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HannoversBlogs vs. HAZ – Teil 2

Ich finde es prinzipiell begrüßenswert, wenn sich Medien mit dem Thema Weblogs beschäftigen, schon aus Eigeninteresse. Ärgerlich wird es dabei nur, wenn dabei nicht ordentlich recherchiert wird und beim Lesen des Beitrages der Eindruck erweckt wird, das Ganze wäre lieblos in einer Zigarettenpause zusammen geschustert worden. In der heutigen Printausgabe der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (Nr. 216, Ressort Internet & Computer, Seite 27) erschienen mehrere Artikel zum Thema Weblogs.

Dazu der übliche Fehler “der Weblog” zu sagen, es heißt immer noch das Weblog.

Marcus Schwarze widmet sich in seinem Artikel “Alle bloggen mit” dem Phänomen Weblogs als solches. Einleitende Worte zum Thema Google Blogsearch, danach eine kurze Zusammenfassung, was ein Weblog eigentlich ist. Hier wird es dann erfahrungsgemäß holprig, aber da haben sich auch schon andere schwer getan. Warum gerade die Technik von Weblogs gegenüber früheren “privaten Homepages” einfacher sein soll und das Design aufwändiger erschließt sich mir nicht so, ich denke eher andersrum ist es richtig. RSS-Feeds sind dem Mann ein Begriff, was man damit macht aber offenbar nicht so richtig. Die Worte über die angebliche neue Firefox-Technik “Flock” sind selbst für Eingeweihte sehr verwirrend. Dabei handelt es sich nämlich nicht um eine neue Version des Browsers, sondern um eine “Social Browsing Experience”, die auf Firefox aufsetzt. Den weiteren Worten bezüglich rasanter Entwicklung, gesteigertem Medieninteresse und den ganzen Diensten, die kommerziellen Nutzen daraus schlagen wollen, kann man so zustimmen.

Richtig putzig ist dann der Artikel von Dany Schrader. Positiv anmerken möchte ich, dass sie auf dem Foto wirklich putzig aussieht, vielleicht kann man das Ganze mal bei einem ruhigen Kaffee besprechen? Es ist ja schön, wenn Danny ihre vermeintlichen Lieblingslinks präsentiert, offenbar hat sie sich damit aber doch nicht so wirklich auseinander gesetzt. Da gibt es die falsche Beschreibung zum richtigen Link, aus einer Studentin wird schon mal im voraus eine Lehrerin gemacht und aus einem Informatikkaufmann ein Industriekaufmann, das klingt ja zumindest ähnlich. Dazu der übliche Fehler “der Weblog” zu sagen, es heißt immer noch das Weblog. Diesen Umstand verzeihe ich, das scheint generell vielen schwer zu fallen. Ernst Corinth widmet sich im Artikel “Nicht jeder (ARGH!) Blog aus New Orleans ist lesenswert” der Berichterstattung zur Katastrophe in New Orleans. Bis auf die “der/das Problematik” geht das so in Ordnung.

Insgesamt also löblich, dass die HAZ das Thema überhaupt angefasst hat, über die Art und Weise der Berichterstattung kann man durchaus diskutieren. Ich frage mich nun, ob dies ein generelles Problem ist und es mir sonst nur einfach nicht auffällt, weil ich nicht tief genug im Thema bin. Vielleicht wissen die Verantwortlichen eine Antwort auf diese Frage, ich hake mal nach und berichte. Aber insgeheim wissen wir es ja alle, ich bin nur neidisch, dass ich dort nicht genannt bin.

6 Kommentare zu “HannoversBlogs vs. HAZ – Teil 2

  1. danke für das meckern, ich hab darauf verzichtet aus gründen, aber es stimmt ja. bei mir hatse aber alles richtig geschrieben, die dany 😉

  2. hauptsache die szene lebt. berichte in zeitungen bringen immer leben in die bude, den einen oder anderen schnitzer verzeihn wir da gern… 😉

  3. Sehe ich ja prinzipiell auch so, aber darauf hinweisen kann ja nichts schaden. Ich schreibe ja selbst für verschiedene Publikationen Artikel und freue mich da auch immer über Feedback.

  4. als marcus-zuarbeiter schicke ich ihm mal den link – dann kann er vielleicht zur kritik stellung nehmen. finde das feedback wichtig. könntet ihr nicht viel öfter mal über computerseite konstruktiv meckern? kann ja dann nur besser werden. gern ins http://www.hazforum.de rein 🙂

    liebe grüße
    der egge

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