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Highfield Festival 2005: Olly erobert Erfurt

Noch völlig fertig von drei Tagen Messestress in Leipzig, war ich kurz nach Hause gekommen zum Wäschewechseln, frisch machen und eine Mütze Schlaf nehmen. Ziemlich verschlafen ging es Samstagmorgen dann auf nach Erfurt zum Highfield Festival. Gegen 8 Uhr noch schnell die Eileen einsammeln, dann ab auf die Piste und im Tiefflug ab Richtung Erfurt. Die Gute hatte die Bestätigung für ein Meet & Greet mir ihrem Idol bekommen und musste daher bis 12.30 Uhr auf dem Festival sein. Mein Stress, Aufregung und Nervosität war mit Ende der Messe wie Staub von mir gefallen, für Eileen steigerte sich das Ganze immer mehr. Je näher wir Erfurt kamen, desto hibbeliger und nervöser wurde sie. Da das Ganze auch zeitlich noch extrem knapp wurde, konnte sie keinen klaren Gedanken mehr fassen. Auf dem gigantischen Parkfeld angekommen stiefelte wie in Trance Richtung Festivalbühne.

Wir Männer sind da weniger emotional und halten souverän die Situation im Griff. Ich fuhr erstmal wieder, hinein nach Erfurt zum Tanken und Nahrungsaufnahme. Mit leerem Magen und wenig Schlaf in Kombination bin doch etwas launisch. Erfurt ist übrigens eine ziemlich hässliche Stadt bzw. habe ich nur die schlechten Seiten gesehen. Die Menschen sprechen da auch so komisch. Holländer sprechen irgendwie klareres Deutsch. Aber lustig ist es dennoch irgendwie. Als ich gerade über Kopfsteinpflaster durch die Hartz IV Steppe holperte türmte sich vor mir das riesige Gebäude einer Porsche-Vertretung auf. Wer zum Teufel kann sich bitte hier so ein Fahrzeug leisten?

Nach Weezer bin ich dann wieder zurück zum Auto und hab noch ein wenig geschlummert, als die Klänge von Queens of the Stone Age ins Auto dröhnten.

Gestärkt ging es zurück zum Festival. Da dort allerdings eher noch die unbekannten und für mich auch eher uninteressanten Bands spielten, legte ich mich in mein Auto auf die Rückbank und schlief erstmal ein wenig. Gegen 16 Uhr war ich wieder wach und bewegte mich Richtung Bühne, pünktlich zu den H-Blockx. Unterwegs empfand ich aufrichtiges Mitleid für die vielen Camper, denn das Wetter war eine Katastrophe. Nach den H-Blockx sah ich dann noch Silbermond und die sehr coolen Jungs von Weezer. Hab mich richtig erschrocken, wie alt die Kerle aussehen. Es war so lustig zu sehen, wie extrem Fans sein können. Ich meine, wer kommt schon auf die Idee, am TShirt seines Lieblingsstars zu schnüffeln? Oder Euros gegen US-Dollar im Verhältnis 1:1 zu tauschen? Ich überlege ernsthaft Popstar zu werden und mich dann mit Devisengeschäften über Wasser zu halten. Nach Weezer bin ich dann wieder zurück zum Auto und hab noch ein wenig geschlummert, als die Klänge von Queens of the Stone Age ins Auto dröhnten. Danach kamen noch die Foo Fighters, die es richtig krachen ließen. Sehr cool.

Gegen 2.30 Uhr ging es Richtung Heimat. 420 km können sich ganz schön ziehen. Bis 4:30 Uhr plauderte Eileen noch wie ein Wasserfall von ihren sehr coolen Erlebnissen mit ihrem Idol bevor sie dann einnickte. Erfreulicherweise schnarcht sie nicht. Nachdem ich sie um 6 Uhr zu Hause abgesetzt hatte kam ich dann noch in eine groß angelegte Polizeikontrolle, wo mich eine Mischung aus unbändigem Charme und totaler Überzeugung vor einem längerem Aufenthalt bewahrte. Unterwegs noch Brötchen mitnehmen und dann endlich schlafen. Im eigenen Bett, ohne Angst vor dem Klingeln eines Weckers. Meiner Schwester bin ich so dankbar, dass sie den Anruf eines Nachbarn entgegen nahm, der Probleme mit seinem MP3-Player hatte.

Update: Bericht von Eileen ist nun auch online, siehe hier.

Olly und Groupies

Ein Kommentar zu “Highfield Festival 2005: Olly erobert Erfurt

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