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Mission Impossible 3

Mission Impossible 3

Es wird hier keine Diskussion über die durchaus streitbare Person des Tom Cruise geben. Mir ist es völlig egal, was er in seiner Freizeit macht. Von mir aus kann er sich den Hintern mit Erdnussbutter einreiben und kleine Kinder essen – überspitzt formuliert. Mit Mission Impossible 3 ist er jedenfalls wieder in einem sehr erfolgreichen Franchise zu sehen. Lange hat es gedauert, nach vielen Problemen wurde mit J.J. Abrams ein neuer Regisseur verpflichtet. Im Kino ist Abrams bisher unbekannt, mit den TV-Serien LOST und Alias konnte er sich aber bereits einen Namen erarbeiten. Mit dem neuen Regisseur wollte man der Figur des Ethan Hunt mehr Tiefe geben.

Es ist Ruhe eingekehrt ins Leben des Ethan Hunt (Tom Cruise). Inzwischen ist er nur noch als Ausbilder für die Impossible Mission Force tätig und steht kurz davor, seine Freundin Julia (Michelle Monaghan) zu ehelichen. Doch dann bekommt Ethan den Auftrag, seine Schülerin Lindsey (Keri Russell) zu retten. Ethan und sein Team begeben sich auf die gefährliche Rettungsmission, die verheerend endet. Verantwortlich für das Desaster ist der berühmte Waffenhändler Owen Davian (Philip Seymour Hoffman). Ethan und sein Team mit u.a. dem bekannten Luther (Ving Rhames) machen sich auf die Jagd nach Davian. Doch alles ist noch eine Spur komplizierter.

Gute Unterhaltung mit den üblichen Logikfehlern

Jeder Film der Mission-Impossible-Reihe hat eine völlig andere Richtung eingeschlagen. Teil 1 von Brian de Palma hatte eine verschachtelte Geschichte und lag eher im Thriller-Fach. John Woo machte aus dem zweiten Teil ein furioses Zeitlupen-Actionfeuerwerk. J.J. Abrams dreht die Richtung wieder etwas. Mission Impossible 3 fühlt sich ein wenig an wie eine überlange Folge Alias, nur eben mit anderen Schauspielern und größerem Budget. Allein die Eröffnung ist für Alias-Kenner nichts Neues. Eine dramatische Szene, die eigentlich erst am Ende passiert sehen wir zum Einstieg. Danach ist die Richtung vorgegeben: Wie kam es dazu und wie wird es dann anschließend gelöst. Eine durchaus clevere Entscheidung, da es so gleich mit einem Paukenschlag losgehen kann.

Ansonsten verlieh Abrams der Hauptfigur Ethan Hunt tatsächlich mehr Tiefe. So setzt man sich zunächst mit der Problematik auseinander, wie so jemand Agentenjob und Privatleben und Beziehung wohl unter einen Hut bringt. Die Entführung seiner Frau treibt Hunt dann auch an die Grenzen des Zumutbaren, was von Cruise auch entsprechend transportiert wird. Großartig sein Gegenpart Philip Seymour Hoffman. Er hat zwar so gut wie keine Szenen alleine und auch sonst hat er nicht viel Leinwandzeit. Aber in diesen kurzen Momenten gelingt es Hoffman so unheimlich diabolisch zu wirken. Eine großartige Wahl für den unbarmherzigen Gegner. Nur sehr schade, wie leicht am Ende alles vorbei ist. Die Nebenrollen haben kaum Leinwandzeit, sind aber wirklich gut besetzt.

Machen wir uns jedoch nichts vor. In erster Linie geht es in den „M:I“-Filmen um bombastische Action und die gibt es auch im dritten Teil. Wie beim Konkurrent James Bond geht es von einem exotischen Ort zum nächsten, um dort jeweils ein kleines Feuerwerk abzubrennen. Dabei wird selbst vor dem Vatikan nicht Halt gemacht. Und wer sich schon immer darüber geärgert hat, dass solche Filme eine banale und oft haarsträubende Story haben, der wird hier doppelt auf seine Kosten kommen. Denn die Auflösung um die ominöse Hasenpfote, um die es im Film gibt, fand ich wirklich gelungen. Ärgerlich ist jedoch, dass es wieder mal einen Maulwurf gibt und dieser selten so einfach auszumachen war wie hier. Das kann Mr. Abrams aber um Längen besser.

Insgesamt gesehen war ich doch sehr überrascht, wie schnell die 135 Minuten dann doch um waren. Gute Unterhaltung mit den üblichen Logikfehlern, aber wer sich darüber aufregen kann ist sowieso im falschen Film. Für mich der bisher beste Teil der Reihe, der einige neue Elemente mitbringt aber auch genug Referenzen hat, wie die sich selbst zerstörenden Briefings oder die Latexmasken.

Fazit: Unterhaltsames und actionreiches Popcornkino mit den üblichen Logikschnitzern.

Rating:

★★★★★★★★☆☆

8 Kommentare zu “Mission Impossible 3

  1. Na ja… ich bin ja nicht so der Tom Cruise Fan, aber wenn Du jemals Fotos von Johnny Depps Hintern findest, ganz egal, in welchem Zustand… Du weißt, wo Du sie los werden kannst 😉

  2. Im Abspann erscheint unter „Special Thanks“ als allerletzter Name: Special Thanks to the „Hanso Foundation„. Warum enthält man diese wichtige Information in diesem Artikel vor? Welches Netzwerk am Theorien um Lost wird daraus gesponnen werden?

    Übrigens, verehrte Damen hier, ist bei der übrigen Körperbehaarung von Tom Cruise nicht davon auszugehen, dass er gerade am Popo keine hat. Diese vermengt mit Erdnussbutter … *würg* … ich möchte es mir nicht vorstellen … aber jeder das ihrige … wohl bekomms!

  3. Ach wie schön, dass mal eine Filmkritik so zu Diskussionen führt, auch wenn sie nur durch einen (wenngleich sehr schönen) Halbsatz entsehen…;-)

  4. @Yvonne:
    Also seitdem ich gesehen habe was Olly für komische Filmchen bei YouTube einstellt, wäre ich mit solchen Wünschen besser nicht zu laut…;-)

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