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The Hills have Eyes (Hügel der blutigen Augen)

The Hills have Eyes (Hügel der blutigen Augen)

Kaum hat der Film begonnen gibt es auch schon die erste brutal hingerichtete Leiche. The Hills have Eyes geht keine Kompromisse ein und schon das bizarr geschnittene Intro verrät was uns im Film erwarten wird: Terror pur. Und wer den Kommentar “The Lucky ones die first” auf dem Kinoplakat bemerkt hat, wird nach dem Film zugeben müssen, dass ein Verleih selten so ehrlich mit einer Tagline war.

Die USA haben es mit den oberirdischen Atombombentests in der Wüste ein wenig übertrieben. Zurückgezogen lebende Minenarbeiter sind dem Räumungsbefehl nicht nachgekommen und leiden nun an Mutationen und Missbildungen infolge der Bombentests. Zusammen mit einem degenerierten Tankstelleinhaber namens Lizard (Tom Bower) überfallen sie in New Mexico ahnungslose Touristen. Dieses Schicksal droht auch die Familie Carter zu erleiden. Sie folgen der empfohlenen Abkürzung und begeben sich auf eine Fahrt in den sicheren Tod. Ein geplatzter Reifen splittet die Gruppe auf. Vater Vater Bob (Ted Levine) marschiert zurück zur Tankstelle, Schwiegersohn Doug (Aaron Stanford) geht in die andere Richtung. Der Rest der Familie wartet am Campingwagen. Denn die Hügel haben wirklich blutige Augen.

Terror pur

Radikalfilmer Alexandre Aja inszenierte nach High Tension mit The Hills have Eyes das Remake des gleichnamigen Horrorschockers aus den 70er Jahren, damals noch aus der Feder von Wes Craven. Und im Gegensatz zu vielen anderen Remakes geht Aja den schonungslosesten Weg. Keine Kompromisse, Terror pur. In den USA wurde der Film als zu hart eingestuft und musste überarbeitet werden. Kein Wunder, es wird auch kein Tabu ausgelassen. Da wird auch kein Halt vor wehrlosen Babys gemacht und auch eine Vergewaltigung ist kein Tabu. Dabei hat man aber eigentlich nicht das Gefühl, Kost für Voyeure zu sehen sondern einfach blanken Terror. Und das in einer selten gesehen Intensität. Zunächst wird lange Spannung aufgebaut, es dauert sehr lange, bis es in den Hügeln endlich zur Sache geht. Wenn es dann aber erstmal so weit ist, geht es sehr schnell und brutal zu Werke.

Natürlich gibt es auch die altbekannten Klischees und Schwächen. Die Tankstelle ist so ein verkommener Ort, da würde kein normaler Mensch anhalten, geschweige denn auf die Toilette gehen. Und niemand würde auf die Idee kommen, auf den Rat des extrem abgefuckten Tankwartes zu hören. Wenn die Familie nur eine Spur von Intelligenz im Schädel hätte, würde gar nichts passieren, aber dann wäre der Film auch sinnlos. Aber Logik ist sowieso kein Maßstab für einen derartigen Film. Wenn man sich auf diese Prämisse einlassen kann, verbreitet The Hills have Eyes einiges an Spannung. Dazu gibt es eine Portion Sozialkritik, die amerikanische Durchschnittsfamilie bekommt hier ordentlich ihr Fett weg und der Vater ist das Abziehbild von Michael Moores Visionen.

Mir gefiel er deutlich besser als der sehr bescheidene Wrong Turn und auch Texas Chainsam Massacre (das Remake) kommt nicht an Ajas Werk heran.

Fazit: Schonungsloser Genrefilm mit brutaler Intensität.

Rating:

★★★★★★☆☆☆☆

5 Kommentare zu “The Hills have Eyes (Hügel der blutigen Augen)

  1. Danke, nach deiner Kritik habe ich nun doch Lust den Streifen zu sehen. Mal schauen wann sich die Gelegenheit bietet, denn alleine tue ich mir das sicher nicht an. *kleines, zartbesaitetes Linny ist*

  2. »Haute tension« war nicht schlecht, aber auch zu clichehaft.

    Wirklich verstörend und fand ich dagegen »Wolf Creek« das sich an wahren Begebenheiten orientiert.

    Ivan Milat, the notorious Australian Backpacker serial killer

  3. Also ich werde lieber nicht in diesen Film gehen, aber: Ist es nicht immer so, dass die Protagonisten von vielen Horrostreiben extrem lebensmüde Verhaltensweisen an den Tag legen. Wenn ich an die „dumme Trutsche“ aus „Die Vögel“ denke. Ich kann mich noch sehr gut an die DVD Abende mit meiner Schwester erinnern, die ein fassungloses „Mei, ist die dumm!“ gebaucht hat. Jedesmal.

  4. mir hat der film gut gefallen! bin direkt bei filmstart rein und war hin und weg – unterm sitz sozusagen… ; )
    im gegensatz zum original kein öder schnurz, sondern ganz schön direkt und hart!
    wären die darsteller vernünftig, gäb es nix zu sehen, sondern nur langeweile, sonst käm ja keine spannung auf, gell?

  5. Der Film war gut aber ich fand ihn schon sehr schrecklich das war der Erste Horrorfilm der mit albträume bereitet hat. brrrrr

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