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Die Familie Stone: Verloben verboten! (The Family Stone)

Die Familie Stone: Verloben verboten! (The Family Stone)

Ich bin ein bisschen spät dran mit der Kritik zur Familie Stone. Eigentlich vor Weihnachten gesehen komme ich erst jetzt dazu. Es ist eigentlich genau der richtige Streifen für das Weihnachtsfest, politisch korrekt und weich gespült. Genau das, was das große Publikum an solchen Tagen sehen möchte. Und am Ende gibt es dann auch das für viele so wichtige Happy End. Hollywood eben.

An genau so einem Weihnachtsfest soll Meredith Morton (Sarah Jessica Parker), die stocksteife New Yorker Karrierefrau die Eltern ihres Zukünftigen Everett (Dermot Mulroney) kennen lernen. Doch die Stones empfangen sie nicht mit offenen Armen. Unter der Führung von Biest Amy (Rachel McAdams) bricht der Mob mitsamt allen Vorurteilen über Meredith ein. Vor allem Mutter Sybil (Diane Keaton) ist der festen Überzeugung, dass Meredith nicht die richtige Frau für Everett ist. Nur Ben (Luke Wilson) scheint Meredith zu mögen. Als Meredith die Nerven zu verlieren droht, holt sie ihre viel nettere Schwester Julie (Claire Danes) hinzu. Doch dann nimmt alles irgendwie ganz anders seinen Lauf als es geplant war.

Die Familie Stone ist eigentlich richtig sympathisch.

Die Familie Stone ist eigentlich richtig sympathisch. Alle sind sehr lieb zueinander und man hält dort noch zusammen. Weil ein Sohn taub ist, benutzen alle die Gebärdensprache, was gleichzeitig viel Raum für Spaß lässt. Denn so können alle lästern, ohne das Meredith etwas mitbekommt. Und hier bedient mir der Film einfach zu viele Klischees. Meredith versucht immer perfekt zu sein, macht dabei aber einen Fehler nach dem anderen. Sie ist so übertrieben die falsche Person für Everett, dass er eigentlich davon gebissen werden müsste. Und genau das krasse Gegenteil davon ist dann eben Schwester Julie. Und dann wird eben einfach das berühmteste Klischee aller Zeiten bemüht “Gegensätze ziehen sich an”.

Ohne Zweifel, die Familie Stone hat auch viele witzige Momente, aber insgesamt ist der Film zu weich gespült und zu wenig herzlich. Ausgerechnet die schwere Erkrankung liefert als Ausnahme zur Regel einige der besten Szenen des Films. Wie man so etwas Weihnachten besser machen kann zeigt sich mit Tatsächlich Liebe, der in einer ganz anderen Liga spielt. So kommt die Familie Stone leider nicht über Durchschnittskost hinaus, wie sie Hollywood nur allzu oft serviert.

Fazit: In allen Belangen durchschnittliche Weihnachtskost.

Rating:

★★★★★☆☆☆☆☆

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