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Land of the Dead

Land of the Dead

George A. Romero ist wieder da verheißt der Trailer. Und zwar genau dort, wo für ihn und das Zombiegenre alles angefangen hat. Nach Night of the Living Dead, Dawn of the Dead und Day of the Dead bringt er seine Untoten-Reihe mit Land of the Dead zu einem Ende, das zumindest seine Fans zufrieden stellen wird. Wer bisher mit Zombiefilmen nichts anfangen konnte, wird das auch nach diesem Film nicht können.

Denken wir kurz an die drei Vorgänger zurück, blieb nicht mehr Spielraum für eine Fortsetzung. Die gesamte Erde ist inzwischen mit schnarchig vor sich hin stampfenden Untoten überzogen. Doch eine kleine Oase menschlicher Überreste hat sich zusammengepfercht in Fiddler’s Green. Ein Refugium für die Reichen und Schönen, die ein Leben führen, als wären sie nur kurz im Urlaub. Ganz wie in einer Zweiklassengesellschaft hausen vor den Toren der Stadt die verfaulten Stinker und eigentlich nehmen sich beide Parteien nicht viel. Herr über Fiddler’s Green ist Kaufman (Dennis Hopper), der als Mischung aus Mafiosi und Donald Trump überzeugt. Damit es dem Leuten im Schlaraffenland auch gut geht, muss eine Bande Söldner unter dem Kommando von Riley (Simon Baker) Leckereien und Kostbarkeiten aus dem Reich der Verfaulenden holen. Das Ganze klappt so lange, bis einer der Söldner zu viel will. Die Situation eskaliert.

Der Anteil des Films, wo es knackt und manscht ist schon recht hoch.

Ich bleibe dabei: Kennt man einen Zombiefilm, kennt man sie alle irgendwie. Auch Land of the Dead bringt nichts Neues, auch wenn Romero sich bemüht hat. Seine Zombies machen eine Art Evolution durch, sie lernen zu denken und zu kommunizieren, sie entwickeln einfache Strategien. Was im Trailer neue Spannung verheißt, verpufft im Film letztlich lächerlich und wirkt auch sehr konstruiert. Warum ausgerechnet dieser eine Zombie, der zuvor wohl mal in einer Tankstelle gearbeitet hat, diese „Intelligenz“ entwickelt wird wohl niemand plausibel erklären können. Mal ganz davon ab, dass selbst in der Logik des Genres diese Entwicklung nicht erklärbar ist.

So konzentriert sich Romero von Anfang an auf einen ziemlich hohen Actionfaktor und Zombies werden reihenweise umgemäht. Das ist weder sonderlich spannend noch irgendwie lustig oder wenigstens eklig. Vermisst habe ich über weite Strecken so etwas wie grausigen Schrecken, den man nur sehr selten serviert bekommt und dann ist das leider auch sehr vorhersehbar. Das übliche Zucken hier oder das überraschende Auftauchen aus dem Schatten. Das erschreckt heute niemanden mehr. Dafür gibt es ordentlich Splatter und das obwohl Romero doch einiges schneiden musste, um in den USA noch ein R-Rating für den Film zu bekommen. Eine Uncut-Version wird es vermutlich erst auf DVD geben. Aber auch so hat der Film einen recht hohen Splatterfaktor. Da wird mal eine Zunge aus dem Mund gerissen, dort eine ganze Wirbelsäule. Der Anteil des Films, wo es knackt und manscht ist schon recht hoch. Was bleibt? Eine Fortsetzung, die wohl eher Fans des Genres und insbesondere Romeros zufrieden stellen wird. Der Rest hat absolut nichts verpasst. Die teils vorhandenen sozialkritischen Aspekte rechtfertigen sicherlich keinen Kinobesuch, insofern nur etwas für Hartgesottene und die würden den Film auch ohne diese Anspielungen schauen.

Fazit: Zombie-Splatter vom Meister persönlich, der es wohl dringend nötig hatte.

Rating:

★★★★☆☆☆☆☆☆

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