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Sky Fighters (Les Chevaliers du ciel)

Sky Fighters (Les Chevaliers du ciel)

Ich bin ja ein großer Fan der 80er und Top Gun gehört noch heute zu meinem angenehmsten Kinoerlebnissen überhaupt. Kein Mädchen, dass damals nicht ein Poster von Tom Cruise im Zimmer hatte und kein Kerl, der nicht gern die Rolle von Maverick als draufgängerischer Flieger gehabt hätte. Mit Stealth gab es dieses Jahr schon einen Versuch an den alten Erfolg anzuknüpfen, der sowohl filmisch als auch kommerziell eine Bauchlandung erlebte. Der französische Versuch Sky Fighters basiert auf einem alten Comic und lief zumindest national extrem erfolgreich.

Story-technisch präsentiert sich Sky Fighters gleich von einer sehr durchwachsenen und wirren Seite. Zwei Piloten verfolgen ein vermeintliches entführtes Flugzeug, dass dann doch nicht entführt ist. Der abgeschossene Pilot ist eigentlich ein Agent auf Geheimmission, die beiden Piloten verlieren ihren Job, um dann aber selbst für eine Geheimmission angeworben zu werden. Ein hoch-geheimes Cannonball-Rennen gegen die Amerikaner quer durch Europa. Klingt wirr und unlogisch? Ist es auch.

Aber gerade die unfreiwilligen Lacher sind ja die besten.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Eine echte Herausforderung für Top Gun ist auch Sky Fighters nicht. Sky Fighters bietet vor allem eines: Atemberaubende Flugszenen, die man so noch nicht gesehen hat. Im Gegensatz zu zum Beispiel Stealth wurde hier nicht massiv auf CGI gesetzt sondern mit Hilfe des französischen Militärs mit einer echten Mirage 2000 eine authentische Szenerie geschaffen. Das sieht man auch sofort. Spektakuläre Aufnahmen, die rasant geschnitten sind vermitteln einen echten Eindruck von Geschwindigkeit.

Obwohl die Story recht wirr ist liefert sie eigentlich genug Platz für packende Dogfights. Umso ärgerlicher, dass diese so gut wie gar nicht zu sehen sind. Selbst ganz am Ende, wo man auf den großen Showdown hofft ist dann alles schneller vorbei als Sex für einen Mann mit Ejaculatio praecox. Prinzipiell ist es ja nicht verkehrt mit den Konventionen Hollywoods zu brechen, aber doch bitte nicht so. Die deutsche Synchro ist offenbar unfreiwillig komisch geworden, was dem Film auf eine komische Art eine Extraportion Humor gibt, die wohl so nicht beabsichtigt war. Aber gerade die unfreiwilligen Lacher sind ja die besten. Abseits dessen gibt es ein bisschen nackte Haut, hübsche Mädels, hässliche Kerle mit Oberlippenbart der selbst in den 80er strafbar gewesen wäre und gute Musik. Alles Sachen, mit denen ich gut leben kann.

Fazit: Unfreiwillig komischer Versuch sich an Top Gun zu versuchen mit extrem guten Flugszenen.

Rating:

★★★★☆☆☆☆☆☆

2 Kommentare zu “Sky Fighters (Les Chevaliers du ciel)

  1. Irgendwie sind alle immer versucht, diesen Film an TopGun zu messen. Nachdem man ihn gesehen hat, sollte aber klar sein, daß bis auf rasante Flugszenen die Filme nichts gemeinsam haben.
    TopGun ist ein saugut gemachter Airforce-Werbefilm, der das Partyleben eines Rookie-Piloten beschreibt, der andere eine moderne Verfilmung eines Comics. Und dafür bietet er vielmehr aeronautische Details, auch in den Dialogen, die TopGun im nachhinein recht billig aussehen lassen. Leider scheint durch die deutsche Übersetzung einiges verloren gegangen zu sein. Aber „Les chevaliers du ciel“ hat wenigstens eine Story, die sogar einen zeitgemäßen Bezug hat und am Ende auch noch Kritik ausübt auf eine Art und Weise, die einen zum Schmunzeln bringt.
    Allerdings dürften die meisten Details nur Fliegerfans auffallen und erfreuen, so daß dieser Film leider vielen Zuschauern verschlossen bleiben wird, die sich dann am billigen Vergleich mit TopGun festklammern müssen…

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