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Die Insel (The Island)

Die Insel (The Island)

Richtig durchfallen konnte Die Insel bei mir gar nicht. Denn selbst als totale Niete hätte der Film immer noch Scarlett Johansson gehabt. Diese junge Frau, wir wissen es ja alle, wurde nur aus einem Grund geboren, mit meine zukünftigen Kinder zu gebären, aber ich schweife ab. Die Insel ist die diesjährige Version des jährlichen Sommerspektakels von Hollywood-Krachmacher Michael Bay. Dieser ist spezialisiert für anspruchslose Daueraction.

Aufhänger für das Sommerfeuerwerk liefert eine Klongeschichte aus dem 21. Jahrhundert. In einem Gefängnis, das auf die Insassen jedoch wie der Garten Eden wirkt, leben unzählige Menschen in Markenjogginganzügen. Sie alle warten auf den Hauptgewinn, die Reise zur ominösen Insel, die einzige unverseuchte Oase auf einer ansonsten völlig zerstörten Welt. Eine von ihnen ist Lincoln Six-Echo (Ewan McGregor), der von Albträumen geplagt anfängt, alles zu hinterfragen und die Fehler im System entdeckt. Er entdeckt, dass sein ganzes Leben eine große Lüge ist und seine Existenz ein brutales Geschäft ist. Zusammen mit Jordan Two-Delta (meine zukünftige Ehefrau Scarlett Johansson) ergreift er die Flucht und will die Wahrheit ans Licht bringen.

Zwei Sachen nehme ich den Verantwortlichen wirklich übel.

Zwei Sachen nehme ich den Verantwortlichen wirklich übel. Das Eine ist die Tatsache, dass der Trailer zum Film mal wieder viel zu viel verrät. Wenn ich vorher nicht schon die Hälfte des ohnehin recht seichten Plots gewusst hätte, dann hätte mir der Film sicherlich auch mehr Spaß gemacht. Das Zweite wäre das absolut übertriebene Product Placement, das in dieser Form ein neues Höchstmaß erreicht hat. Es vergehen keine fünf Minuten, ohne das einem irgendeine bekannte Marke ins Gesichtfeld gerückt wird.

Ansonsten liefert Mister Bay das, wofür er bekannt ist. Eine wirklich tolle Optik und ab der Hälfte Nonstop-Hochglanzaction. Aber bei allem Staunen kommt einem aber auch immer wieder das Gefühl auf, alles schon mal so oder zumindest ähnlich gesehen zu haben. Und dieses Gefühl ist irgendwie ernüchternd. Die Insel ist kein schlechter Film, eben eine typische Hollywood-Produktion, durchgestylt von vorne bis hinten. Daran kann man Spaß haben, muss man jedoch nicht. Insofern kein Wunder, dass Die Insel an den Kinokassen bisher auch eher einen kleinen Schiffbruch erlitt.

Fazit: Optisch ansprechende Klongeschichte im üblichen Bay-Stil.

Rating:

★★★★★★☆☆☆☆

2 Kommentare zu “Die Insel (The Island)

  1. Mir hat der Film richtig gut gefallen. Allerdings treffen die Filme von Michael „KABOOOM!“ Bay auch einen Nerv bei mir. *harhar*

  2. Ich hab prinzipiell auch nichts gegen Bay. Bad Boys 2 fand ich z.B. richtig Klasse, The Rock funktioniert auch super und ich mag sogar Pearl Harbor. Auch die Insel ist ja nicht schlecht, aber es war halt alles so typisch und bekannt.

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