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Guten Rutsch

Feuerwerk

Ich wünsche allen einen schönen Silvesterabend und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2007. Ich bin gespannt, wie das so werden wird, denn es stehen einige Herausforderungen an. Und nun: Party on, dude!

Kino 2006 in Bildern

Noch ein kleiner Kino-Rückblick, gefunden bei Anke:

Quälendste Filmminute:

So ziemlich jede Minute in Hostel, was für ein erbärmlicher Mist. Jeder Moment in Brokeback Mountain, in denen sich die beiden schon so nahe sind und dann doch wieder nichts draus wird. Und so ziemlich jede Minute in dem extrem bedrückenden Flug 93. Der Film zeigt, wie man umspektakulär fesseln kann. Der ganze Terror in Hills have Eyes, den ich wider Erwarten richtig gut fand. Lange nicht mehr so auf den Nägeln gekaut.

Entzückendste Filmminute:

Jede Sekunde mit Hammy in Ab durch die Hecke, den ich dank Junior inzwischen drei Mal sehen musste. Ich versuche immer noch, dass ABC vollständig zu rülpsen. Der Moment, in dem Johnny Cash Karriere in Walk the Line startete. Die erste Actionsequenz im neuen Bond. Alle Dialoge von Philip Seymour Hoffman in Mission Impossible 3.

Mit XX hätte ich gerne diesen Film gesehen:

Mit der Missy die 360.345.456 Filme, die ich bisher ohne sie geschaut habe.

Freudigste Entdeckung:

Dass James Bond nun wieder von einem Mann gespielt wird und Brosnan nun besser Rocher-Werbung macht. Dank Walk the Line, dass Biopics auch großen Spaß machen können.

Liebste Filmkritik:

Das sind immer noch die von Roger Ebert. Die lese ich auch dann gerne, wenn ich komplett anderer Meinung bin. Schade, dass er dieses Jahr nicht so stark vertreten war, wie sonst üblich.

Aus dem Film bin ich gegangen:

Aus keinem, mache ich nie, hat ja Geld gekostet.

Aus dem Film hätte ich gehen sollen:

Aus Hostel natürlich, aber man lässt seine Kumpels ja nicht hängen.

Hier hätte ich gerne mitgewirkt:

Ich hätte am liebsten Orlando Bloom in Fluch der Karibik 2 ersetzt. Ich war schon bei Teil 1 der Meinung, dass ein Mann besser in die Rolle passen würde.

Knutschen würde ich gerne mit:

Wieso würde? Mache ich doch täglich. Aber wenn es das nicht gäbe, wäre wohl Scarlett endlich fällig.

Schönster Filmsatz:

Der kam natürlich neben sehr vielen guten in Departed: “Who am I? I’m the guy that does his fuckin‘ job! You must be the other guy!”. Auch sehr gut natürlich Captain Jack Sparrow in Fluch der Karibik 2: “Elizabeth!” “Hide the rum.”

Verfilmt werden sollte mal:

Wie wäre es, die Story eines Boxers zu verfilmen, der von ganz unten kommt, mehrmals Weltmeister wird, zahlreiche Comebacks hat, dessen Freund im Ring erschlagen wird, von ihm gerächt wird und er dann doch viel zu alt nochmal in den Ring steigt? Ach Mist, Rocky Balboa kommt ja nächstes Jahr.

Ich freu mich auf:

Flags of our Fathers, Letters from Iwo Jima, Grindhouse, Zodiac, Spider-Man 3, Harry Potter und der Orden des Phoenix, Die Hard or Live Free, Babel, Fluch der Karibik 3, Shrek 3, Ocean’s Thirteen, Ratatouille, Last King of Scotland, American Gangster, Charlie Wilson’s War, Transformers, 300, August Rush, Smokin’ Aces

Departed – Unter Feinden

Departed - Unter Feinden

Inhalt:

Billy Costigan (DiCaprio) ist Undercover-Cop in South Boston, wo er auch aufgewachsen ist. Er soll sich in das Syndikat von Costello (Nicholson) einschleusen und dabei helfen, diesen dingfest zu machen. Was niemand weiß ist, dass Costello auch einen Spitzel bei der Polizei eingeschleust hat. Colin Sullivan ist ein junger aufstrebender Polizist, der Costello als eine Art Ersatzvater sieht. Er schafft es, sich bis in die Spitze der Spezialeinheit hochzuarbeiten, die gegen Costello ermittelt. So kann er seinen väterlichen Freund ebenfalls ständig mit wichtigen Infos versorgen. Beide Spitzel haben ein immer größer werdendes Problem mit ihrem Doppelleben. Denn beide Seiten wissen, dass ein Spitzel unter ihnen ist. Beide stehen kurz davor aufzufliegen. Die spannende Frage ist nur, wer hält das gefährliche Katz-und-Maus-Spiel länger aus?

Kritik:

Departed ist das US-Remake des fernöstlichen Thriller-Dreiteilers Infernal Affairs. Wo man normalerweise angesichts der Hollywood-Kopiererei die Nase rümpfen könnte, ist Departed ein ganz großer Wurf geworden. Von vorne bis hinten riecht Departed nur nach Oscar. Das fängt bei Regisseur Martin Scorsese an, geht über den glänzenden Kameramann Michael Ballhaus und endet beim herausragenden Cast mit u.a. Jack Nicholson, Leonardo DiCaprio, Matt Damon und Mark Wahlberg.

