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Ring 2

Ring 2

Zu Ring 2 fallen mir spontan gleich mehrere Vorurteile ein, die mich seinerzeit wohl davon abhielten, den Film im Kino zu schauen. US-Remake eines japanischen Horrorfilmes. Dann obendrein noch eine Fortsetzung. Der Regisseur des Originalstreifens (Gore Verbinski) stand nicht zur Verfügung und so verpflichtete Hideo Nakata, den Macher der japanischen Originalvorlage. Der durfte dann aber kein richtiges Remake machen, sondern dachte sich für die US-Version von Ring 2 eine komplett neue Geschichte aus. Wer wirklich nach so einem Hichhack noch ernsthaft einen guten Film erwartet hat, der möge sich bitte bei mir melden und sich von mir auslachen lassen.

Aber nun schieben wir am besten den Deckel auf den Brunnen und hoffen, dass nicht noch ein Ring 3 da raus kriecht.

Wir können es kurz machen. Das Todesvideo aus dem recht gelungenen ersten Teil spielt nur die ersten zehn Minute eine Rolle und soll vermutlich den Übergang zwischen den beiden Teilen schaffen. Danach geht es um die ultrafiese Samara, die nun Besitz von Rachels (Naomi Watts) Sohnemann Aidan (David Dorfman). Das wars eigentlich auch schon, was man großartig zur Story beitragen kann. Aber Schwamm drüber, wenn es denn wenigstens spannend wäre.

Ring 2 hat nichts, was das Original nicht schon gehabt hätte, eher noch deutlich weniger. Etwas ähnliches wie die spannende Puzzlesuche zum Beispiel, die unter enormen Zeitdruck im ersten Teil erledigt werden musste, fehlt hier völlig. Insofern herrscht eine große Zeit gepflegte Langeweile, die nur hin und wieder von einem kleinen “Buh” unterbrochen wird, die man aber größtenteils vorhersehen kann. So gibt es auch hier wieder Tiere, die auf einmal böse sind und die unvermeintliche quasi aus dem nichts auftauchende böse Fratze. Ein Gähnen hier ein Blick auf die Uhr da, richtig Spannung kommt nur auf, wenn man sich fragt, wie lange der Film wohl noch gehen mag.

Auf der Habenseite bleiben die beiden guten Darsteller Naomi Watts, die ich inzwischen wirklich gerne sehe so wie den kleinen David Dorfman, der einen ziemlichen kranken Blick drauf hat. Dazu ein bedrohlicher Soundtrack von Deutschland-Export Hans Zimmer und zumindest der Versuch, der Serie etwas Originalität einzuhauchen. Aber nun schieben wir am besten den Deckel auf den Brunnen und hoffen, dass nicht noch ein Ring 3 da raus kriecht.

Fazit: Langweilige Fortsetzung ohne echte Spannung.

Rating:

★★★☆☆☆☆☆☆☆

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