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Flightplan

Flightplan

Wenn ein deutscher Regisseur wie Robert Schwentke sein Hollywood-Debüt hat und dann auch noch gleich mit einem so großen Star wie Jodie Foster, dann ist man natürlich auf das Ergebnis gespannt. Mit Florian Ballhaus hinter der Kamera war ein weiterer Deutscher an der Großproduktion beteiligt, zudem wurde der Anfang des Filmes an Originalschauplätzen in Berlin gedreht.

Kyle Pratt (Jodie Foster) ist Flugzeug-Ingenieurin und maßgeblich an der Entwicklung des Flugzeuges beteiligt gewesen, das sie und ihre Tochter Julia (Marlene Lawston) bon Berlin nach New York bringen soll. Ebenfalls an Bord ist der tote Mann von Kyle, der bei einem Sturz ums Leben kam. Als nach wenigen Stunden Flug Mutter Kyle wieder aufwacht, ist die Tocher spurlos verschwunden. Niemand hat sie gesehen, es gibt kein Anzeichen, dass sie jemals an Bord des Flugzeuges gewesen ist. Auch die Passagierliste hat kein Anzeichen einer Julia Pratt. Eine verzweifelte Suche beginnt und nach einiger Zeit zweifelt nicht nur Kyle selbst an ihrem eigenen Verstand, sondern vor allem die Crew um Captain Rich (Sean Bean) und Sky-Marshall Carson (Peter Sarsgaard). Die Situation spitzt sich immer weiter zu und die Nerven liegen blank.

Aber die Auflösung ist hier immer noch zwei Klassen besser als bei der überaus mäßigen Konkurrenz

Zunächst einmal sollte man sich keinerlei Details zum Film verraten lassen. Das ist der Grundstein für einen spannenden Film, jedes Wort in Richtung der Auflösung würde den Kinoabend versauen. Wenn man Flightplan betrachtet, dann drängen sich Vergleiche zu Panic Room, Die Vergessenen oder Red Eye auf. Alle haben irgendwie sehr viel mit Flightplan gemeinsam, ohne aber an dessen Qualität zu kommen. Das liegt daran, dass insbesondere bis zur Auflösung, die dann doch etwas enttäuscht, ein extrem guter und gleichzeitig glaubwürdiger Spannungsbogen aufgebaut wird. Obwohl Kyle kurz vor dem Ausrasten ist, reißt sie sich immer wieder zusammen, weil sie weiß, dass sie sonst ihrer Tochter nicht mehr helfen kann.

Jodie Foster ist die ideale Besetzung für die verzweifelte Mutter, die ebenso besorgt wie couragiert um das Wohl der eigenen Tochter kämpft. Sie hat den Vorteil sich perfekt auszukennen und das Flugzeug beinahe besser zu kennen, als das Dienst habende Personal. Sie weiß über jeden Schritt Bescheid, was ihr in die Karten spielt. Und im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, fragt man sich nicht als Zuschauer, warum sie nicht einfach dies oder jenes tut, denn das tut Jodie Foster in der Rolle der Kyle absolut richtig. Sie macht genau das, was in den Situationen logisch wäre.

Dazu kommt die absolut überzeugende Kameraarbeit vom Florian Ballhaus. Die Fahrten durch den hyper-modernen Flieger sind gekonnt wie die Darstellung des kalten Berlins im Winter. Als Regiedebüt (zumindest in Hollywood) ist Flightplan wirklich überzeugend, bis auf die kleine Schwäche mit der Auflösung der ganzen Geschichte. Aber die Auflösung ist hier immer noch zwei Klassen besser als bei der überaus mäßigen Konkurrenz.

Fazit: Spannender Flugzeug-Thriller, der zum Ende leider etwas an Schub verliert.

Rating:

★★★★★★★☆☆☆

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