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Alibi (Lies & Alibis)

Alibi (Lies & Alibis)

Alibi ist einer dieser Filme, wo es mir schwer fällt, die passenden Worte zu finden und wo ich mich wirklich zwingen muss, etwas zu schreiben. Eigentlich zu belanglos, zu wenig witzig und eigentlich auch schon fast wieder vergessen. Dabei sind sowohl die Grund-Idee als auch einige Szenen wirklich gelungen und witzig. Abseits davon gibt es aber so viel bessere Kost in diesem Genre.

Wie der Film uns weismachen will betrügt einer von vier Männern seine Frau und eine von zehn Frauen ihren Mann. Und das würden noch mehr Leute machen, wenn sie nur nicht Angst davor hätten erwischt zu werden. Und genau hier setzt Ray Elliots (Steve Coogan) Geschäftsidee an. Er liefert den Leuten ein Alibi, die mal gehörig die Sau rauslassen wollen. Einzige Ausnahme: Keine Alibis für Verbrechen. Neu dabei ist Lola (Rebecca Romijn). Eines Tages bringt ein Klient (James Marsden) beim Sex seine Geliebte (Jamie King) um. Und nun machen alle Jagd auf Ray: Der Freund des Opfers (John Leguizamo), der Vater des Klienten (James Brolin), ein mormonischer Killer (Sam Elliot) und die frustrierte Ehefrau Adelle (Selma Blair). Was bleibt Ray also anderes übrig, als sich selbst im Sinne der Fima zu helfen. Wenigstens Lola hilft ihm.

Das Problem von Alibi ist, dass der Film gerne so cool wäre wie Ocean’s Eleven, aber zu keiner Zeit auch nur ansatzweise in die Klasse kommt. Wenn George Clooney und Brad Pitt auf die Leinwand kommen, dann versprüht das Coolness. Das Duo Steve Coogan und Rebecca Romijn sieht zumindest auf der weiblichen Seite sehr lecker aus, aber das war es dann eben auch. Steve Coogan mag in England ein großer Komiker sein, in diesem Film ist er aber latent überfordert.

Das ist übrigens auch über weite Strecken der Zuschauer, was an der verworrenen Geschichte liegt, die unbedingt mit einem „Na gucke Mal“-Ende aufwarten muss. Mir ging es irgendwann auf den Geist, wer da wen verarschen will. Überhaupt hat der Film viel zu viel blasse Charaktere. Auch hier sei ein Vergleich zu Ocean’s Eleven erlaubt. Das große Vorbild hat auch sehr viele Charaktere, jeder von ihnen hat aber einen gewissen Charme und auch den nötigen Platz. Hier hätten sich die Macher etwas mehr abschauen soll.

Alibi hat auch einige witzige Szenen, für einen ganzen Film ist dies aber eindeutig zu wenig, dazwischen ist einfach zu viel Langeweile. So verwundert es nicht, dass der Film schon länger fertig beim Verleih liegt und auf den Kino-Release wartet. Das hätte man sich zugunsten einer DVD-Veröffentlichung wirklich sparen können. Es fehlt einfach an Witz, Charme und Cleverness.

Fazit: Unausgegorene Gangster-Komödie.

Rating:

★★★★☆☆☆☆☆☆

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