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Hide and Seek

Hide and Seek

Dem armen Robert de Niro scheint es nicht mehr wirklich gut zu gehen, oder sein Agent hat ein ernstes Problem damit, ein gutes Drehbuch von einem schlechten zu unterscheiden. Auch mit Hide and Seek verkauft sich de Niro mal wieder deutlich unter Wert und verschenkt sein Potenzial in einem mittelmäßigen Thriller.

Psychologe David (Robert DeNiro) und Emily (Dakota Fanning) müssen einen derben Schicksalschlag überstehen. Mitten in einer Nacht wird die Ehefrau und Mutter Allison mit aufgeschnittenen Pulsadern tot in der Badewanne aufgefunden. Vater und Kind ziehen gegen die Empfehlung von Kinderärztin Katherin (Famke Janssen) raus aufs Land, um nicht länger an die dramatischen Vorgänge erinnert zu werden. In Woodland lernen sie die hübsche Elizabeth (Elisabeth Shue) und ihre Nichte Amy kennen. Doch Emily verhält sich zunehmend sonderbarer. Sie erzählt viel von ihrem imaginären Freund Charlie, mit dem sie Spiele spielt und den niemand sonst sieht.

Schade drum, denn eigentlich ist reichlich Potenzial vorhanden.

Hide and Seek wandelt zunächst sehr gekonnt auf den Spuren von M. Night Shyamalan. Es wird so viel Spannung und Atmosphäre rund um den eingebildeten Freund Charlie aufgebaut und das funktioniert die erste Stunde auch richtig gut. Ich war so gespannt, was denn nun die Auflösung des Ganzen beinhaltet. Aber im Gegensatz zum sehr erfolgreichen Shyamalan enttäuscht die Auflösung von Hide and Seek vollends und offenbart einen 0815 Psycho-Thriller, was mich dann richtig geärgert hat. Die ganze Performance von Dakota Fanning absolut verschenkt für so ein strunzdoofes Ende. Dafür sollte man die Verantwortlichen so lange drittklassiger Horrorfilme zeigen, bis denen Augen und Ohren bluten.

Etwa 90 Minuten habe ich mich gefragt, was denn nun alle so schlimm an dem Film fanden und beim Ende wurde es mir dann leider glasklar. Schade drum, denn eigentlich ist reichlich Potenzial vorhanden. Gute Schauspieler und ein hohes Produktionsniveau verhindern den totalen Flop, aber hier wäre so viel mehr drin gewesen. Schade drum, ich geh jetzt ins Kissen weinen.

Fazit: 0815 Psycho-Thriller, den niemand wirklich braucht.

Rating:

★★★★★☆☆☆☆☆

2 Kommentare zu “Hide and Seek

  1. Tja, der Film hat schon enttäuscht. Wenn man einige Filme dieser Art kennt, kommt in 20 Minuten auf die Lösung.

  2. Ich muss gestehen, dass ich nicht mal frühzeitig auf die Lösung gekommen bin, vielleicht weil’s einfach zu dumm war oder ich auch nicht voll bei der Sache. Auf jeden Fall ein Film wie Sand am Meer, da gibt es eben viele und vor allem viele Bessere.

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