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Wenn es atmet, tötet es!

Doom

Am 27. Oktober 2005 startet in Deutschland mit Doom die Leinwandumsetzung einer der bekanntesten Computerspielserien. Doom 1 und 2 habe ich am PC gespielt, damals war es Standard, dies nur mit der Tastatur zu tun. Heute ist man bei Shootern ja verwöhnt und macht das mit Mausunterstützung. Doom 3 war für mich ein extrem langweiliges Grafikfeuerwerk, bei dem schneller die Luft raus war als aus einem Luftballon in dem eine spitze Nadel steckt. Aber in Spielerkreisen ist der Name Doom immer noch kult und irgendwie muss man doch damit Geld verdienen können.

In den 80ern war es extrem beliebt, Computerspiele zu Filmen zu veröffentlichen. Die Firma Ocean hatte sich damals darauf spezialisiert. Spezialisiert bedeutet hier, dass man die Umsetzungen am Fließband produziert hat, dementsprechend schlecht war das Ergebnis. Bei der Kombination Ocean und Filmumsetzung war für den erfahrenen Spieletester klar, da kann nichts Gutes bei rauskommen. Aber die Zeiten ändern sich ja und inzwischen sind nicht nur Filmumsetzungen brauchbar, immer öfter dreht man auch den Spieß um und bringt den Film zum Spiel, so wie jetzt auch bei Doom.

Oh, wie doom…

Immerhin hat man sich das Projekt, dessen Trailer auf mich eher den Eindruck eines zweitklassigen B-Movies macht, geschätzte 70 Millionen US-Dollar kosten lassen. Wenn ich mir die Liste der Beteiligten anschaue, dann fallen mir drei Namen spontan auf. Dwayne „TheRock“ Johnson (zweitklassige B-Movies), Karl Urban (Eomer aus Herr der Ringe) und Rosamunde Pike, die immerhin James Bond ins Bett bekommen hat und wohl der einzige Grund sein wird, mir den Film anzusehen. Der Regisseur hat auch eher laue Actionnummern (Cradle 2 the Grave, Exit Wounds, Romeo Must Die) gedreht und die Drehbuchschreiber sind auch eher unbeschriebene Blätter. Immerhin sollen die Verantwortlichen von id Software (die Macher des Spiels) das Ganze überwacht haben.

Wer jetzt auf die Story hofft, den muss ich an dieser Stelle enttäuschen. Wenn ich es nett sagen sollte, würde ich vermutlich etwas in der Richtung „Man hielt sich eng an das Vorbild“ von mir geben. Nur ist das nicht unbedingt ein Lob. Ich stelle mir das beim Spiel so vor. Das Spiel war eigentlich schon fertig, als die Entwickler bei einem Bier zusammen saßen und meinten „Oh, wie doom (HAHA, Wortwitz!), wir haben ja noch gar keine Story!“. Und so nahm man einen Bierdeckel und kritzelte drauf los. Drei komplette Stories standen nach einem langen Abend auf dem Bierdeckel. Man entschloss sich dann offenbar für die Kürzeste. Experimente auf dem Mars gehen schief. Oweh. Nun mal schnell die mit Testosteron vollgepumpte Muckitruppe hinschicken und alles ausräuchern was nicht bis drei „Stop, ich bin ein Mensch!“ ruft.

Aber es gibt auch etwas Gutes zu berichten. Im Trailer gibt es einige Passagen, die aus der Egosicht gedreht wurden. Das sieht wirklich cool aus und ich frage mich, warum es das nicht schon eher gab. Ansonsten schätze ich mal, dass es im Oktober besser sein wird, sich nochmals die Alien-Quadrilogy auf DVD anzuschauen als Doom im Kino.

8 Kommentare zu “Wenn es atmet, tötet es!

  1. Gerade den 2. Trailer angeschaut. Action ist ja ne Menge drin, und diese Lustigen Spielszenen, aber ich glaube das wird mal wieder nur was für echte Genre-Fans.

  2. Ich denke mal dass der Film zu 75% floppen wird. Der dritte Teil des Spieles (auf dem der Film bassiert) war auch eine Enttäuschung! Aber Sonntag dürfen wir uns erstmal wieder den Trailer im Kino ansehen 🙂

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