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The Da Vinci Code – Sakrileg

The Da Vinci Code - Sakrileg

Die Karriere von Dan Brown ist beispiellos. Er ist nicht mal ein herausragender Autor, schafft es aber mit seinen interessanten Verschwörungstheorien wirklich gute Popcorn-Thriller zu schreiben, die den Nerv der Leser zu treffen scheinen. Ein Phänomen ähnlich faszinierend wie die Verkaufsrekorde der Harry-Potter-Romae. Hollywood mag dann natürlich gerne ein Stück vom gigantischen Kuchen haben und versucht sich mit einem großen Budget an einer adäquaten Verfilmung.

Rekapitulieren wie die Story. Robert Langdon (Tom Hanks), Professor für Symbologie an der Harvard-Universität, hält einen Vortrag in Paris, als ihn die Staatspolizei als Berater zu einem mysteriösen Mordfalles hinzuzieht. Der Kurator des Louvre, Jacques Sauniere (Jean-Pierre Marielle), wurde tot mit einem in seine Brust eingeritzten Pentragramms aufgefunden. Die Art und Weise des Mordes stellt alle Beteiligten vor große Rätsel. Polizei-Inspektor Bezu Fache (Jean Reno) vermutet mit Langdon bereits den Mörder gefunden zu haben. Langdon flieht mit der Code-Expertin Sophie Neveu (Audrey Tautou), die gleichzeitig die Enkelin von Sauniere ist. Sie wollen Langdons Unschuld beweisen und den wahren Mörder finden. Behilflich ist ihnen dabei Sir Leigh Teabing (Ian McKellen). Die Lösung des ersten Rätsels führt die beiden auf eine gigantische Schnitzeljagd an dessen Ende die Lösung um das Geheimnis des Heiligen Grales liegt.

Die bitterbösen Kritiken sind aber extrem übertrieben

Die volle Faszination der Geschichte entfaltet sich natürlich für Leute, die sich nicht besonders gut mit der Materie auskennen und bestenfalls auch nicht das Buch kennen. So vermischt Brown doch gekonnt einige alte Leichen im Keller der Kirche mit ein bisschen Fiktion um eine große Verschwörung einer ohnehin nicht unumstrittenen Gruppierung zu konstruieren. Aber auch abseits dessen weiß die turbulente Schatzsuche zu gefallen. Ein wenig werden Erinnerungen wach an den mittelmäßigen Vermächtnis der Tempelritter oder gar an Indiana Jones. Es ist eben alles nur ein Stück weit mehr in einem realistischen Setting.

Ron Howard hat es geschafft das Tempo des Filmes meist sehr hoch zu halten, ohne aber dabei zu vergessen, die komplexen Theorien adäquat zu erklären. Die zahlreichen Rückblenden heben sich optisch vom Film ab und erklären sehr schön den historischen Background. Kenner des Buches werden allerdings eher gelangweilt werden, denn der Film ist eine ziemlich genaue Nacherzählung des Buches. Überraschungen fehlen da natürlich vollends und ich wage zu bezweifeln, dass sich hier großartig Spannung aufbauen kann.

Von der Besetzung her ist der Film tadellos, Da Vinci Code liest sich fast wie ein who is who in Hollywood. Und mit ein bisschen guten Willen wurde für jede Figur auch ein passendes Gegenstück gefunden. Tom Hanks wirkt ein wenig blass, dafür brillieren Ian McKellen und Paul Bettany als finster-böser Killer Silas. Insgesamt kann der Film dem unheimlichen Hype natürlich nicht gerecht werden. Die bitterbösen Kritiken sind aber extrem übertrieben und wirken so eher wie Profilierungssucht und Nachtreten ob der nicht gegebenen Pressevorführungen.

Fazit: Handwerklich einwandfreie Umsetzung des beliebten Romanes mit Top-Besetzung.

Rating:

★★★★★★★☆☆☆

4 Kommentare zu “The Da Vinci Code – Sakrileg

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