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Kino 5

Ich mache ja bei diesem ganzen Fragenkrams inzwischen kaum noch mit, die aktuelle Frage zum Thema Kino bei Gimme5 kann ich aber kaum auslassen.

  1. Wann warst du das letzte Mal im Kino?

    Am Mittwoch in der Sneak Preview wie so oft. Es lief Basic Instinct 2. Leider totaler Flop, den ich mir im regulären Programm sowieso geschenkt hätte. Das Fiasko war ja abzusehen.

  2. Was ist für dich ein grosses No-No im Kino?

    Ganz klar Handys. Das nervt mich immer wieder, wenn Leute damit im dunklen Kino rumfummeln. Die Krönung ist dann allerdings, wenn die Dinger dann auch noch klingeln oder sogar damit telefoniert wird. Irgendwann werde ich deswegen noch zum Mörder.

  3. Popcorn oder Eis zum Film?

    Popcorn meide ich inzwischen total. Früher habe ich das geliebt aber ganz subjektiv gesehen hat das früher auch viel besser geschmeckt, irgendwie frischer. Früher hatte ich auch nicht so viel von dem braunen Zeug zwischen den Zähnen. Gegen Eis-Konfekt oder ein Magnum gibt es nichts einzuwenden. Im Normalfall gibt es daher nur etwas zu trinken.

  4. Du sitzt in einem Film, der sich als total langweilig herausstellt. Was machst du?

    Zu Ende schauen und einen Verriss schreiben. Kann ja auch mal Spaß machen. Generell wird kein Film vorzeitig verlassen, das ist eine Prinzipfrage.

  5. Du sitzt mit deinem Schatz im Kino. Was machst du?

    Natürlich den Film gucken… irgendwie… ein wenig zumindest… zur Not kann man ja auch den Inhalt nachlesen im Internet. Aber ich bin schon sehr aufmerksam. Zumindest teilweise. Gelegentlich. Oder doch nicht?

Basic Instinct 2

Basic Instinct 2

Der “Fick des Jahrhunderts” (damalige Schlagzeile der Bild-Zeitung zu Basic Instinct) geht in die zweite Runde. Es sollte schon stutzig machen, dass bis auf Sharon Stone niemand sonst aus dem ersten Teil beim Nachfolger dabei sein wollte. Und wenn man auf die Karriere der einstigen Femme Fatale schaut liegt der Verdacht nahe, dass dringend Geld benötigt wurde. Da besinnt man sich offenbar gerne an vergangene Erfolge.

Dr. Michael Glass (David Morrissey) ist ein angesehener Psychiater in London. Scotland Yard zieht ihn als Experte in einem möglichen Mordfall an einem Fußballprofi hinzu. Detective Roy Washburn (David Thewlis) benötigt ein Gutachten über die Verdächtige Catherine Tramell (Sharon Stone). Dank einer Mischung aus sexueller Anziehung und einem Netz aus Lügen und Intrigen ist der Doc der blonden Versuchung schnell verfallen. Auf die guten Ratschläge seines Mentors Dr. Milena Gardosh (Charlotte Rampling) will er nicht hören. Nach einem gefährlichen Spiel legt Tramell Glass Basic Instincts frei.

Ich muss den Machern gratulieren. Basic Instinct 2 hat etwas, das der erste Teil gar nicht hatte: Langeweile im Überfluss. So kann den Verantwortlichen niemand vorwerfen, dass es nichts Neues im zweiten Teil gibt. Der Rest ist absoluter Käse und spricht nicht die Basic Instincts sondern eher die niedersten an. Irgendwann ging mir dieses manipulative Geschwafel von Frau Stone so richtig auf den Nerv. Es wäre für alle am Besten gewesen, wenn die beiden Hauptdarsteller in den ersten zehn Minuten ins Bett gestiegen wären und der Film ein jähes Ende gefunden hätte. So langweilt man sich bis zum Ende, das dem Film wenigstens treu bleibt: Langweilig und uninspiriert.

Sportficken auf olympischer Ebene

Teil 1 hatte ein Schauspielerpaar, dass auf einer Ebene gespielt hat und sich auf Augenhöhe begegnete. Die unglaublich restaurierte Miss Stone (der Silikonbusen wäre selbst Barbie peinlich) spielt den hoffnungslos überforderten David Morrissey mit einem Fingerschnipps an die Wand. Er wirkt nicht mal in seinen dominanten Momenten so als hätte er die Zügel in der Hand. Die sonst glänzende und hier unterforderte Charlotte Rampling hätte sich den Film ersparen sollen, ebenso wie David Thewlis. Der hat zumindest die einzig guten Szenen im Film, wenn er bitterböse über Catherine Tramell herziehen darf (“Wenn sie mal für 5 Minuten nicht den Duft ihrer Möse in der Nase haben, dann…”).

