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The Descent – Abgrund des Grauens

The Descent - Abgrund des Grauens

Dem Horror-Genre stehe ich mit gemischten Gefühlen gegenüber. Früher mochte ich solche Streifen und habe wirklich jeden Schrott konsumiert, inzwischen ist Ernüchterung eingetreten und die meisten Streifen langweilen nur. The Descent ist insofern eine echte Überraschung, denn dieser kleine aber feine Streifen hat es mal wieder geschafft, mich total zu erschrecken.

Sechs Freundinnen, die immer wieder den ultimativen Kick suchen, treffen sich in einem Gebirge in den USA, um eine Höhlenklettertour zu absolvieren. Was als fordernder Trip geplant war entpuppt sich dann als das pure Grauen. Die sechs gelangen in die falsche Höhle und der Eingang stürzt zudem noch ein, sodass ein alternativer Ausweg gefunden werden muss durch die engen Gänge. Aber blankes Entsetzen fährt in die Gesichert der Mädels, als sie erkennen, dass sie nicht allein dort unten sind. Irgend etwas ist noch da unten und es ist definitiv nicht freundlich gesinnt.

Der Film hat gerade erst begonnen, da zuckt man schon unweigerlich im Sitz zusammen.

The Descent ist, insbesondere in den ersten beiden Dritteln, absolut spannend und vermittelt ein extremes Gefühl klaustrophobischer Enge. Teilweise hat man das Gefühl, selbst durch die schmalen Gänge mit zu kriechen, was durch die teils wirklich guten Aufnahmen erreicht wird. Überhaupt ist The Descent handwerklich einwandfrei und kommt komplett ohne Computer-Effekte aus. Das wirkt teilweise ein wenig nach alter Schule, passt aber irgendwie sehr gut zum Film.

Die sechs Figuren sind auch nicht nur Mittel und Zweck sondern sind individuelle Charaktere, die sich stark voneinander unterscheiden. Juno ist eine dominante Frau, die schnell die Führungsrolle im Team übernimmt und die Entscheidungen trifft. Sarah schleppt ein kleines Trauma mit sich, da sie erst vor kurzer Zeit einen schweren Verlust erlitten hat, sie ist ständig im Kampf mit sich selbst beschäftigt. Jeder der Figuren macht Sinn und so ergibt sich abseits der eigentlichen Geschichte genug Konfliktpotenzial.

An Schreckmomenten hat The Descent einiges zu bieten. Der Film hat gerade erst begonnen, da zuckt man schon unweigerlich im Sitz zusammen. Als das erste Mal einer der Störenfriede zu sehen ist, geht unvermittelt ein Ruck durchs komplette Publikum. Insgesamt ist vieles einfach nicht so vorhersehbar wie bei den üblichen Hollywood-Produktionen. Zum Ende hin wurde es mir dann ein bisschen zu viel und auch das Ende ist nicht ganz das, was ich mir vom Film erhofft hätte.

Fazit: Extrem spannender Survival-Horror mit einigen extrem Schreckmomenten.

Rating:

★★★★★★★☆☆☆

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