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Basic Instinct 2

Basic Instinct 2

Der “Fick des Jahrhunderts” (damalige Schlagzeile der Bild-Zeitung zu Basic Instinct) geht in die zweite Runde. Es sollte schon stutzig machen, dass bis auf Sharon Stone niemand sonst aus dem ersten Teil beim Nachfolger dabei sein wollte. Und wenn man auf die Karriere der einstigen Femme Fatale schaut liegt der Verdacht nahe, dass dringend Geld benötigt wurde. Da besinnt man sich offenbar gerne an vergangene Erfolge.

Dr. Michael Glass (David Morrissey) ist ein angesehener Psychiater in London. Scotland Yard zieht ihn als Experte in einem möglichen Mordfall an einem Fußballprofi hinzu. Detective Roy Washburn (David Thewlis) benötigt ein Gutachten über die Verdächtige Catherine Tramell (Sharon Stone). Dank einer Mischung aus sexueller Anziehung und einem Netz aus Lügen und Intrigen ist der Doc der blonden Versuchung schnell verfallen. Auf die guten Ratschläge seines Mentors Dr. Milena Gardosh (Charlotte Rampling) will er nicht hören. Nach einem gefährlichen Spiel legt Tramell Glass Basic Instincts frei.

Ich muss den Machern gratulieren. Basic Instinct 2 hat etwas, das der erste Teil gar nicht hatte: Langeweile im Überfluss. So kann den Verantwortlichen niemand vorwerfen, dass es nichts Neues im zweiten Teil gibt. Der Rest ist absoluter Käse und spricht nicht die Basic Instincts sondern eher die niedersten an. Irgendwann ging mir dieses manipulative Geschwafel von Frau Stone so richtig auf den Nerv. Es wäre für alle am Besten gewesen, wenn die beiden Hauptdarsteller in den ersten zehn Minuten ins Bett gestiegen wären und der Film ein jähes Ende gefunden hätte. So langweilt man sich bis zum Ende, das dem Film wenigstens treu bleibt: Langweilig und uninspiriert.

Sportficken auf olympischer Ebene

Teil 1 hatte ein Schauspielerpaar, dass auf einer Ebene gespielt hat und sich auf Augenhöhe begegnete. Die unglaublich restaurierte Miss Stone (der Silikonbusen wäre selbst Barbie peinlich) spielt den hoffnungslos überforderten David Morrissey mit einem Fingerschnipps an die Wand. Er wirkt nicht mal in seinen dominanten Momenten so als hätte er die Zügel in der Hand. Die sonst glänzende und hier unterforderte Charlotte Rampling hätte sich den Film ersparen sollen, ebenso wie David Thewlis. Der hat zumindest die einzig guten Szenen im Film, wenn er bitterböse über Catherine Tramell herziehen darf (“Wenn sie mal für 5 Minuten nicht den Duft ihrer Möse in der Nase haben, dann…”).

Selbst der Voyeur knisternder Erotik kommt viel zu kurz. Wo Teil 1 in den Sexszenen noch so etwas wie Intensität oder Leidenschaft versprühen konnte zeigt Basic Instinct Sportficken auf olympischer Ebene. Dafür gibt es vielleicht eine Medaille aber ganz sicher nicht die Gunst des Publikums. Wenn ich noch etwas Gutes über den Film sagen soll, dann über das im Film gezeigte London, einige der Sets und den tollen an das Original angelehnte Soundtrack. Basic Instinct 2 ist ansonsten ein sehr gutes Beispiel, wie ein Film auf keinen Fall sein sollte. Michael Douglas scheint ein weiser Mann zu sein, da er sich diesen Film erspart hat. Wäre ich mal auch so weise gewesen.

Fazit: Zelluloidverschwendung und ein weiterer Beitrag aus der der beliebten Reihe Fortsetzungen, die die Welt nicht braucht.

Rating:

★★☆☆☆☆☆☆☆☆

Ein Kommentar zu “Basic Instinct 2

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