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Gedanken eines Bloggers

In den 22 Monaten, die ich nun dieses Weblog führe, kam ich immer wieder an Grenzen, wo ich lange haderte, ob ich etwas schreiben soll zu einem bestimmten persönlichen Thema oder nicht. Zum Beispiel mein persönlicher Ärger mit dem letzten Arbeitgeber, der immer noch nicht ausgestanden ist. Aus einer Mischung aus Diskretion und Loyalität deckte ich darüber den Mantel des Schweigens und tue dies auch noch heute.

Darum beneide ich viele anderen Weblog-Autoren.

Zuletzt wurde ich oft gefragt, warum ich hier im Moment so wenig schreibe abseits der üblichen Kinokritiken. Nun, das liegt nicht daran, dass ich gerade nichts erlebe. Im Gegenteil. Ich hätte sogar ziemlich viele interessante Geschichten zu erzählen. Aber eine Mischung aus Rücksicht, Verantwortung und Freundschaft zwingt mich dazu, einfach den Mund zu halten. Das ist eben der Nachteil, wenn man ein nicht-anonymes Weblog führt.

Natürlich könnte ich einfach Tagebuch schreiben und solche Themen eben da rein stecken. Aber das will ich nicht. Ich schreibe nicht gerne abends noch mit der Hand und außerdem bin ich auch ein Stück weit exhibitionistisch, was meine Gedanken angeht. Außerdem liebe ich es, Feedback zu meinen Gedanken zu bekommen. Also was nun?

Ich mache mir wieder ernsthaft Gedanken darüber, ein weiteres, anonymes Weblog zu starten, wo ich dann hemmungslos ohne Rücksicht auf Verluste die Sau rauslassen kann. Darum beneide ich viele anderen Weblog-Autoren. Es braucht jetzt niemand suchen, ich hab dies noch nicht getan und ich werde das dann auch sicherlich nicht sagen.

2 Kommentare zu “Gedanken eines Bloggers

  1. Wäre dann aber sehr anonym und nicht mehr wirklich exhibitionistisch, wenn Du ein anonymes Tagebuch führen würdest.
    Würden ja wohl nur wildfremde Menschen lesen.

    Oder ein Bekannter stößt zufällig darauf und ich kann Dir aus Erfahrung sagen, dass DAS dann wirklich unangenehm werden kann…

  2. Da hast du im Grunde schon recht. Es ist aber dennoch exihibtionistisch, da ich ja immer noch weiß und auch sehen kann, dass andere das lesen. Es wäre ja OK, wenn es andere Menschen lesen, sie sollen mir nur nicht ein Tag später ins Gesicht schauen. Sie sollen nicht verletzt werden. Ich glaube ein Bekannter würde nicht merken, dass es von mir ist. Aber bei Gelegenheit musst du mir mal erzählen, wer dich erwischt hat 🙂

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