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New Police Story

New Police Story

Ich oute mich gleich zu Beginn. Mit Filmen um den Schauspielerminimalisten Jackie Chan kann ich nur sehr bedingt etwas anfangen, um es noch nett zu sagen. Aber z.B. Rush Hour oder Mission Adler waren zumindest witzig. Der mittlerweile in die Jahre gekommene Mime hat es sicherlich drauf, Kämpfe spektakulär zu choreografieren, aber in diesem Leben wird Chan sicherlich kein Schauspieler mehr werden. Sein immer gleicher Gesichtsausdruck steht ihm dabei am meisten im Weg.

In New Police Story, nach längerer Hollywood-Abstinent wieder mal in Hong Kong produziert, zeigt sich Jackie Chan als gebrochener Cop. Bei einem Einsatz wurden er und sein Team in die Falle gelockt und die meisten mussten dies mit dem Leben bezahlen. Chan gibt sich die Schuld und ertränkt diese Gefühle im Alkohol. Sein neuer Partner gibt ihm neuen Mut und gemeinsam jagen sie einer Gruppe verrückter Extremsportler hinterher, die vor lauter Dekadenz den absoluten Nervenkitzel im Überfall auf Banken suchen.

…ich hoffte auf ein schnelles Ende, damit das Elend ein Ende hat.

New Police Story hat mir zeitweise wirklich Schmerzen verursacht. Die Darstellung des gebrochenen Mannes war ebenso unglaubwürdig wie nervig und die Story um die verwöhnten Millionärskinder balancierte gekonnt auf der dünnen Schnur der Erbärmlichkeit. Mir war es dann auch irgendwann völlig egal, wie es denn weitergehen würde, ich hoffte auf ein schnelles Ende, damit das Elend ein Ende hat. Logiklöcher an allen Ecken, billige Soundabmischung und eine Synchro, die wohl die Putzkolonne des Verleihs erledigt hat.

Ich könnte mich durchaus noch länger über diese Verschwendung vom Film-Ressourcen auslassen, allerdings würde mir das nur meine gute Laune versauen. Und das ist dieser Streifen einfach nicht wert. Das ich den Film dennoch nicht vergessen werde ist ein ganz anderes Thema, das ihn dieser Kritik nichts zu suchen hat.

Fazit: Absolute Zeit- und Ressourcenverschwendung.

Rating:

★☆☆☆☆☆☆☆☆☆

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