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Xbox 360: Ein erstes Fazit

Xbox 360

Meinen ersten Kontakt mit der Xbox 360 hatte ich im August 2005. Auf der Games Convention in Leipzig drückte mir ein PR-Manager von Microsoft bzw. der betreuenden Agentur einen sehr leichten Prototyp der Konsole in die Hand. Das Ding war leer, zumindest das Gehäuse war aber bereits die finale Version. Zu der Zeit interessierte mich die Konsole noch nicht sonderlich. Das Start-Lineup war nicht wirklich was für mich und ich war damals deutlich schärfer auf die Sony PSP. Zum Start des Verkaufs von Microsofts neuer Konsole schaute ich auch eher belustigt dem Treiben des Mobs zu, denn das Ding war nur in sehr begrenzten Stückzahlen zu haben. Als sich der erste Hype gelegt hatte und die nächste Welle an Titeln veröffentlicht wurde, fing es dann aber doch an zu kribbeln und das Teil musste her.

Inzwischen habe ich eine große Palette von Spielen (Top Spin 2, Project Gotham Racing 3, Elder Scrolls 4: Oblivion, Burnout Revenge, Condemned, Tomb Raider: Legend und Fight Night Round 3) und einige Stunden mit dem Gerät verbracht. In diesem ersten Fazit gehe ich aber nicht näher auf die Spiele ein, das handle ich dann mal separat ab. Kommen wir also zur Hardware. Die neue Xbox kommt im schicken weiß Outfit daher, da hat man sich wohl ein wenig an Apple orientiert. Die doppelt konkave Form ist sicher Geschmacksache aber irgendwie sieht das schon Ok aus. Verglichen mit der ersten Xbox ist das vom Designstandpunkt aus gesehen sowieso ein Meilenstein. Aber was ist das? Macht man das Ding an tönt die Box in etwa so laut wie so ein Industriefön zum Trockenlegen von Neubauten. Sobald die erste DVD im Laufwerk liegt nimmt das eine Lautstärke an, die man sonst nur vor einem Tokio-Hotel-Konzert oder auf einem Flughafen mit Transatlantikanbindung vorfinden kann. Richtig gut in der Hand liegt der neue Controller, der kabellos ist und auch noch auf größere Distanzen sehr gut funktioniert. Angeschlossen leider nur an meinen Röhren-TV, aber HDTV ist mir noch zu früh. Der Ton wird per optischem Kabel an die DD-Anlage weitergegeben.

Was mich schwer begeistert ist das Konzept von Xbox Live. OK, das gab es schon für die alte Xbox aber da hatte ich das nicht. Also tun wir doch einfach mal so, als wäre das was Neues. Ist auch jetzt mangels DSL nicht wirklich optimal, Spaß macht es trotzdem. Wenn ich die Box anmache kann ich sofort sehen, wer von meinen Freunden gerade online ist und was die so spielen. Wenn ich Lust habe lade ich einfach wen auf ein Spiel ein oder wisch mit irgendeinem Unbekannten den Boden auf. Absolut genial sind die vielen kleinen Minispielchen, die man auf dem Xbox Live Market Place bekommen kann. Da gibt’s dann alte Spielhallenklassiker wie Gauntlet oder Puzzleorgien wie Bejeweled 2. Das macht als kleiner Zock für zwischendurch durchaus Laune. Sämtliche Spiele vergeben Auszeichnungen in Form von Punkten, die dem Live-Account gutgeschrieben werden. Sieht man schön in der Seitenleiste hier. Da ist meine Xbox Live Playercard zu sehen, die verrät, welche fünf Spiele ich zuletzt gespielt habe und wie mein aktueller Punktestand ist. Die Bedienung von Xbox Live ist relativ einfach nach kurzer Eingewöhnung und das Dashboard, quasi das Betriebssystem der Konsole, macht einen guten, optisch aufgeräumten Eindruck.

Mir hat die Xbox 360 ein ganzes Stück die Freude am Spielen wieder geschenkt. Einfach das Spiel einlegen und los spielen. Kein Runterladen irgendwelcher Patches und Treiber und optisch sehen die Titel wirklich prächtig aus. Mein PC ist nicht mehr auf dem allerneuesten Stand und Oblivion würde da wohl zwar laufen, aber wohl eher in einer sehr bescheidenen optischen Qualität. Ich hörte übrigens, dass der Abe sich auch eine Box zulegen soll, der braucht nur noch etwas moralischen Support. Und soll ich mal verraten, was die Box so richtig geil macht? Ich hab Sharbe in den ersten drei Matches bei Top Spin 2 an die Wand gespielt mit Miss Sharapova. Ich muss nicht betonen, wie dick sein Hals war, nachdem er drei Matchbälle vergeben hatte und das Spiel dann doch an mich ging. Der Clou dabei ist ja, dass man mit seinen Mitspielern reden kann. Entnervtes Gestöhne inklusive. Das kostet sonst 1,90 Euro in der Minute oder wie sind die Tarife da derzeit? Wer mag, mein Live-Account heißt dramaking73…

5 Kommentare zu “Xbox 360: Ein erstes Fazit

  1. Ich kenne mich im Tennis nicht so aus … nun weiß ich das Haas ne Pfeiffe ist und sogar gegen Mädchen verliert.
    Dafür hat dir meine Mutti nachher die Dinger nur so um die Glocken gehauen …

  2. Schöner Text Olly! Auch ich hörte davon das der Abe sich eine Xbox360 kaufen wollte. Ich bin mit der Kiste auch total zufrieden. (nur die Lautstärke kann nerven)
    Aber da meine XB360 in meinem Hifi-Schrank steht und vorne per Scheibe verschlossen ist, ist die Lautstärke sehr gut zu ertragen. Natürlich hat sie nach hinten genug Platz für die Abluft. Ausserdem ist ja dann auch immer die 5.1 Anlage am laufen. Am PC spiele ich nun schon seit Monaten keine Spiele mehr…. So ein Sessel ist auch um einges bequemer. Ich glaube wir beiden sind sowieso die einzigen die noch an der guten alten Röhre spielen… Naja vielleicht falle ich die nächsten Monaten doch noch um, und kaufe mir einen HDTV :-/

    Mal schauen ob wir in den nächsten Tagen mal die Zeit finden für ein kleines Match bei Burnout oder Topspin2! Auch der Slochy wird dann wohl dabei sein.

  3. Pingback: amrie
  4. Ich habe die Xbox kennen und lieben gelernt. Das einzige, an was ich mich aber n i e gewöhnen werde, ist die verdammte Lautstärke von dem Ding. Geht einfach gar nicht. Es ist mir unbegreiflich, dass die das Ding so in Produktion gehen lassen konnten.

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