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Kino 2005: Magische Momente

Magic Moments

Wie schon im letzten Jahr möchte ich noch die magischen Momente für 2005 festhalten. Das sind genau die Momente, die Kino für mich immer wieder so einzigartig machen. Große Gefühle und bewegende Momente. Genau die Szenen, die eine Gänsehaut auf den Rücken bringen, Tränen in die Augen treiben oder einen ungläubig staunen lassen. An dieser Stelle gleich die Warnung, dass der Beitrag potenziell Spoiler beinhaltet. Wer also einen Film noch nicht kennt und sich die Spannung erhalten möchte, sollte das Ganze überlesen. Denn oft sind die besten Momente eben in entscheidenden Szenen.

  • Finding Neverland
    Das Ende mit Peter und James auf der Bank und der Zusicherung, dass Peter seine Mutter jederzeit sehen könnte, er müsse nur daran glauben.
  • Sophie Scholl
    Das Ende gehört zu den beklemmendsten Momenten, die ich im Kino miterleben musste. Dabei gibt es eigentlich nichts zu sehen, sondern nur zu hören. In dem Moment zeigt sich wieder mal, wie grausam die eigene Fantasie sein kann. Einfach erschreckend. Ich hatte noch eine Stunde danach ein flaues Gefühl im Magen.
  • Beyond the Sea
    Beyond the Sea ging in Deutschland und auch international total unter, ich verstehe bis heute nicht warum. Eigentlich kann ich mit der Art Musik nicht mal etwas anfangen, dennoch musste ich unweigerlich den ganzen Film über mit dem Fuß zum Takt wippen. Ich verließ das Kino mit einem geradezu beschwingten Gefühl.
  • Sideways
    Ich trinke nicht gerne Wein und habe auch keine Ahnung davon. Dennoch wurden die Wein-Diskussionen in Sideways mit so viel Witz und Tiefgang präsentiert, dass sie mich einfach fasziniert haben. Darüber hinaus musste man das Chaos-Duo einfach lieb haben.
  • Das Meer in mir
    Der Moment in dem Ramon der jungen Frau erklärt, dass er aufgrund der Tatsache nicht fliegen zu können und angewiesen auf andere zu sein gelernt habe, mit einem Lachen zu Weinen. Wer einmal in einer ähnlich hilflosen Lage gewesen ist, wird dies sehr gut nachvollziehen können.
  • Million Dollar Baby
    Der Sturz von Maggie hat auch mir das Genick gebrochen. Ich hatte eigentlich eine komplett andere Richtung erwartet, insofern zog mir dieser Moment den Boden unter den Füßen weg. Ich verkroch mich im Sessel und litt bis zum Ende Höllenqualen. Ich habe noch nie so viele Tränen im Kino vergossen. Und das gemeine ist, das funktioniert bei jedem Ansehen erneut.
  • Lieber Frankie
    Jeder Moment zwischen Lizzie und dem Ersatz-Daddy. Die Blicke zwischen den beiden und das Knistern, das es eigentlich nicht geben sollte. Romantik ohne mit der ganz großen Schnulzen-Keule zu schwingen.
  • Garden State
    Garden State steckt voller magischer Momente, denn genau das zeichnet den Film aus. Selten schaffte es ein Film eine ganze Generation anzusprechen. Darsteller, Soundtrack, hier passt einfach alles.
  • House of Wax
    Der Moment in dem Paris Hilton ihr blondes Leben aushaucht. Normal sollte man ja mit dem Opfer mitfiebern. Hier war es komplett anders herum. Ob das beabsichtig war?
  • Krieg der Welten
    Der Moment als der erste Strider aus dem Boden bricht und die darauf folgende Zerstörungsorgie. Das war einfach so imposant, allein das markerschütternde Geräusch dazu.
  • Love Song für Bobby Long
    Ein Film voller Wohlfühlmomente. Ich hätte mich am liebsten zu Travolta und Johansson gesetzt und mit beiden einen ausgedehten Plausch gehalten.
  • L.A. Crash
    Die letzte halbe Stunde und damit die Auflösung der einzelnen Handlungsstränge sind Emotionen pur. Besser kann man das einfach nicht inszenieren.
  • Der kleine Eisbär 2
    Hat eigentlich nichts mit diesem guten Kinderfilm als solches zu tun. Der Tag war einfach nur perfekt und ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt so glücklich war. In diesem Moment hätte auch die Zeit stehen bleiben können. Es hätte mir nichts ausgemacht.
  • Elizabethtown
    Ich liebe die melancholische Stimmung dieses Filmes. Mein Highlight ist natürlich der grandiose Reiseführer, den Claire zusammen bastelt. Die letzten 30 Minuten sind sowieso nur schwer zu toppen.
  • In den Schuhen meiner Schwester
    Legasthenikerin Maggie wird von einem blinden Professor aufgefordert ihm Gedichte vorzulesen. Diese Hilflosigkeit in ihrem Gesicht tat mir so unendlich leid. Und gerade die Geste auf der Trauung der Schwester am Ende ein Gedicht vorzulesen ist dann einfach wunderbar.
  • King Kong
    Der Mittelteil ist allerfeinste, imposante Actionkost, die einfach nur groß und packend ist. Es fängt mit der Dino-Hatz durch den Canyon an und endet mit dem furiosen Kampf zwischen King Kong und den zahlreichen V-Rex.

4 Kommentare zu “Kino 2005: Magische Momente

  1. hmpf, mein cineastenherz blutet! musste ich doch feststellen, dass ich letztes jahr meiner liebe sehr untreu war und von den obenstehenden ganze 2 (in worten „ZWEI“) !!!!! filme nur gesehen habe…und davon fand ich einen nichmal besonders gut.
    erschwerend kommt hinzu, dass ich die beiden nur auf dvd gesehen habe.

    bleibt die frage, war ich überhaupt im kino? und wenn ja, welche filme habe ich denn gesehen?? zum teufel nochmal *grummel*

    für 2006 gelobe ich feierlich besserung!

  2. Ich fand übrigens auch nicht alle gut hier. House of Wax steht hier mehr aus Spaß. Aber ich frag dich nachher mal aus, welches der andere war. Denn von Garden State weiß ich ja bei dir.

  3. Herausheben würde ich LA Crash – der beste Film den ich 2005 gesehen habe, was auch so einige waren… Deine Auflistung offenbart mir dennoch einige Schmankerl, die ich verpasst habe: Million Dollar Baby und Garden State z.B.
    In Sachen magische Momente: Gerade den Mittelteil von King Kong fand ich furchtbar. Und Elizabethtown war absolut klasse, kam bei mir aber gar nicht melancholisch an. Cameron Crowe kam da wieder nahe an seinen Film Almost Famous ran, der in meiner persönlichen Bestenliste weit oben steht.
    Zu Finding Neverland: Das war Magie pur. Die Stille am Ende des Films im Kino – einfach wunderbar. Das war wirklich ganz großen Kino, bei einem Film von dem ich mir vorher gar nicht so viel erwartet hatte.

  4. Beim Nachzählen kam heraus, dass ich gerade genau die Hälfte der Filme gesehen habe. Aber bei den gesehenen kann ich deine Ausführungen nur voll zustimmen.

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