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F.E.A.R. First Encounter Assault Recon

F.E.A.R. (First Encounter Assault Recon)

Um mich mal von den gerade existenziellen Problemen in meinem Privatleben abzulenken nahm ich mir mal wieder ein PC-Spiel zur Hand und spielte es sogar vom Anfang bis zum Ende durch. Meine Wahl fiel dabei auf F.E.A.R. (First Encounter Assault Recon), quasi eine Mischung aus Quake-Action, Matrix-Einlagen und Ring-Story. Was zunächst cool klingt macht dann sogar richtig Spaß, wenn man nicht extrem ängstlich ist. Ich bin ja mit Horrorfilmen groß geworden und rieche normaler Weise jeden kleinen Schrecken drei Meilen gegen den Wind, aber in F.E.A.R. habe ich zeitweise die Maus vor Schreck über den Tisch geworfen. Doch worum geht’s eigentlich?

F.E.A.R. (First Encounter Assault Recon)

F.E.A.R. ist eine Spezialeinheit, die immer dann gerufen wird, wenn paranormale Absurditäten passieren. Als Spieler ist man Teil der Einheit und soll den irren Paxton Fettel dingfest machen, der offenbar den Verstand verloren hat und seine Vorliebe für Menschenfleisch entdeckt hat. Kaum ist man vor Ort, bemerkt man auch sofort, dass hier etwas gehörig schief läuft. Man hört immer wieder Stimmen und sieht dunkle Visionen von einem Mädchen ganz im Stile von The Grudge. Das Mädchen hat offenbar starke Psycho-Kräfte, die es ganz im Sinne des Bösen einsetzt.

In den meisten Teilen der Level ist es abgrundtief dunkel wie in einem Bärenarsch.

Auf der guten Seite hat F.E.A.R. eine packende Atmosphäre, die mich schnell in seinen Bann zog. In den meisten Teilen der Level ist es abgrundtief dunkel wie in einem Bärenarsch. Einzig die Taschenlampe erhellt einen schmalen Kegel, in dem man etwas wahrnehmen kann. Das trägt natürlich zur Gruselstimmung bei, da man sich wirklich oft erschreckt. Der Sound tut sein übrigens dazu bei, da man immer nur wieder düstere Stimmen, merkwürdige Geräusche oder ähnliches hört. So schaut man vorsichtig um die nächste Ecke, um nach dem Rechten zu sehen. Besonders cool ist die Slow-Motion. Auf Knopfdruck kann man für eine begrenzte Zeit das Geschehen ganz im Stile von Matrix verlangsamen. Abgefeuerte Projektile ziehen dann Spuren hinter sich her und Gegner fliegen langsam durch die Luft. Das Ganze sieht sehr spektakulär aus und macht gehörig Spaß. Wer Max Payne mal gespielt hat, wird den Effekt in besserer Qualität hier wieder erkennen. Das Waffenarsenal macht auch Spaß, spätestens wenn man die Railgun und das Nagelgewehr bekommt, mit dem man Gegner einfach an die Wand pinnt. Wirklich herausragend ist jedoch die KI der Gegner. Diese verhalten sich wirklich taktisch clever, rollen sich ab, suchen ständig Deckung und greifen dann an, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann.

F.E.A.R. (First Encounter Assault Recon)

Kommen wir zu den weniger schönen Sachen, die mir den Spaß doch etwas vermiest haben. Es wird einfach zu wenig Abwechslung geboten. Irgendwann konnte ich die immer gleichen Bürogänge und Lüftungsschächte nicht mehr sehen. Erst zum Ende gibt es dann mal was Neues zu sehen, wo vermutlich schon viele Spieler die Lust verloren haben. Auch das ewig dunkle Setting, das mich dann doch sehr an Doom 3 erinnerte nervt mich langsam dezent. Es gibt ja noch andere Möglichkeiten Grusel aufzubauen, als den Spieler ständig im Dunkeln tappen zu lassen. Was nützt mir die beste Grafik, wenn ich über weise Strecken gar nichts davon sehen kann. Das es letztlich nur zwei bis vier Arten von Gegnern kam, kann ich durchaus verkraften. Das Ende war dann ziemlich wirr, um nicht zu sagen offen für einen zweiten Teil, der vermutlich auch nicht alle offenen Fragen beantworten können wird.

Man sieht deutlich, dass der Absatz mit den positiven Aspekten länger ausgefallen ist. Insgesamt wird mir das Spiel auch als wirklich guter Shooter mit einigen Detailschwächen im Gedächtnis bleiben. Gefiel mir jedenfalls deutlich besser als Quake 4, an dem ich relativ schnell die Lust verlor.

2 Kommentare zu “F.E.A.R. First Encounter Assault Recon

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