Skip to main content

The Devil’s Rejects

The Devil\'s Rejects

Es ist nun schon ein paar Tage her seit ich The Devil’s Rejects gesehen habe und der gröbste Ärger ist verraucht. Mit etwas Abstand also eine gute Gelegenheit ein paar kritische und erklärende Worte zu meiner Abneigung gegenüber diesem Film zu verlieren. Aber auch mit diesem Abstand bin ich davon überzeugt, dass Rob Zombie nicht nur kranke Musik macht sondern auch richtig kranke Filme. Aber dazu später mehr.

The Devil’s Rejects ist die Fortsetzung zu Das Haus der tausend Leichen, in dem eine degenerierte Familie massenhaft Touristen aus ihrem Versteck heraus gejagt, gefoltert und brutal hingerichtet hat. Im Nachfolger sind alle wieder mit an Bord, dieses Mal läuft das Spiel aber anders. Dieses Mal wird Familie Firefly von der Polizei gejagt. Und bei dieser gnadenlosen Jagd wird auf beiden Seiten gemetzelt und gefoltert, was das Genre her gibt.

The Devil’s Rejects ist ein armseliges Stück Drehbuch

Was sich als Zusammenfassung schon haarsträubend liest, fühlt sich in der Praxis leider auch nicht einen Deut besser an. The Devil’s Rejects ist ein armseliges Stück Drehbuch mit Dialogen, die selbst in diesem Genre getrost als Bodensatz bezeichnet werden dürfen. Das Ganze entpuppt sich relativ schnell als dreiste Mischung aus From Dusk till Dawn und Natural Born Killers. Beide Vorbilder sind ebenfalls über die Maßen brutal, was ich Filmen nicht mal vorwerfe. From Dusk till Dawn hatte eben nicht nur Brutalität sondern ein vernünftiges Drehbuch, vernünftige Dialoge und gute Schauspieler. Leider nichts, wo The Devil’s Rejects etwas Positives verbuchen könnte. Positiv erwähnen kann man höchstens den Soundtrack.

Zum Gewaltgrad möchte ich anmerken, dass dies sicher nichts für zartbesaitete Gemüter ist. Aber es gibt letztlich nichts zu sehen, was man in anderen Filmen nicht auch schon über sich ergehen lassen musste. Man kann sich sicherlich vortrefflich darüber streiten, ob man breit gefahrene Passanten zeigen muss. Das ist aber nicht der springende Punkt, warum ich so gar nichts mit dem Film anzufangen weiß. Gewalt, Sadismus und Brutalität ist eben das, wodrauf sich der Film einzig und allein konzentriert bzw. verlässt, denn abseits davon bietet Rob Zombie eben gar nichts. Nada. Das so etwas dann auch nicht gerade kleine Teile des Publikums begeistern kann, ist umso trauriger. Offenbar ist es einfacher mit plattem Sadismus Kasse zu machen, als sich eine Story und fundierte Dialoge auszudenken.

Das obendrein am Ende noch versucht wird, ein gewisses Mitgefühl und Sympathie für eine Bande von brutalen Massenmördern aufzubauen ist dann etwas, was mir persönlich auf den Magen schlägt. Das ist auch etwas, das sich Quentin Tarantino immer wieder vorwerfen lassen muss. Aber selbst mit Stelzen oder Trittleiter, an dessen Größe wird Rob Zombie in 100 Jahren nicht heran reichen.

Fazit: Unnötige Fortsetzung zu einem ohnehin überflüssigen Vorgänger.

Rating:

★☆☆☆☆☆☆☆☆☆

11 Kommentare zu “The Devil’s Rejects

  1. Hallo,

    erstmal Gratulation zu einem schönem blog design. Im zweiten Atemzug gleich Kritik: Wenn du solche Filme wie HdtL oder Tdr nicht verstehst, kann ich das verstehen und nachvollziehen. Mit Objektivität betrachtet, lässt sich an dem Film (bis auf die Musik) viell. nicht sehr viel gutes/moralisch positives rausholen… Doch gibt es auch noch andere Sichtweisen/bzw. Sichtwinkel, aus denen der Film betrachtet werden kann.

    Doch lade ich herzlich ein, meinen blog zu besuchen und dir demnächst meine review zu TDR durchzulesen (10von10P.)

    ciao, bene!

  2. Danke dir. Meine Kritiken spiegeln grundsätzlich meine persönliche Meinung wieder und damit kann ich natürlich nicht jeden Geschmack treffen. Du wirst nicht der einzige sein, der das total anders sieht. Wenn deine Kritik fertig ist, setz hier einfach mal den Link rein oder einen Trackback, damit die Leute hier auch einen anderen Blickwinkel sehen können. So funktioniert das hier 🙂

  3. der film is einsame spitze und übertrifft den vorgänger bei weitem was auch schon ein genialer film ist. du hast einfach keine ahnung von guten filmen. an diesem film gibts einfach nichts zum meckern!

  4. Du bestichst durch eine ausgefeilte Argumentationskette. Ich bin bekenne mich schuldig und gehe mich jetzt für meine harten Worte gegenüber diesem Meisterwerk schämen.

  5. -.- ach was. Is halt geschmackssache dir gefällts halt net aber mir dafür um so mehr. aber eine frage warum haste dir den denn angeguckt wenn du den ersten schon net gut findest?

  6. 1. Es hat mich nichts gekostet, zu der Zeit hatte ich eine temporäre Gratiskarte für meine beiden Stammkinos.

    2. War das eine Sneak Preview, da ahnt man zwar oft was kommt, aber richtig wissen tut man es nicht.

    3. Hast du Recht, über Geschmäcker kann man schlecht streiten.

Kommentar verfassen