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Wo die Liebe hinfällt (Rumor has it)

Wo die Liebe hinfällt (Rumor has it)

“Basierend auf einem wahren Gerücht”. Mit so viel Ehrlichkeit kokettiert Hollywood nur allzu selten. Und in diesem Fall passt es wirklich extrem gut. Durch diesen kleinen Kniff hebt sich Wo die Liebe hinfällt wenigstens etwas vom üblichen Schema der Romantik-Komödien ab, um aber letztlich doch genau da wieder zu landen.

Die arme Sarah (Jennifer Aniston) stellt kurz vor der eigenen Trauung fest, dass ihre Familie das lebende Vorbild für die berühmte Familie Robbinson aus der Reifeprüfung ist. Ihre Mutter hatte zum Zeitpunkt ihrer Zeugung eine heiße Affäre mit dem Millionär Beau Burroughs (Kevin Costner), der zuvor schon etwas mit deren Mutter (Shirley MacLaine) hatte. Kein Wunder also, dass sie keinerlei Ähnlichkeit mit ihrer Schwester (Mena Suvari) hat. Als Sarah der Sache auf den Grunf geht, landet sie selbst im Bett ihres vermeintlichen Erzeugers und das stürzt Sarah in eine schwere Krise. Was will sie eigentlich?

So lustig die Grundidee auch ist, so schnell verliert sie Regisseur Rob Reiner dann leider aus den Augen und verstrickt sich etwas in den üblichen Zügen einer Romantikkomödie und konzentriert sich voll und ganz auf Jennifer Aniston. Diese gibt sich alle Mühe, aber irgendwie fehlt es da einfach an Charme und Esprit um so einen Film allein zu tragen. In den kurzen und extrem witzigen Momenten mit Shirley MacLaine wird sie dann auch eiskalt an die Wand gespielt. Und genau diese Auftritte sind auch das, was vom Film am länsgten im Kopf bleiben wird dank extremer Kühle und voller Zynismus.

Die beiden männlichen Darsteller Mark Ruffalo und Kevin Costner werden so gut wie nicht gefordert und verkaufen sich daher unter Wert. Mena Suvari raubte mir nach ihrem ersten Auftritt bei jeder Szene den Nerv und ich hätte ihr am liebsten die Batterien rausgenommen. Ansonsten ist Wo die Liebe hinfällt durchaus unterhaltsam und über weite Strecken auch sehr amüsant, solide Komödienkost eben. Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr. Der deutsche Titel mag zunächst etwas Kopfschütteln hervor rufen, trifft den eigentlichen Plot aber besser als das Original.

Fazit: Durchschnittliche Romantikkomödie mit einer glänzenden Shirley MacLaine.

Rating:

★★★★★★☆☆☆☆

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