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Dick und Jane (Fun with Dick and Jane)

Dick und Jane (Fun with Dick and Jane)

Jim Carreys Karriere ist schon irgendwie lustig. Er kam quasi von jetzt auf gleich mit absolut anspruchslosem Klamauk aus dem Nichts und bugsierte sich in die vorderste Reihe der Topverdiener Hollywoods. Inzwischen widmet er sich gerne immer wieder anspruchsvolleren Themen wie z.B. in “Eternal Sunshine of a spotless Mind”, die von der breiten Masse überwiegend links liegen gelassen werden. So muss sich Carrey dann doch immer wieder dem Mainstream widmen, die Rechnungen wollen ja auch irgendwie bezahlt werden. Und genau so ein Projekt ist Dick und Jane. Über weite Strecken ziemlich witzig, aber vom Niveau her immer brav knapp über der Grasnarbe segelnd.

Aber so bleibt alles politisch korrekt und oberflächlich dahin plätschernd

Der Film ist ein Remake des 77er “Das Geld liegt auf der Straße” mit Jane Fonda und George Segal, wobei die beiden Filme wirklich nur noch die grundsätzliche Story gemeinsam haben. Dick (Jim Carrey) und Jane (Tea Leoni) führen ein spießiges Leben, wohnen in einem prächtigen kleinen Häuschen wie aus dem Katalog. Carrey steht kurz vor der Beförderung, seine Frau kann den Job kündigen, um sich ganz dem Hausfrauenleben zu widmen. Doch statt der Beförderung geht es für Dick ins Leben eines Arbeitslosen, da sein Arbeitgeber in die Pleite rutscht. Der Firmeninhaber (Alec Baldwin) war in krumme Finanzgeschäfte verstrickt. Das Ehepaar verliert nach und nach dem lieb gewonnenen Lebensstandard und so bleibt nur die Verbrecherkarriere als Ausweg.

Dick und Jane ist eine sehr brave und routinierte Komödie, die zu großen Teil durch die Mimik von Jim Carrey getragen wird, auch wenn er sich im Vergleich zu früheren Werken erfreulich zurück hält. Tea Leoni an seiner ist stets bemüht Schritt zu halten, ist aber nach ihrer letzten großen Rolle in Spanglish großteils unterfordert. Einige Gags zünden wirklich hervorragend wie die ersten Überfälle oder eben die großen Auftritte von Carey, einige kristallisieren sich als echte Rohrkrepierer heraus wie die Szenen mit der Abschiebung Carey als vermeintlich illegaler Einwanderer. Zum Ende ging mir dann alles ein wenig zu schnell in Richtung Happy End und hier wäre durchaus noch genug Spielraum gewesen, ein wenig berechtigte Kritik an unseriösen Firmeninhabern zu üben. Aber so bleibt alles politisch korrekt und oberflächlich dahin plätschernd.

Was bleibt ist eine über weite Strecken doch sehr lustige Komödie mit einem routinierten Jim Carrey und einer bemühten Tea Leoni. Aber man merkt zwischendurch immer wieder, dass eigentlich noch einiges mehr drin gewesen wäre.

Fazit: Lustige aber doch recht oberflächliche Komödie.

Rating:

★★★★★☆☆☆☆☆

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