Moore hat sich ziemlich eng an die Vorlage gehalten und peppt das Ganze nur ein wenig auf, um es dem heutigen Zeitgeist anzupassen. Aktuelle zeitliche Einflüsse, ein jüngeres Ehepaar, das sind dann aber auch schon alle Neuerungen. Die Musik kann sogar mit dem genialen Original-Soundtrack mithalten. Der inzwischen leider verstorbene Goldsmith wurde durch seinen eigenen Schüler Beltrami ersetzt und der liefert eine gelungene Arbeit ab.

Getragen wird der Film von einem genial agierenden Kinder-Darsteller. Selten sah ein Kind Furchterregender aus. Wenn man mit dem Gedanken spielt Nachwuchs haben zu wollen sollte man das Omen vielleicht besser auslassen. Davon ab ist Das Omen ein sehr spannender Thriller, der heute natürlich nicht mehr so schocken kann, wie noch in den 70ern. Die Todessequenzen sind immer noch recht brutal, aber nach der Final-Destination-Reihe ist man so etwas im Mainstream-Kino gewohnt.

Von der Besetzung her gefallen am meisten die Nebenrollen. Pete Postlethwaite und Mia Farrow können hier deutlich mehr überzeugen als der kantige Liev Schreiber und die total überforderte Julia Stiles in den Hauptrollen. Dafür ist die Optik des Films wirklich genial. Der spärliche Einsatz von Farben lässt den Film zeitweise extrem kalt und düster aussehen. Überhaupt gefällt die komplette Inszenierung. So schafft das Remake es doch tatsächlich zu einem richtig guten Horror-Thriller zu werden, der seine Existenzberechtigung hat. Denn obwohl ich das Original kenne habe ich mich einige Male richtig erschrocken.

Fazit: Gutes Remake eines Horror-Klassikers.

Rating:

★★★★★★☆☆☆☆

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