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Ausschlafen am Sonntag

Sonntag. Der letzte Tag eines zweiwöchigen Urlaubes. Ein letztes Mal Ausschlafen. Ich peile eine Zeit zwischen 12 und 13 Uhr an. Nicht, dass ich so viel Schönheitsschlaf nötig hätte, aber schaden kann es wohl nicht. Irgendwann zwischen 11 und 12 Uhr, die kaffeebraune Schönheit massiert mir in meinen heißen Träume gerade zart den Rücken, hüpft mein Handy neben mir auf und ab. Der Ton ist aus, aber es macht “BRRR BRRR BRRR”. Ich fluche in meinem Kopf und bin für mich unüblich gar nicht neugierig. “BRRR BRRR BRRR”. Um diese Zeit ist selbst für mich Neugier indiskutabel. “BRRR BRRR BRRR” Zwei Flüche später drehe ich mich um und widme mich wieder der Schönheit in meinen Träumen.

Kurze Zeit später, die Massage nimmt langsam nicht jugendfreie Tendenzen an. “BRRR BRRR BRRR”. Das Handy schlägt mittlerweile voller Extase multiple Salti. “BRRR BRRR BRRR” 1.000 kleine Nadeln stecken tief in dem Voodoo-Telefon in meinem Kopf. Das Handy auf dem Tisch windet sich zeitgleich vor Schmerz und leidet Höllenqualen. “BRRR BRRR BRRR” Meine Flüche münden nun in Hasstiraden, meine Neugier schlägt erst in Zorn und dann gleich wieder in Gleichgültigkeit um. “BRRR BRRR BRRR” Ohne zu schauen drehe ich mich um. Neugier ist ein Luxus für Leute, die früher aufstehen als ich. Leute ich habe euch lieb, aber um diese Zeit rede ich nicht mit euch.

Da ich inzwischen etwas genervter bin und auch die Zeit langsam drängt hat die junge Dame in meinen Träumen Verstärkung bekommen. Die zweite Frau ist nicht minder hübsch und genauso flink mit den Fingern wie die andere. Zu zweit kann man den Olly auch viel besser verwöhnen. Kurz vor einer vollendeten Mischung aus Extase und Glückseligkeit lässt ein erneutes Vibrieren die beiden Damen wie kleine Seifenblase zerpuffen. “BRRR BRRR BRRR” Ich schreie ein “NEEEEEEEEEEEEIN”. Ich gebe auf und mache mir Frühstück. Beim Rausgehen schubse ich das Handy vom Tisch und würdige es keines Blickes. Zukünftig wird das kleine Mistding wie Napoleon ins Exil verbannt.

6 Kommentare zu “Ausschlafen am Sonntag

  1. Pingback: Schlaflos in Hannover II at Maerchenonkel.org
  2. rofl…habs grad noch gelesen, bevor ich jetzt ins bett hüpfe. 2 kaffeebraune schönheiten also 😉
    und handy ganz ausmachen, oder im nebenzimmer „vergessen“ soll ja angeblich wunder wirken, damit die schönheiten im traum dann auch ungehindert wunder wirken können 😉
    guts nächtle und wie gesagt guten start in die woche! bab(a) 😀

  3. Tja, selber Schuld, wenn man das Handy neben das Bett legt. Hab gester noch gehört, dass das ohnhin ziemlich ungesund sein soll 😉

  4. tut mir leid … aber ich habe doch gar nicht so lange klingeln lassen !

    naja … wollt dich nur fragen, ob du mit mir ins Kino gehen willst. Naja … ich werds das nächste mal auf ne sms beschränken.
    Küßchen !

  5. @Löwenzahn: Mein Handy fungiert als Wecker, ganz aus wäre dann dumm.

    @Yvonne: Wie gesagt… Wecker. Ist das ähnlich ungesund wie onanieren oder noch krasser?

    @birphborph: Muahaha, ich ahnte es schon.

    @LuckyCherry: Halb so wild, hat nur so in den Fingern gejuckt, das zu schreiben. Hättest dich jetzt aber nicht outen brauchen 🙂

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