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American Dreamz

American Dreamz

American Dreamz ist ein ungemein mutiger Film. Es wundert mich nicht, dass dieser Film in den USA dermaßen gefloppt ist. Das liegt wohl daran, dass der Film gekonnt zwei uramerikanische Dinge aufs Korn nimmt: Die TV-Show American Idol (US-Pendant zu Deutschland sucht den Superstar) und die amerikanische Regierung um Präsident George W. Bush. Und mit dieser Art Satire haben offensichtlich viele Amerikaner ein Problem.

Der Showmaster Martin Tweed (Hugh Grant) moderiert die Erfolgsshow American Dreamz. Trotz überzeugender Quoten will er neuen Schwung in die Show bringen. Daher begibt sich seine Casting-Crew nach neuen Talenten auf die Suche quer durch die USA. Sie finden das blonde Dummchen Sally (Mandy Moore) und den Araber Omer (Sam Golzari). Omer wurde zuvor jedoch als Schläfer in die USA geschickt. Da der Präsident der Vereinigten Staaten (Dennis Quaid) von seinem hinterlisten Berater (Willem Dafoe) auf einer PR-Tour geschubst im Finale den Sieger küren soll, wird Omer als lebende Bombe ins Finale geschickt.

American Dreamz ist mehr eine böse Satire als eine Komödie, wie man sie von Paul Weitz erwarten würde. Weitz, der sich bei mir mit Filmen wie About a Boy oder Reine Chefsache beliebt gemacht hat, enttäuschte mich mit American Dreamz dann doch etwas. Nicht, dass der Film nicht witzig wäre. Es wird reichlich an Situationskomik und Wortwitz geboten. Gerade die vielen Anspielungen auf die unzulängliche US-Regierung und den heutigen TV-Wahnsinn haben mir gut gefallen. Die Besetzung mit Dennis Quaid und Willem Dafoe könnte kaum besser sein. Aber irgendwie habe ich mir doch etwas mehr erwartet. Denn wenn man den groben Plot gelesen hat, dann wird es doch irgendwie langweilig.

Wo Filme wie About a Boy auf vielen Ebenen funktionieren ist American Dreamz eben leider nur witzig und manchmal mir eine Spur zu albern. Vielleicht ein typischer Fall von falscher Erwartungshaltung.

Fazit: Lustige Medien- und Politsatire.

Rating:

★★★★★☆☆☆☆☆

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