Selbst der Voyeur knisternder Erotik kommt viel zu kurz. Wo Teil 1 in den Sexszenen noch so etwas wie Intensität oder Leidenschaft versprühen konnte zeigt Basic Instinct Sportficken auf olympischer Ebene. Dafür gibt es vielleicht eine Medaille aber ganz sicher nicht die Gunst des Publikums. Wenn ich noch etwas Gutes über den Film sagen soll, dann über das im Film gezeigte London, einige der Sets und den tollen an das Original angelehnte Soundtrack. Basic Instinct 2 ist ansonsten ein sehr gutes Beispiel, wie ein Film auf keinen Fall sein sollte. Michael Douglas scheint ein weiser Mann zu sein, da er sich diesen Film erspart hat. Wäre ich mal auch so weise gewesen.

Fazit: Zelluloidverschwendung und ein weiterer Beitrag aus der der beliebten Reihe Fortsetzungen, die die Welt nicht braucht.

Rating:

★★☆☆☆☆☆☆☆☆

Schreib mir was und ich sag dir wie du bist

Das macht Spaß. Schriftprobe selbst analysieren und staunen. Gesehen bei Franziskript und Das Nuf. Selbst machen hier. Ich lasse mein Ergebnis mal so unkommentiert stehen. Das sollen dann doch lieber andere beurteilen.

Der Dramaking ist ein impulsiver, unsteter, vielseitiger und unkonventioneller Typ. Es fällt ihm nicht leicht, sich anzupassen.

Er ist sinnlich, warmherzig, gemütlich und phantasievoll. Im Großen und Ganzen wirkt er gelassen bis uninteressiert, wenn er aber von einer Sache überzeugt ist, überrascht er seine Umwelt durch sein überschwängliches und begeisterungsfähiges Auftreten.

Er ist lebhaft und kontaktfreudig. Mit viel Verständnis für die Belange anderer.

Er versucht, die eigene Meinung durchzusetzen. Wenn er etwas besser weiß als andere, muss er es ihnen auch unbedingt mitteilen.

Der Dramaking ist überdurchschnittlich intelligent. Nüchtern und zweckmäßig bewältigt er seine Aufgaben.

Der Dramaking ist anderen Menschen gegenüber immer offen und aufgeschlossen. Der Umgang mit Menschen macht ihm Spaß, der ideale Arbeitsplatz ist da, wo er mit anderen Menschen zu tun hat.

Dreamer

Dreamer

Dreamer wird sein Publikum in zwei Hälften teilen. Die einen werden den Film als schmalzigen Kitsch verdammen, die anderen werden ihn lieben. Die Story an sich ist so alt, das sie eigentlich niemanden überraschen kann. Der tragische Fall eines aufstrebenden Helden, der am Ende strahlend wie Phoenix aus der Asche kommt. In gewisser Weise ähnelt Dreamer Seabiscuit, ohne aber ganz an dessen Klasse zu kommen.

Sonya ist eine aufstrebende Stute und hat das Zeug zum großen Champion. Eines Tages nimmt Sonya mit einer Verletzung entgegen dem Rat des Trainers Ben Crane (Kurt Russell) auf Druck des Besitzers (David Morse) an einem Rennen teil und bricht sich das Röhrbein, normalerweise ein sicheres Todesurteil. Da aber erstmals Cranes Tocher Cale (Dakota Fanning) mit dabei ist, weigert sich Crane das Tier einzuschläfern und nimmt es stattdessen mit nach Hause zusammen mit seiner Kündigung. Seine Hoffnung ist es Nachwuchs zu züchten und diesen dank der guten Abstammung des Pferdes für viel Geld zu verkaufen. Das Pferd ist jedoch unfruchtbar und somit steht Crane kurz vor der Pleite. Durch einen Zufall ermutigt wagen die Cranes ein Comeback mit Sonya auf der Rennpiste. Und als geeignetes Rennen erachtet die kleine Cale den ehrwürdigen Breeder’s Cup. Die große Chance für Sonya.

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