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Doom

Doom

Achtung, mit Doom kommt erneut eine Computerspieladaption in die Kinos und das bedeutet meist vieles, nur nichts gutes. Bei Doom ist die Vorlage ein Computerspiel, dass 1993 technisch das Genre der Egoshooter revolutionierte. Hersteller id Software kam damit zu enormen Ruhm und noch mehr Geld. Der Film basiert auf dem dieses Jahr veröffentlichten dritten Teil der Serie.

In der Zukunft befindet sich auf dem Mars eine Forschungsstation der Menschen. Als es dort zu einem Zwischenfall kommt, wird eine Spezialeinheit unter der Führung von Sarge (Dwayne Johnson) beauftragt, nach dem Rechten zu sehen. Für Crewmitglied Reaper (Karl Urban) ist die Mission besonders wichtig. Als Kind hat er auf dem Mars einen herben Rückschlag hinnehmen müssen und seine Schwester Samantha (Rosamund Pike) arbeitet inzwischen dort. Doch entgegen aller Beteuerungen wurden nicht nur archäologische Experimente dort durchgeführt. Natürlich lief etwas schief und der Rettungseinsatz entpuppt sich schnell als Tour ohne Wiederkehr. Etwas Böses ist auf dem Mars.

Das schlimmste am Film ist das unsägliche Ende beim unweigerlichen Kampf Gut gegen Böse, der dann auch die gebündelte Langeweile beendet.

Doom hat das Problem vieler Spieleverfilmungen. Die Vorlagen haben eine – wenn überhaupt vorhandene – relativ platte Story und Charaktere aus dem Bausatz. So hangelt sich die Truppe aus der Muckibude nach dem Prinzip der zehn kleinen Negerlein durch den Film und wirft den einen oder anderen platten Spruch unter das Publikum. Das Ganze wirkt dann wie eine Mischung aus Resident Evil und Blade 2, um nicht zu sagen ziemlich langweilig. Die meiste Zeit geht es durch dunkle Gänge, die irgendwie alle gleich aussehen und sehr viel von dem verschlucken, was eigentlich gerade passiert. Dazu kommt, dass man die eigentliche vorhandene Story des Spiels um ein Höllentour weitestgehend zugunsten der Gentechnik-Experimente vernachlässig hat.

Fans des Spiels freuen sich darüber, die bekannten Monster wieder zu sehen und die wirklich gut designten Waffen inklusive der mächtigen Big Fucking Gun. Schon im Trailer konnte man die Szenen aus der Egoperspektive erleben, die zum Ende des Filmes zu sehen sind. Eine nette Idee, die aber dann doch ein wenig unfreiwillig komisch wirkt. Die Besetzung ist eigentlich sogar ziemlich gut, eine Schande, wie alle ihr Talent vergeuden. Dwayne Johnson hat deutlich mehr drauf als diese schlechte Kopie eines Steven Seagal. Zudem fehlte ein richtiger Spannungsbogen. Das schlimmste am Film ist das unsägliche Ende beim unweigerlichen Kampf Gut gegen Böse, der dann auch die gebündelte Langeweile beendet.

Fazit: B-Ware, die eigentlich direkt in die Videothek gehört.

Rating:

★★★☆☆☆☆☆☆☆

3 Kommentare zu “Doom

  1. Ich finde den Film Klasse und deutlich besser als hier bewertet. Sicher es ist nichts innovatives dabei, jedenfalls nicht viel. Die Idee mit der Ego-Perspektive hingegen ist ja mal genialst und auch sonst die Musik, die Aufmachung und die Monster-designs, fand ich echt super. Auch atmosphärisch macht der Film viel her. Wenn man dagegen Flops wie Alone in the Dark oder so im selben Atemzug gebrauchen „sollte“, da dies ja auch Spieleumsetzungen sind, finde ich das mehr als ungerecht.

    Ich bin begeistert von diesem Film und mag echt nicht jeden Film, will heißen, dass diese Bewertung hier nur von einem voreingenommenen Menschen geschrieben worden sein kann..

  2. Alone in the Dark hätte hier eine sechs bekommen, wenn ich mir die Mühe gemacht hätte etwas darüber zu schreiben. Doom ist da schon besser, aber immer noch so weit davon entfernt ein guter Film zu sein wie deine Einschätzung meiner Person davon wahr zu sein.

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