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Ollywood-Reporter #16: Familien in Deutschland

Mutter oder Karrierefrau? Oder doch beides? Eine recht wirre Folge, aber ein doch so wichtiges Thema. Eure Meinung interessiert wie immer! Der erwähnte SpOn-Artikel ist hier zu finden.

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4 Kommentare zu “Ollywood-Reporter #16: Familien in Deutschland

  1. Ja, das ist ein echtes Streitthema! Ich kenne das selber: Jerry und ich werden auch hin und wieder vom einigen Leuten angesprochen wann wir denn endlich(!) Kinder haben möchten. Das ist aber bei uns in unabsehbarer Zeit kein Thema. Aber manche sehen das bei einem jungen Pärchchen, das eine längere Beziehung hat, als selbstverständlich an. Fast so als wenn es ein ganz normales MUSS Kinder zu bekommen, dabei hat Jerry’s Schwester die Sollquote ja schon erfüllt um den Familienstammbaum zu erhalten.

  2. Tja, das Thema geht ja derzeit echt durch die Medien. Wir kommen ja nun gerade aus Schweden wo es scheinbar kein Problem ist auch schon mit 25 die ersten Kinder zu bekommen. So viele junge schwangere Frauen „auf einen Haufen“ habe ich noch nie gesehen. Dort haben Kinder aber auch schon ab dem 1. Lebensjahr einen Anspruch auf einen Platz in der Vorschule. Die staatliche Förderung ist also viel besser als hier.

    Wir überlegen ja auch so langsam mal Kinder zu bekommen. 33 bzw. 28 ist dafür ja ein angemessenes Alter. Aber wenn man immer wieder Schauergeschichten hört welche Nachteile sich dadurch ergeben können. Erst mal fällt ein Einkommen weg, dann ist nicht 100%ig klar ob man nach der Babypause (egal ob Mann oder Frau) einfach wieder so in den Betrieb eingegliedert werden kann. Inzwischen werden ja in vielen Bereichen Mutterschaften anscheinend zur „natürlichen Fluktuation“ dazugerechnet.

    Derzeit fällt es schwer sich vorzustellen auf eines unserer beiden Einkommen zu verzichten. Klar, „irgendwie gehen“ würde es sicherlich schon. Aber wenn man eine doch relativ hohe finanzielle Belastung hat (Eigenheim-Kredit), ist die Entscheidung GEGEN ein Kind schneller gefallen als dafür.

  3. Für mich ist das eine nicht durchführbare Sache. Ich hätte gern ein Kind .. mit fast 27 sicher auch nicht so das Problem … nur als ständiger Single .. wo soll ich das Kind hernehmne ? und wenn dann mal kurz ein Mann da ist .. will der auch nicht mal eben spontan ein Kind … und als Halbtagserziehrin ? woher nehmen und nicht stehlen ? ich kann das Kind ja nicht in Zeitungspapier wickeln und stillen geht auch nicht. Ja seit „Tsotsi“ weiß ich das es auch dafür eine Lösung gibt .. aber so hab ich mir das nicht vorgestellt. Naja .. also muss ich wohl oder über drauf verzichten …. !

  4. Ich habe ein Kind! Mein kleiner Mann ist mittlerweile schon 6 Jahre. Alleinerziehende Mutter! Ein steiniger und schwieriger Weg. Nicht grad ohne. Als Frau einen Mann an ihrer Seite zu haben ist was Wunderbares, denn ich weiß wie es ist alleine ein Kind groß zu ziehen. Als ich René bekommen habe war ich 22 und noch im ersten Ausbildungsjahr zur Steuerfachangestellte. Meine Ausbildung hab ich nach 15 Monaten Babypause weiter gemacht. Ohne Mann ABER mit meiner Mama. Mama hat auf ihn aufgepasst und ihn mir abgenommen ohne wenn und aber. In der Ausbildungspause hatte ich genug Geld, denn es gab zu Sozialhilfe und Kindesunterhalt noch das Erziehungsgeld, das war nicht schlecht, da ich jeden Monat/24Monate lang 600 DM mehr hatte. Geldprobleme gab es zu dieser Zeit nicht. Schwieriger wurde es als ich meine Ausbildung weiter gemacht hatte. Keine Sozialhilfe mehr. Denn es war ja die „Erstausbildung“. Auf einmal war das Geld weg und kein Amt konnte mir helfen. Der Kindergarten wurde zwar dann vom Jugendamt übernommen aber das war es auch. Die Ausbildung habe ich zu Ende gebracht. Abschlussprüfung mit na sehr guten drei!! Ich bin stolz auf mich und ich weiß dass ich das Recht auch dazu habe.

    Ich werde oft gefragt, ob ich irgendwann noch mal ein zweites Kind haben möchte. Meine Antwort ist klar: ja ABER nur wenn mein Mann die Elternzeit nimmt. Ich nicht noch mal. Ich bin jetzt dran ein wenig Karriere zu machen, mich selbst zu verwirklichen. Zurzeit arbeite ich wieder Vollzeit. Ja, alles ist mach bar. Aber um welchen Preis? René ist vormittags im Kindergarten und mittags fährt er zur Tagsmutter. Er geht um 8 Uhr aus dem Haus und Heim kommen wir erst gegen 18 Uhr. Ein langer Tag.

    In Deutschland heißt es „Rabenmutter“ in Frankreich ist so was normal.

    Man kann als Paar alles schaffen, wenn man wirklich will und als Alleinerziehende auch, zwar mit mehr Kraftaufwand aber nichts ist unmöglich.

    Als Frau hat man es nicht einfach; man bringt nach neun Monaten Sodbrennen und Kugelbauch unter stundenlangen Schmerzen ein winziges Wesen zur Welt, ein hilflosen Nesthocker, der mindestens zwanzig Jahre lang ernährt, versorgt und bereut werden muss. Will Frau sich das antun?

    Ernährung, Versorgung und Betreuung alles geht ins Geld. Spätere Klassenfahrten und Sportverein nicht mitgerechnet.

    Das neue Elterngeld soll es ab dem 1. Januar 2007 geben. Bis zu 14 Monate lang werden Mütter oder Väter, die für die Kinderbetreuung im Beruf aussetzen, 67 Prozent des Nettoeinkommens erhalten. Gezahlt werden allerdings höchstens 1800 Euro monatlich. Das heißt, dass bis zu einem Nettogehalt von gut 2600 Euro die jungen Familien keine Einkommensverluste haben sollten.

    Das ist auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber machbar. Das Kindergeld kommt ja auch noch dazu. Okay es sind nur 154€ für das erste Kind aber besser als nichts.

    Kinder sind was Wunderbares. Durch René habe ich wieder gelernt auf meine Umwelt zu achten. Es gibt kein größeres Glück als ein Kind auch wenn der Weg steinig ist.

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