Vom grandiosen Beginn mit der Einführung sämtlicher Charaktere bis zum finalen Showdown, der zu den besten der jüngeren Kinogeschichte gehört ist der Film herausragend. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt einen dermaßen spannenden und fesselnden Thriller gesehen habe. Und es sollte mit dem sprichwörtlichen Teufel zugehen, wenn Scorsese damit nicht endlich den längst verdienten Oscar bekommen würde.

Bei Jack Nicholson bin ich mir nach den gut 2,5 Stunden nicht sicher, ob er das alles nur spielt oder vielleicht sogar einfach nur ein so krankes Arschloch ist. Insbesondere in den Szenen, wo er langsam aber sicher Verdacht schöpft zeigen seine ganze Klasse. Von Nicholson ist man dies jedoch bereits gewöhnt. Auch Leonardo DiCaprio zeigt eine seiner besten Leistungen überhaupt. Seine innere Unruhe und die Angst davor aufzufliegen sind in jeder Minute des Filmes allgegenwärtig.

Matt Damon wird ja gerne als Schauspieler belächelt, aber selbst er spielt den Karriere geilen Emporkömmling bravourös. Am Ende des Filmes möchte man ihm am liebsten selbst eine Kugel durch den Kopf jagen. Selbst in den kleinsten Nebenrollen stecken exzellente Schauspieler, die für das durchweg hohe Niveau sorgen. Die Dialoge sind knackig, scharf und durchweg sehr rauh. Trotz der 149 Minuten kommt eigentlich nie Langeweile auf.

Departed ist ein amoralisches Meisterwerk und einer der spannendsten Thriller der letzten Jahre. Knallhart, extrem gut besetzt, geschliffene Dialoge, ein passender Soundtrack und ein niederschmetterndes Ende sprechen für einen Pflichtbesuch im Kino.

Infos:

Titel/Originaltitel: Departed – Unter Feinden/Departed
Herkunftsland/Jahr: USA, 2006
Länge: 149 Minuten
Kinostart: 07. Dezember 2006
Regie: Martin Scorsese
Drehbuch: William Monahan
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Jack Nicholson, Matt Damon, Mark Wahlberg, Martin Sheen, Alec Baldwin
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Rating:

★★★★★★★★★☆

Kino 2007: Was erwartet uns?

Genau wie im letzten Jahr gibt es auch für 2007 eine große Kino-Vorschau bei mir. Ich habe wieder für jedes Genre meine persönlichen fünf Top-Filme rausgesucht, auf die ich mich sehr freue:

Kino-Vorschau 2007: Horror Top 5
Kino-Vorschau 2007: Animation Top 5
Kino-Vorschau 2007: Comic Top 5
Kino-Vorschau 2007: Komödien Top 5
Kino-Vorschau 2007: Action Top 5
Kino-Vorschau 2007: Thriller Top 5
Kino-Vorschau 2007: Drama Top 5

Ich habe versucht, für jeden Film den jeweiligen Trailer zu posten. Bei Filmen, wo es keine Trailer gab, greife ich auf Fan-Videos oder Videos vom Dreh zurück, sofern vorhanden. Es sind teilweise Filme dabei, die ich eigentlich schon in der letztjährigen Vorschau drin hatte, der Start wurde dann auf 2007 verschoben. An der Qualität der Filme ändert dies ja nichts.

Kino-Vorschau 2007: Komödien Top 5

School for Scoundrels

Stranger than Fiction

Hatte ich bereits für 2006 auf dem Zettel, kommt jetzt aber doch erst 2007 in die deutschen Kinos. Regisseur Marc Foster gilt ja als kleines Hollywood-Wunderkind. Die US-Kritiken sind durchweg ziemlich positiv ausgefallen. Das Zusammenspiel von Emma Thompson und Will Farrell und die originelle Story scheinen prima beim Publikum anzukommen.

The Nanny Diaries

Die Besetzung mit Scarlett Johansson, Laura Linney und vor allem dem grandiosen Paul Giamatti liest sich schon traumhaft. Scarlett spielt eine Super-Nanny, die sich um die verzogenen Kids New Yorker Super-Reicher kümmert. Da es sich um eine Romantik-Komödie handelt ist es sicher keine Überraschung, dass sie sich den Sohnemann des Hauses angeln wird. In einer Nebenrolle ist Alicia Keys zu sehen.

Fred Claus

Hätte ich am liebsten schon im Dezember gesehen. Der von Paul Giamatti gespielte Weihnachtsmann schlägt sich mit seinem Schmarotzerbruder Fred Claus rum, der von Vince Vaughn gespielt wird. Kevin Spacey darf als Schurke ähnlich aufdrehen wie in Superman Returns. In weiteren Rollen sind Kathy Bates, Rachel Weisz und Rapper Ludacris zu sehen. Hoffen wir, dass die Rechnung aufgeht, denn Regisseur David Dobkin ist mit den Hochzeits-Crashern und Shanghai Knights alles andere als ein Hit-Lieferant.

School for Scoundrels

Unter der Regie von Todd „Road Trip“ Phillips darf Billy Bob Thornton einen miesepetrigen Lehrer spielen. Quasi der Dr. House der High School. Nur geht es hier nicht um eine normale Schule sondern einer Anstalt, wo verklemmte Verliebte das Flirten lernen können.

Rush Hour 3

OK, es ist der dritte Teil und der zweite Teil war schon deutlich schlechter als der erste. Aber irgendwie mag ich das Duo Chris Rock und Jackie Chan wirklich. Da die Lethal Weapon wohl kaum wieder auf Streife gehen werden, muss ja irgendwer die Fahne der Buddy-Komödien hochhalten.