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Alias Season 1

Alias

Soeben habe ich die erste Staffel von Alias beendet. Zugegeben, ein bisschen spät, aber Serien auf Pro7 ignoriere ich von Haus aus und die DVD-Box war inzwischen relativ günstig zu bekommen. Als großer LOST-Fan bin ich außerdem auf Alias aufmerksam geworden, da diese auch aus der Feder von JJ Abrams stammt, der auch für LOST verantwortlich ist. Alias ist eine wirklich gute Serie, rangiert in meiner Gunst aber – so viel nehme ich vorweg – hinter 24 und LOST. Die Gründe dafür folgen.

Jennifer Garner ist Sydney Bristow

Worum geht es denn eigentlich? Nun, um eine Studentin Mitte 20, die ein Doppelleben führt. Sie arbeitet für die CIA, um eine kriminelle Organisation namens SD-6 auszuschalten, die ihren Mitarbeitern vorgaukelt, die CIA zu sein. Klingt kompliziert? Stimmt, wird aber noch besser. Sydney (gespielt von Jennifer Garner) fungiert also als Doppelagentin, bekommt von SD-6 einen Auftrag und holt sich dann von der CIA einen passenden Gegenauftrag. Einziger Verbündeter ist ihr Vater, der ebenfalls Doppelagent ist und den sie eigentlich gar nicht kennt. Na, leicht verwirtt? Kann ich verstehen und deswegen höre ich hier besser auf, denn ich könnte von weiteren Verwandten erzählen oder von der mystischen Nebengeschichte um Artfakte von einer Mischung aus Nostradamus und Leonardo DaVinci, die sich hier Rimbaldi nennt.

Was mir gut gefallen hat an Alias ist, dass sich die Serie trotz der teils wirklich tollen Action selbst nicht ernst nimmt und ein wenig Filme vom Schlage eines James Bond parodiert. Zuzusehen, welche Gadgets das Q-Pendant Marshall vorstellt ist einfach witzig. Und teils wird schon so heftig übertrieben, dass selbst Mr. Bond lachend die Augen verdrehen müsste. Wenn man einige Folgen tapfer am Ball bleibt ergeben sich dann – ähnlich wie bei LOST – interessante Entwicklungen der zwar wenigen aber dann doch gut ausgearbeiteten Charaktere. Das ist alles nicht so stark ausgeprägt wie in LOST, aber dennoch unterhaltsam genug und weit besser als beim Durchschnitt. Der hohe Produktionsaufwand von Alias und die vielen tollen Locations (ähnlich wie bei Bond) sprechen natürlich für sich, damit kann kaum eine TV-Produktion aufwarten. Und ein echter Hingucker ist Jennifer Garner, die durch ihre zahlreichen Verkleidungen immer wieder überrascht. Yummie.

Aber wo viel Licht ist, muss auch zwangsläufig Schatten sein. Weniger gut gefallen hat mir die ganze Mystery-Geschichte um die Rimbaldi-Artefakte. Die Hatz der zahlreichen Organisationen danach ist ja noch irgendwie unterhaltsam, aber der Rest ist schon sehr abgehoben und da musste ich schon das eine oder andere Mal die Stirn runzeln. Mit den Cliffhangern hat man es ein wenig übertrieben, das wirkt oft so, als wenn zum Ende einer Folge zwanghaft einer eingebaut wurde. Aber das war’s auch, was ich zu meckern habe. Zum Ende wurde es deutlich besser und insofern bin ich schon auf Season 2 gespannt. Ist ja auch klar, wo es doch zum Ende wieder so einen Mords-Cliffhanger gab.

3 Kommentare zu “Alias Season 1

  1. Die Alias-Boxen kosten schon seit Erscheinen nur um die 30 Euro. 😉 Aber freu dich auf Season 2, die ist nochmal ein gutes Stück besser, turbulenter, rasanter, abwechslungsreicher, Season 3 leider nicht ganz so sehr. (4 und 5 hab ich selbst noch vor mir). Season 2 hat am Ende den übelsten Cliffhanger, den ich jemals in einer Serie gesehen habe, lass dich überraschen! Ich denke, es ist nicht zuviel gesagt, wenn dich der von den Socken haut. Hab ich schon gesagt, dass Season 2 wirklich abgeht? *g*
    Selbst bin ich wiederum durch Alias auf Lost aufmerksam geworden.

  2. Meine Lieblingsserie!!! Ich kann mich nur anschließen Season 2 ist noch viel besser und turbulenter und der Cliffhanger am Ende hat mir über Monate den Schlaf geraubt bis ich endlich Season 3 in den Händen hielt. Momentan warte ich auf meinen US-Import der Season 4 den mein Onkel hoffentlich demnächst mitbringt *freu*

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